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Interview mit Dr. h. c. Josef Beutelmann

Kein Kinderspiel

Beim Thema Kinderpolicen streiten sich die Experten. finanzwelt sprach hierzu mit Barmenia Vorstand Dr. h. c. Josef Beutelmann.

finanzwelt: Ist das Thema Kinderpolicen in Zeiten der Bankenkrise überhaupt noch en vogue?

Beutelmann: Kinder sind das schwächste Glied unserer Gesellschaft und müssen besonders geschützt werden. Aus meiner Sicht stellt sich die Frage nicht, ob Kinderpolicen in der Bankenkrise noch en vogue sind. Tatsache ist, dass Kinder bei Unfällen nur im Kindergarten bzw. in der Schule sowie auf dem direkten Wege dorthin und nach Hause gesetzlich versichert sind. In der Freizeit sind sie nicht abgesichert. Auch sind die Kinder nicht bei Invalidität durch Krankheit abgesichert. Hier besteht also ein großer Bedarf an Vorsorge.

 

finanzwelt: Wie hat sich denn Ihre Kinderpolice KISS in den letzten Jahren am Markt bewährt?

Beutelmann: Unser Kinder-Invaliditäts-Sorglos-Schutz (KISS) wurde im Jahr 2004 mit dem Innovationspreis von Capital ausgezeichnet. Drei Jahre nach dieser Auszeichnung wurde KISS von Öko-Test zum Testsieger erklärt. Diese Versicherung war auch im Jahr 2008 ein von den Kunden gut angenommenes Produkt. So konnten wir gegenüber 2007 zweistellige prozentuale Zuwachsraten beim Abschluss von Neuverträgen verzeichnen. Sie sehen also, dass der Bedarf von den Kunden erkannt und auch gedeckt wurde.

 

finanzwelt: Auf welche Schwerpunkte setzt denn KISS? Sie unterstützen ja beispielsweise auch die Eltern mit der Kinderpolice.

Beutelmann: KISS leistet bei Invalidität durch Unfall und Krankheit. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber den schon lange am Markt erhältlichen Kinder-Unfallversicherungen, die in der Regel bei Invalidität durch einen Unfall leisten. Es ist richtig, dass wir im Ernstfall die Eltern mit Leistungen unterstützen, die über die finanzielle Leistung hinausgehen. Hier kooperieren wir mit dem Beratungsdienst ReIntra, ein Spezialist auf dem Gebiet des Rehabilitations-Managements. Bei einer erwarteten Invalidität ab 50 % kümmert sich ReIntra mit medizinischem Fachwissen und Fingerspitzengefühl um das Kind - mit dem Ziel, die drohende Invalidität noch abzuwenden oder ihm trotz Invalidität ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Hilfe geht soweit, dass ReIntra eine Therapie und Rehabilitationsplätze für das Kind organisiert und es durch die nächsten Jahre begleitet, bis hin zu einer möglichst vollständigen medizinischen und sozialen Reintegration. Unser Produkt hat darüber hinaus noch zwei besondere Highlights zu bieten: Erstens sind Kinder bereits ab der 6. Lebenswoche versicherbar und zweitens sind alle angeborenen Krankheiten, die bei Vertragsabschluss noch nicht erkannt wurden, mitversichert.

 

finanzwelt: Wer ist die eigentliche Zielgruppe einer Kinderpolice für den Vertrieb? Eltern oder Großeltern?

Beutelmann: Grundsätzlich können Eltern sowie Großeltern den Kinder-Invaliditäts-Sorglos-Schutz abschließen. In der Regel sind es jedoch die Eltern, die die Verantwortung für das Kind tragen und sich somit um die Absicherung des Kindes für den Ernstfall kümmern. Dennoch sind manche Eltern sogar froh, wenn die Großeltern oder die Paten nicht nur Spielsachen für das Kind kaufen, sondern KISS für das Kind vereinbaren.

 

finanzwelt: Manche Verbraucherschützer behaupten, dass Kinderpolicen unübersichtlich seien. Wie stehen Sie zu dieser Äußerung?

Beutelmann: Sie haben Recht, wenn der Interessent alleine gelassen wird und er vor einem für ihn scheinbar unüberwindbaren Berg von Informationen steht. Hier ist die individuelle Beratung unabdingbar, bei der die jeweilige persönliche Situation des Interessenten berücksichtigt wird. Dabei helfen uns der eigene Außendienst und unsere unabhängigen Vertriebspartner.

 

(Das Gespräch führte Marc Oehme)


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