John Templeton gestorben
John Marks Templeton, einer der größten Investoren der vergangenen Jahrzehnte, ist im Alter von 95 Jahren in Nassau auf den Bahamas an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Nach der Gründung des Templeton Growth Fund im Jahr 1954, der vielen Amerikanern erstmals die Chance gab, in ausländische Firmen zu investieren, machte Templeton vor allem durch seine weltweite Sicht der Dinge auf sich aufmerksam. Templeton verdiente sein erstes großes Geld an der Wall Street als Schnäppchenjäger von finanziell schwer angeschlagenen Firmen. Als Pionier der globalen Diversifizierung des Anlagevermögens genoss er bald die volle Anerkennung in der Finanzbranche. Seine zentralen Erfolgsrezepte: Disziplin haben, Angst vermeiden. Nach dem Verkauf seiner Kapitalanlagegesellschaft im Jahr 1992 trat der vermögende Investor vor allem als Gründer der Templeton Stiftung und als Philanthrop in Erscheinung. 1978 wurde er von Queen Elizabeth für seine Verdienste ausgezeichnet: Sie schlug den britischen Staatsbürger zum Ritter.