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Investment

Auf zu neuen Ufern

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Europas institutionelle Anleger sind auf der Suche nach neuen Ertragsquellen. Das geht aus der Untersuchung New Sources of Return Survey 2004 von JP Morgan Fleming hervor, die europaweit 200 führende institutionelle Anleger nach ihren Anlagestrategien befragte. Dabei gab ein Drittel der Befragten an, dass sie ihre Asset Allocation ändern und auf neue Investment-Strategien setzen wollen. Grund: Notwendig sei das Ausweichen auf neue Assetklassen deswegen, weil in den nächsten drei bis fünf Jahren mit niedrigeren Renditen, im Schnitt um die sechs Prozent, zu rechnen ist und die institutionellen Anleger dennoch zufriedenstellende Gewinnzuwächse erreichen wollen. Ganz vorne bei den viel versprechendsten Strategien oder Assetklassen - Mehrfachantworten waren erlaubt - lag die Tactical Asset Allocation, der 81 Prozent der Befragten den Vorrang geben, gefolgt von dem noch neuen Konzept der Long Only Absolute Return Produkte, welche 67 Prozent der Befragten bevorzugen. Etwas nachgelassen, mit einer Präferenz von 65 Prozent, hat das Interesse an Hedgefonds. Was die einzelnen Märkte angeht, sehen die befragten Anleger die größten Chancen in wenig effizienten Märkten wie Asien, Japan, den Schwellenländern sowie bei europäischen Nebenwerten. Anders sieht es jedoch in den Portfolios aus. Hier dominieren Rentenpapiere. Das vor allem in Deutschland, wo zwei Drittel des institutionellen Vermögens in Fix Income Produkten angelegt ist. In Europa sind es knappe 50 Prozent. Was die einzelnen Ansätze angeht, managen derzeit 40 Prozent der institutionellen Anleger ihr gesamtes oder einen Teil ihres Vermögens mit einem passiven Ansatz. 80 Prozent geben an, zumindest einmal schon einen Teil ihres Portfolios aktiv gesteuert zu haben. Immer beliebter wird zudem ein aktives Overlay Management. Das sind Strategien, bei denen Derivate und Terminkontrakte eingesetzt werden, um unabhängig vom Marktgeschehen positive Renditen zu erwirtschaften. Dieser Trend geht einher mit einer Abkehr von der traditionellen Performancemessung. So misst lediglich nur noch ein Drittel der Befragten die Performance weiter gegenüber einer Peer Group. Fast die Hälfte der Befragten nutzen Absolute Return Strategien, 27 Prozent planen deren Anwendung für die Zukunft. Absolute Return Strategien definieren ihren Erfolg gegenüber einer Cash Benchmark beziehungsweise gegenüber der Inflationsrate. Fazit der Untersuchung: Verluste minimieren und Absolute Return sind in. Zudem gibt es einen Trend zur stärkeren Diversifikation der Anlagen.


Beraterhaftung

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89.000 Euro Schadensersatz
Die Sparkasse Dortmund muss wegen fehlerhafter Beratung 89.000 Euro Schadensersatz zahlen. Das entschied das Landgericht Dortmund in einem aktuellen Urteil (AZ: 2 O 135/03). Was war passiert?

Ein Berater der Sparkasse hatte im März 2000 einer in Sachen Geldanlage unerfahrenen Kundin hochspekulative Aktien und Aktienfonds empfohlen, obwohl diese ihr geerbtes Vermögen sicher anlegen wollte. Daraufhin kaufte die Kundin für rund 150.000 DM Fondsanteile sowie für 50.000 DM Aktien und erlitt danach massive Kursverluste, da die Technologieblase just ab März 2000 platzte. Zwar hatte der Berater der Bank den Analysebogen, das Formular - Angaben nach § 31 Absatz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) - ausgefüllt. Allerdings hatte der Bankangestellte die Inhalte der Fragen nicht ausreichend mit seiner Kundin besprochen. Er gab zu, die Fragen nach dem Erfahrungsstand der Kundin übergangen zu haben. Das war sein Verhängnis. Ein ausgefüllter und unterschriebener Finanzanalysebogen reiche als Beleg für eine ausreichende Anlageberatung nicht aus, entschieden die Richter. Umfang und Inhalt der Beratungspflicht seien von einer Reihe von Faktoren abhängig, die sich einerseits auf die Person des Kunden und andererseits auf das Anlageobjekt beziehen, hieß es in der Begründung des Urteiles weiter.


Deka Immobilienfonds

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Ein Skandal nach dem anderen

Seit Wochen erschüttert ein Korruptionsskandal offene Immobilienfonds. Es geht um Bestechung, Schmiergeldzahlungen und Korruption. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen rund 50 Personen, Banker, Architekten, Makler - deutschlandweit. Besonders betroffen sind die Deka-Immobilienfonds. Zwei ehemalige Geschäftsführer der Deka-Immobilien-Investment und der DB-Real-Estate sitzen in Haft. Ihnen wird vorgeworfen, Objekte zu teuer erworben zu haben, zum Schaden der Anleger. So ist es denkbar, dass bei einigen Grundstücksgeschäften offensichtlich Makler eingeschaltet wurden, obwohl sich Käufer und Verkäufer über die Objekte schon einig waren. Die unberechtigterweise gezahlte Provision habe man sich dann geteilt, sagt die Staatsanwaltschaft. In einem anderen Fall soll Ex-Deka-Immobilien-Chef Koch aus einem Bieterverfahren für eine Immobile ausgestiegen sein und dafür Schmiergeld bekommen haben. Das Objekt, um das es vermutlich geht, ist der „Abraham Lincoln Parc 1“ in Wiesbaden, das damals für rund 82 Millionen Euro an die DB-Real-Estate verkauft wurde. Wieder zum Schaden der Anleger, denen eine lukrative Immobile durch die Lappen ging.

Imageschaden, Mittelabflüsse, Liquiditätsengpässe

Diese Entwicklungen führten dazu, dass Anleger aus dem auf Deutschland ausgerichteten Deka-Immobilienfonds seit Jahresanfang mehr als 1,7 Milliarden Euro abzogen, Tendenz steigend. Mit dem Ergebnis, dass die gesetzlich vorgeschriebene Quote von mindestens fünf Prozent an liquiden Mitteln im Fonds in Gefahr geriet. Um Notverkäufe bei ihren Immobilien zu verhindern, beschloss der Verwaltungsrat der Deka-Bank Anteile an dem Fonds notfalls in unbegrenzter Höhe in den eigenen Bestand zu übernehmen. Zudem wird die Deka-Bank sich im Skyper einmieten, einem der neuen und nur schwer vermietbaren Hochhäuser in Frankfurt, den ihre Fondsgesellschaft für 480 Millionen Euro errichtet hat. Gleichzeitig wurde veranlasst, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte die Wertansätze der Immobilien auf ihre Plausibilität hin überprüfe. Mit erschreckenden Ergebnissen. So brachten die Wirtschaftsprüfer Bewertungslücken wegen nahezu unvermietbarer Gebäude ans Licht. Mit dem Ergebnis, dass die Verkehrswerte von Objekten des Deka-Immobilienfonds um 512 Millionen Euro unter den von den Gutachtern der Bank ermittelten Werten lagen. Daraufhin feuerte Deka-Bank-Chef Axel Weber drei Geschäftsführer der Deka-Immobilen-Investment: Willi Alda, Andreas Schreurs und Jochen Ackermann. Sie wussten seit April diesen Jahres, dass es eine Wertdifferenz von um die 500 Millionen Euro gibt, hatten jedoch den Vorstand und die Aufsichtsgremien nicht informiert.

Mangelnde Transparenz

Zudem beschlossen die Deka-Chefs, dass ihre Immobilienfonds in Zukunft transparenter und besser gesteuert werden sollen. Vorwürfe, die Experten offenen Immobilienfonds schon lange machen, und deswegen verbindliche Veröffentlichungsrichtlinien fordern. So würden die Gesellschaften zum Beispiel die Öffentlichkeit zu wenig darüber informieren, zu welchem Preis sie ein Gebäude erwerben und zu welchem Preis sie es verkaufen. Fortsetzung folgt sicher.


Stimmung trübt sich weiter ein

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Immer weniger Anlageberater bezeichnen die aktuelle Absatzlage bei Publikumsfonds als gut. Vor allem die Euphorie, die noch am Jahresanfang herrschte, hat sich deutlich gelegt. So lautet das Fazit des aktuellen Robeco Advisor`s Monitor (Berechnung siehe Kasten). Konkret bedeutet das: Nur noch knapp jeder dritte Anlageberater rechnet für die kommenden sechs Monaten mit steigenden Absatzzahlen. Am Anfang des Jahres waren es noch mehr als doppelt so viele. Schuld daran, sagen die Berater, ist vor allem der schlechte Absatz von Aktienfonds.

Und das in Folge. Denn bei Aktienfonds haben sich sowohl das Absatzklima als auch die Zukunftserwartungen zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Mit dem Ergebnis, dass derzeit lediglich neun Prozent der Befragten von einem „guten“ Absatz sprechen. Noch schlechter beurteilen die Berater die Lage bei den Hedgefonds. Lediglich sechs Prozent der Befragten sind zufrieden und reden von einem „guten“ Absatz der Hedgefondsprodukte. Festzustellen hier ist jedoch auch, dass sich dieser auf einem niedrigen Niveau stabilisieren konnte. Ein anderes Bild zeigt sich bei Geldmarkt- und Rentenfonds. Zwar haben beide Fondsarten in der Lageeinschätzung kleine Rückschläge hinnehmen müssen, die Zukunftserwartungen hingegen sehen optimistisch aus und sind bei beiden gestiegen. Eindeutige Verlierer sind derzeit offene Immobilienfonds. Und das nicht erst nach den Skandalen in der nahen Vergangenheit. Nein, bei ihnen geht es seit Monaten abwärts. Das Ergebnis daraus ist: Sie befinden sich mittlerweile im Rekordtief, mit der Folge, dass auch die Einschätzung des Absatzes für die kommenden sechs Monaten zunehmend negativer wurde, vor allem in den vergangen Monaten. So erwarten mittlerweile 28 Prozent der Befragten eine sinkende Nachfrage.

Die Summe der Einschätzungen führt dazu, dass der Gesamtindex BSI (Berater Sentiment Index) zum ersten Mal seit seinem Bestehen mit einem Wert von 99 Punkten unter den Startwert von 100 gefallen ist. Das ist sein 16-Monatstief. Und zwar deshalb, weil die Anlageberater sowohl eine Verschlechterung der Einschätzung der aktuellen Lage als auch der künftigen Erwartungen festgestellt haben. So beurteilten im August nur noch 25 Prozent der Befragten ihre Lage mit einem „gut“. Das ist ein Rückgang von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Ein noch schlechteres Bild ergibt sich für die Zukunftserwartungen. Lediglich 31 Prozent der Befragten glaubten im August an einen steigenden Fondsabsatz im nächsten halben Jahr. Im Vormonat waren das immerhin noch 40 Prozent - ein Rückgang von neun Prozent. Einzig positiv: Nichts desto trotz werden die Aussichten für die kommenden Monate immer noch besser eingeschätzt als die derzeitige Lage. Und die Zahl der Pessimisten, die eine sinkende Nachfrage erwarten, ist lediglich nur leicht auf fünf Prozent gestiegen.


FINANZWELT sprach mit Joseph Tse

Im Jahr des Affen

Ganz Asien steht nach dem chinesischen, 5.000 Jahre alten Mondkalender derzeit im Zeichen des "Affen". Glaubt man den Auguren, dann verheißt das "Jahr des Affen" einige Turbulenzen, viel Temporeichtum und Spannung. Gilt das auch für ein Investment in Asien? Finanzwelt sprach mit Joseph Tse, dem Fondsmanager des Fidelity Asian Special Situations Fund.

FINANZWELT: Herr Tse, sollte man jetzt in Asien investieren?
Tse: Auf jeden Fall! Und zwar aus mehreren Gründen: Einer davon ist der enorme Trend zum Outsourcing sowie die hohe Exportkraft Asiens. Nehmen wir China als Beispiel. Dieses Land hat große Outsourcing-Anteile dazu gewonnen, und das gleich von mehreren Seiten. Hierzu zählen andere asiatische Staaten wie Taiwan oder Korea, aber auch die USA und zunehmend sogar Europa. Ein weiterer Grund ist das massive Nachfragepotenzial, das in China steckt. Millionen Wanderarbeiter und Millionen Menschen auf dem Land sind dabei, ihren Lebensstandard zu verbessern, Güter nachzufragen und zu konsumieren. Und das nicht allein in China, sondern in ganz Asien. Hinzu kommt die rasante Entwicklung marktwirtschaftlicher Strukturen, die weitere enorme Potenziale schaffen. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Makrobedingungen im Gegensatz zu früher ebenso stark verbessert haben wie die Investitionsmöglichkeiten. Zudem sind die Bewertungen der Aktien meiner Meinung nach noch nicht zu hoch. » Weiter...


Das Teufelszeug

Hedgefonds – Königsklasse im Vertrieb

“Das „Teufelszeug“, wie Hedgefonds noch immer von Unwissenden und/oder Zweiflern bezeichnet werden, ist schon lange unerlässlicher Bestandteil eines optimal strukturierten Portfolios bei professionellen Vermögensberatern.”

In der Vergangenheit konnte man im Vertrieb zwei Gruppen von Akquisiteuren unterscheiden: die Spezies des Versicherungsvertriebsmenschen und die des Fondsvertriebsmenschen. Seit diesem Jahr ist die Gattung der Vertriebler durch ein neues, hoffnungsvolles Talent reicher. Der Hedgefondsberater ist auch in Deutschland aus der Taufe gehoben worden und fortan auf der Suche nach Anlegern. Erstmals seit Januar 2004
dürfen auch deutsche Anleger ihr Geld in Hedgefonds anlegen. Im Rahmen des Investmentmodernisierungsgesetzes
dürfen die in der Vergangenheit meist gebeutelten Anleger die neue Anlageklasse für sich nutzbar machen: Gewinne in jeder Börsenphase. » Weiter...


„Wir leben alle in Amerika...

Europa, hast du es besser?

... Amerika ist wunderbar“, heißt es übersetzt in einem aktuellen Rocksong. Nach diesem Motto handeln im übertragenen Sinne sicher viele Investoren und legen ihr Geld deswegen in den USA und nicht in Europa an, weil sie an die uneingeschränkte Lokomotivfunktion der amerikanischen Wirtschaft und die Leitfunktion der amerikanischen Börse glauben. Dafür gab und gibt es auch sicherlich gute Gründe.

So wuchs die US-Wirtschaft in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich um ein Prozent stärker als in Europa, 2003 lag die Wachstumsrate des US-Bruttosozialproduktes sogar rund 30 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Die Amerikaner arbeiten länger, haben eine höhere Beschäftigungsquote, sind flexibler, unbürokratischer und vieles mehr. Somit könnte man eigentlich weiter glauben, die Welt sei in Ordnung und Amerika wunderbar. Doch weit gefehlt, denn mittlerweile glauben immer mehr Experten, dass die europäischen Aktienmärkte im Jahr 2005 die US-Börsen im Rennen um die Gunst der internationalen Anleger überholen können. » Weiter...


FINANZWELT sprach mit Dr. Joachim Berlenbach über Edelmetalle

Der Golden Boy

Es gibt noch Golden Boys, sogar ausgezeichnete. Einer von ihnen, wenn nicht sogar der Golden Boy, ist Dr. Joachim Berlenbach. Grund: Der promovierte Wirtschafts- und Strukturgeologe ist Goldexperte und erhielt dafür schon mehrere Auszeichnungen. So wurde er sowohl im Jahr 2001 als auch im Jahr 2002 von Financial Mail als bester südafrikanischer Analyst in der Kategorie "Gold" preisgekrönt. Merrill Lynch verlieh ihm zudem 2002 den Titel "Bester globaler Goldanalyst." 2003 gründete Dr. Berlenbach mit seinem Partner Markus Bachmann Craton Capital mit Sitz in Johannesburg in Südafrika und am 14.11.2003 legten sie den Craton Capital Precious Metal Fund auf. Der Fonds investiert jedoch nicht nur in Goldwerte, sondern auch in Edelmetalle wie Silber, Platin, Palladium und Rhodium. Zudem darf der Fonds maximal ein Drittel in Fremdaktien wie Kohle- und Ölaktien investieren, oder, wenn es keine attraktiven Anlagen gibt, ein Drittel Cash halten. Obwohl der Fonds noch relativ jung ist, bekam er auch schon die erste Auszeichnung. So wurden die zwei Fondsmanager vom Dachfondsmanager Eckhard Sauren - “Wir investieren nicht in Fonds - wir investieren in Fondsmanager” - mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet. Aufgrund des Alters eben nur die zweitbeste Platzierung. FINANZWELT sprach mit Dr. Joachim Berlenbach über Edelmetalle und seine Anlagephilosophie. » Weiter...


Wo investieren die Fondsmanager?

Somit scheinen die Zeichen für ein gutes europäisches Aktienjahr durchaus gegeben. Doch welche Unternehmen profitieren derzeit am meisten und welche Branchen favorisieren die Fondsmanager? „Wir suchen nach qualitativ hochwertigen Unternehmen, die deutlich unterbewertet sind. Mit qualitativ hochwertig meinen wir Unternehmen mit starken Bilanzen, einem guten Cashflow und einer attraktiven Kapitalrendite“, erklärt Fondsmanager Arbuthnott. So gehört zu den Top 10 Holdings des Fonds die französische Bank BNP Paribas, da Arbuthnott der Ansicht ist, dass sie über ein gutes Management, eine solide Geschäftsstrategie und ein diversifiziertes Einkommen verfügt. Zudem sei die Bewertung mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von ca. 10 im letzten Jahr attraktiv und das Unternehmen gibt den Anlegern das Kapital z.B. durch Aktienrückkäufe wieder.

ENI, das italienische Energieunternehmen, sei ebenfalls ein guter Titel, da das Unternehmen ein attraktives Wachstumsprofil bietet, die Bewertung mit einem KGV von ca. 11 relativ günstig ist und eine Dividendenrendite von ca. 5 % gezahlt wird. „Eine weitere Position im Portfolio ist das niederländische Post- und Logistikunternehmen TPG. Das Unternehmen hat einen guten Cashflow und eine attraktive Kapitalrendite. All diese Titel haben wir schon seit einiger Zeit im Depot. BNP und ENI schon über drei Jahre, TPG seit anderthalb Jahren“, erklärt der Fondsmanager weiter.

Thilo Schmidt hingegen kombiniert in seinem Fonds zwei Strategien. Rund 70 Prozent der Mittel des Meag EuroInvest investiert er in Value-Werte. Dazu sucht er Aktien aus, die neben ausreichender Liquidität unterbewertet erscheinen, eine überdurchschnittliche Dividendenrendite aufweisen und qualitativ ins Portfolio passen. Im Moment favorisiert Schmidt Automobil-, Rohstoff- und Chemieaktien. Die anderen 30 Prozent des Fonds wird nach der Momentum Strategie gemanagt, die auf Trends abzielt. Dazu sucht Schmidt nach Werten, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu den am stärksten steigenden Aktien zählen, da er der Ansicht ist, dass solch ein Trend noch eine gewisse Zeit andauern wird.

Und Susannah Lloyd, die Teamchefin des Baring European Small/Mid Cap Teams in London glaubt weiter an europäische Nebenwerte „Wir glauben weiterhin, dass die Investmentchancen für Europäische Small/Mid Caps gut sind - aus mehreren Gründen: Bei europäischen Nebenwerten sind die Marktineffizienzen immer noch sehr ausgeprägt: Aktien werden oftmals von den Brokern nicht richtig eingeschätzt und im Brokerresearch schlecht abgedeckt. Im Zuge der Baisse im Aktienmarkt haben viele großer Brokerhäuser ihr Research im Nebenwertebereich reduziert. Dies erhöht das Risiko für ein Mispricing der Aktien im Markt. Da die Assetklasse eine relativ geringe Liquidität aufweist, sind zudem Hedgefonds-Manager in der Regel zurückhaltend, Nebenwerte "short" zu positionieren, was dazu beiträgt, dass die Small/Mid Caps im Vergleich zu den Large Cap-Werten eine Outperformance erzielen können.“



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