Interview mit Stephan Huss, Sascha Müller und Erik Waßmann
Kalkulation statt Spekulation
Primus ValorPrimus Valor hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative und ertragreiche Investitionsangebote zu konzipieren und am Kapitalanlagemarkt zu etablieren. Interview mit der Geschäftsleitung des Mannheimer Emissionshauses Primus Valor.
finanzwelt: Ihr Emissionshaus hat sich auf Wohnimmobilien aus Sondersituationen spezialisiert. Seit letztem Jahr befassen Sie sich zudem mit Solaranlagen. Sehen Sie sich dort auch in Zukunft?
Waßmann: Wir haben uns bewusst für Deutschland und für konservativ kalkulierbare und nachvollziehbare Investitionsobjekte entschieden. Gerade in der aktuellen schwierigen Marktlage fahren wir damit sehr gut. Es gab Zeiten, da waren wir mit unserem Angebot, speziell im Wohnimmobilienbereich, für einige zu unattraktiv. Momentan erleben wir jedoch einen akuten Wertewandel in Richtung Sicherheit und Nachhaltigkeit. Daran muss sich zukünftig aus unserer Sicht jedes Angebot messen lassen.
finanzwelt: Ihre Immobilienfonds aus der Serie „ImmoChance Deutschland“ verfolgen eine spezielle Anlagepolitik.
Huss: Ja, wir erwerben ausschließlich Wohnobjekte aus Sondersituationen, sprich aus Privatinsolvenzen oder freihändigen Verkauf. Die günstigen Einstiegspreise ermöglichen eine ansehnliche Ausschüttung unter Beibehaltung der stillen Reserven. Insofern sind wir mit unserem Konzept „ImmoChance Deutschland“ nicht auf kurzfristige Spekulationsgewinne angewiesen.
Müller: Neben dem günstigen Erwerb bemühen wir uns über die gesamte Fondslaufzeit um eine professionelle Aufwertung und Verwaltung.
finanzwelt: Haben Sie mit dem Blindpoolkonzept des Fonds besondere Überzeugungsarbeit zu leisten?
Huss: Anfänglich hatten wir recht viel Überzeugungsarbeit zu leisten und waren auf Vertrauensvorschuss angewiesen. Mittlerweile können wir auf unsere zahlreichen Referenzen verweisen.
finanzwelt: Die Branche der geschlossenen Fonds sucht nach neuen Wegen aus der Krise. Worauf wird es aus Ihrer Sicht ankommen?
Waßmann: Geschäftsmodelle, die auf ständiges Wachstum setzen oder verschachtelte Konstruktionen nutzen, gehören abgeschafft. Wer in Zukunft wieder in nachvollziehbare und in konservativ kalkulierbare Kapitalanlagen investiert, hat gute Chancen, als Emissionshaus attraktive Produkte an den Markt zu bringen. Auch in Zukunft wird der Branche eine große und wichtige Bedeutung bei der Eigenkapitalbeschaffung für die Wirtschaft zukommen.







