Hauptnavigation & Suche:

Unternavigation:


Zurück zur Übersicht

Nur das Beste für Ihr Kind!

Kinderpolicen

Laut Statistischem Bundesamt sind die Ausgaben für ein Kind in Deutschland zwischen 1998 und 2003 um 10,7 % gestiegen, und auch für den Zeitraum nach 2003 wird mit einer Steigerung der Ausgaben gerechnet. Gerade die Aufwendungen für den Versicherungsschutz oder die Vorsorge für die Kinder sind seit 1998 überproportional angestiegen. Die Nachfrage nach bedarfsorientierten Kinderpolicen ist somit vorhanden, aber auch das Angebot?

Ein Kinderspiel... ist es sicherlich nicht, wenn Eltern nach einer bedarfsorientierten Absicherung für ihre Sprösslinge suchen. Gibt es doch eine breite Angebotspalette von speziell auf die „Kleinsten“ zugeschnittenen Produkten, die von reinen Unfall- oder Invaliditätsabsiche über fondsgebundene Renten-, Berufsunfähigkeits- (BU), Ausbildungsund Haftpflichtversicherungen bis hin zu „Komplettangeboten“ reichen. Hierbei verliert Mama, Papa, Oma oder Opa schnell den Überblick und lässt am Ende aus Vereinfachungsgründen gleich den Abschluss einer entsprechenden Police. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der bei der Suche einen guten Berater an seiner Seite hat. Dr. h. c. Josef Beutelmann, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen: „Durch die Vielseitigkeit der Angebote kann der Verbraucher seinen individuellen Bedarf decken. Wichtig dabei ist, dass er die Möglichkeiten, die ihm der Markt bietet, kennt. Eine individuelle Beratung durch einen Fachmann spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund stehen dem Kunden unsere Berater als persönliche Ansprechpartner zur Seite. Gemeinsam wird der Bedarf des Kunden ermittelt, um anschließend das optimale Versorgungskonzept für sich und sein Kind festzulegen."

Laut Lilo Blunck, Sprecherin des Vorstandes der Bund der Versicherten, gibt es „eine Reihe von Versicherungen mit Schwerpunkten wie Krankheit, Unfall, BU oder Ansparen von Geld. Jede Gesellschaft schnürt ein anderes Leistungspaket mit mehr oder weniger sinnvollen Zusatzleistungen.“ Die Kritik der Verbraucherschützer bezieht sich insbesondere auf die am Markt für Kinderpolicen angebotenen Kombinationsprodukte. „Die Produkte von mehreren Versicherungen aus den Bereichen Renten-, Unfall- und Krankenversicherung werden als ganzheitliche Versicherungslösung präsentiert. Da sie mit mehreren Versicherungsbedingungen versehen werden müssen, leidet im Regelfall die Transparenz“, so Ansgar Eckert, Bereichsleiter Marketing der WWK Versicherungen.

Viele Versicherer haben daher reagiert und bieten einen modularen Produktaufbau an, z. B. WWK, Nürnberger oder uniVersa. „Die verschiedenen, auf die speziellen Bedürfnisse ausgerichteten Bausteine sollten einzeln abschließbar sein. Der modulare Aufbau erhöht die Flexibilität und die Transparenz des Versicherungsschutzes“, so Eckert. Der Umfang des Versicherungsschutzes ist dabei in erster Linie abhängig von der jeweiligen Lebenssituation des Kunden sowie seiner Ziele und liegt somit in seinem persönlichen Ermessen. „Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass fehlende bzw. reduzierte gesetzliche Leistungen bei Unfall (Freizeitunfälle nicht abgedeckt), später bei Rente sowie bei Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eine private Vorsorge zwingend notwendig machen“, erörtert Jürgen Hansemann, Direktor Produktförderung Konzern der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE.

Verbraucherschützer erachten folgende Sparten bei Kinderpolicen als wichtig: Unfall-, BU- und eine Kinderinvaliditätsversicherung. Nicht empfehlenswert sei die Ausbildungsversicherung, bei der es nur ums Geldansparen geht. „Da gibt es bessere Anlageformen“, so Blunck. Das wichtigste Thema ist also der Risikoschutz, da hier die gesetzlichen Sicherungssysteme in vielen Fällen nur unzureichend greifen. Bei Krankheiten ist ein Kind zwar über die Eltern versichert, aber was passiert bei möglichen und langfristigen Folgen einer Erkrankung (z. B. Behinderung) oder Unfällen? „All dies kann sehr teuer werden und ist ohne eine leistungsfähige Absicherung teilweise nicht mehr zu bezahlen. Für diese Fälle bietet Canada Life mit der Schwere Krankheiten Vorsorge, einem Dread Disease Tarif, und der Grundfähigkeitsversicherung innovative und verständliche Produkte zur Absicherung der ganzen Familie“, so Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement bei Canada Life. Eine Unfallversicherung schützt rund um die Uhr und zahlt einen Einmalbetrag, eine Rente oder eine Kombination aus beidem. Die Kinderinvaliditätsversicherung kann erst ab dem 1. Lebensjahr abgeschlossen werden und endet häufig mit dem 18. Lebensjahr. Sie zahlt bei Krankheit oder Unfall einen Einmalbetrag, eine Rente oder eine Kombination aus beidem. Ein Problem, laut Blunck: „Die Kapitalzahlung kann nicht ausreichend hoch vereinbart werden.“ Ein weit verbreiterter Irrtum ist, dass man nur das Gehalt absichern sollte, das bereits erzielt wird. Warum? Kinder und Schüler-/innen haben fast noch ihr komplettes Leben vor sich. Der Wegfall eines zukünftigen Gehaltes wäre laut AXA noch fataler als bei einem 30-Jährigen, da der zu überbrückende Zeitraum ohne Gehalt noch größer ist. Da kommen leicht Millionenbeträge zusammen, die durch den frühen Abschluss einer BU abgefedert werden können (Bsp.: Durchschnittseinkommen 30.000 Euro über eine Laufzeit von 40 Jahren = 1,2 Mio. Euro). Mit der Kinder-BU kann eine Grundabsicherung mit laufender monatlicher Rente geschaffen werden. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem das Kind in der Regel zuschlagsfrei versichert werden kann. Wird als Überschusssystem der so genannte Investmentbonus gewählt, so erhält der Versicherte am Ende der Laufzeit auch noch eine steuerfreie Kapitalzahlung (Beispiel AXA: Eintrittsalter 8 Jahre, versicherte BURente 750 Euro; Laufzeit bis Endalter 65 Jahre = ca. 293.000 Euro bei 8 % Wertentwicklung).

Was viele Verbraucherschützer jedoch kritisieren, ist, dass langfristige Kapitalanlagen auf Versicherungsbasis – wie eine (fondsbasierte) Rentenversicherung plus Risikoschutz – nicht lohnenswert sind. Einzig der notwendige Risikoschutz sollte laut Verbraucherschützer abgesichert werden. Die demographische Bevölkerungsentwicklung führt jedoch dazu, dass noch nie eine Generation fürs Alter so viel sparen musste wie heute unsere Kinder. „Je früher damit begonnen wird, desto weniger finanzieller Aufwand ist dafür erforderlich. Soll z. B. zum Rentenbeginn mit 65 Jahren ein Endkapital von 100.000 Euro verfügbar sein, reicht für ein neugeborenes Kind eine monatliche Sparrate von 18 Euro bei einem Zins von 5 % aus. Wer erst mit 30 Jahren zu sparen beginnt, muss schon 90 Euro (das 5fache) aufwenden, um das gleiche Sparziel zu erreichen. Deshalb empfehlen wir Eltern, den `Zinseszinseffekt ´ so früh wie möglich zu starten“, erklärt Matthias Merkel, Leiter Marketing und Vertrieb bei der uniVersa Versicherung.

Wie demnach für die späteren Versorgungslücken der Sprösslinge vorgesorgt wird, bleibt den Eltern überlassen – Kinderpolicen können hier ein Baustein sein, nur für den Risikoschutz sind sie mehr als das.

(Marc Oehme)


Zusatz-Informationen:

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

finanzwelt für unterwegs: Die neue finanzwelt-App bringt Ihnen die wichtigsten News des Tages auf Ihr Handy.

finanzwelt-App

finanzwelt.tv

Film: Alle Filme ansehen

Abo-Bestellung

Bestellen Sie die nächste Ausgabe der finanzwelt.

Jetzt abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie ab jetzt unseren kostenlosen finanzwelt-Newsletter.

Newsletter abonnieren

Fußzeile: