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Dem Geld folgt der Film
Die deutschen Medienfonds-Anbieter haben in 2003 ca. zwei Milliarden Euro eingeworben. Vor dem Hintergrund des schlechten wirtschaftlichen Umfeldes und der Verunsicherungen durch das BMF ist dies eine Leistung, auf die die Branche stolz sein kann.
Um daraus rentable Fonds zu schaffen, müssen die Gelder der Anleger genau in diesen Tagen in erfolgreiche Filme umgesetzt werden. In einer idealen Welt wird derzeit Drehbüchern der letzte Schliff gegeben, Produktionsdienstleister beginnen mit den Dreharbeiten, die Auswertung der noch herzustellenden Filme wird vorbereitet, Garantiestrukturen entstehen.
Nur gelten im anglo-amerikanisch geprägten Filmgeschäft andere Regeln als vor der eigenen Haustüre. Dabei entstehen spezifische Probleme, von denen wir einige exemplarisch herausgegriffen haben.
> Das Budget: Auf die Größe allein kommt es nicht an
Wie in jedem anderen Handelsgeschäft auch, heißt es im Filmgeschäft günstig einkaufen und teuer verkaufen. Dies bedeutet die Budgets realistisch zu halten, nämlich für eine bestimmte Art Film mit einer gegebenen Besetzung möglichst günstig. Es bedeutet nicht, am falschen Ende zu sparen und einen künstlerisch und technisch billig wirkenden Film zu produzieren, der faktisch wertlos ist. Aber auch nicht verschwenderisch zu arbeiten, denn der Film muss sich rentieren. Hier ist entscheidend, dass der Fonds über hervorragendes, international erfahrenes Produktionspersonal verfügt, das dies bewerten kann.
Es überrascht denn manchmal schon, wenn man – wie in einem konkreten Fall – feststellen muss, dass ein bestimmter Film in der Branchenpresse mit einem Budget genannt wurde, und wenige Monate danach – völlig unverändert – in einem Fondsprospekt mit dem doppelten Budget wieder auftauchte.
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