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Interview mit Tobias König

König & Cie. blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2004 zurück

Das Hamburger Emissionshaus König & Cie. blickt auf ein äußerst zufrieden-stellendes Jahr 2004 zurück. Mit im Portfolio waren und sind deutsche und englische Zweitmarktpolicen. FINANZWELT sprach mit Tobias König, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der König & Cie GmbH & Co. KG, über seine Einschätzung des Lebensversicherungszweitmarktes.

FINANZWELT: Ihr Haus gilt als äußerst innovativ und wir hätten erwartet, dass bereits vor gut einem Jahr ein Fonds mit amerikanischen Zweitmarktpolicen von Ihnen angeboten würde. Sie waren aber einer der ersten Anbieter mit einem deutschen und einem britischen Policenfonds. Warum?
König: Wir haben die US-amerikanischen Policenfonds aufmerksam beobachtet, sind aber bisher auf kein vollständig überzeugendes Konzept gestoßen. Wenn die bestehenden Konzepte der US-Fonds eine gewisse Sicherheit für den Anleger bieten könnten, wären wir allerdings auch diesem Markt gegenüber aufgeschlossen. Hinzu kommt ja auch noch das ungelöste Steuerproblem. Wir meinen, dass das Angebot von geschlossenen Fonds mit deutschen und britischen Lebensversicherungspolicen eine sinnvolle Erweiterung unserer bisherigen Produktpalette darstellt. Die Fonds sind eine ideale Beimischung zur Risikodiversifikation des Anlegers und bieten eine positive Renditeerwartung sowie ein nachhaltiges steuerliches Konzept. Nach dem guten Erfolg des ersten Fonds mit deutschen Kapital-LV Policen in 2004 sind wir gegenwärtig mit zwei Fonds am Markt, die in der Grundstruktur ähnlich aufgebaut sind, sich aber hinsichtlich des Investitionsschwerpunktes (England und Deutschland), der Renditeerwartung und im Chancen- und Risikoprofil voneinander unterscheiden.

FINANZWELT: Was spricht für britische Kapitallebensversicherungen?
König: Der britische Lebensversicherungsmarkt ist der größte Europas und hat eine mehr als 200-jährige Tradition. Der Zweitmarkt für Kapitallebensversicherungen bzw. Traded Endowment Policies (TEPs) ist etabliert und wird durch gute und erfahrene Market Maker organisiert, die eine langfristige positive Leistungsbilanz vorweisen können. In Großbritannien werden jährlich Policen im Wert von mehreren Milliarden britischen Pfund vorzeitig zurückgegeben bzw. verkauft, insgesamt werden ca. 75 Prozent aller abgeschlossenen Verträge nicht bis zu ihrem vertraglichen Laufzeitende gehalten, was positive Effekte für die Größe des Gesamtmarktes und den Zugang zu bzw. für das Investment in TEPs ermöglicht. Die Renditen und die Sicherheit britischer Kapitallebensversicherungen waren in der Vergangenheit zudem immer hochattraktiv.

FINANZWELT: Welche Sicherheiten bieten Sie – auch im Hinblick auf Währungsrisiken?
König: In den Versicherungspolicen sind verschiedene Rückzahlungsbestandteile bei Ablauf der Versicherungsdauer vertraglich garantiert und abgesichert. Auf dieser Basis lässt sich das Risiko eines Investments in TEPs gut überschauen. Hinsichtlich des möglicherweise negativen Kursverhältnisses kann auf Basis des bis zur Schließung des Fonds eingeworbenen Eigenkapitals eine Währungsabsicherung Britische Pfund zu Euro durch eine deutsche Großbank vorgenommen werden.

FINANZWELT: Derzeit stehen die Rückkaufswerte nicht besonders gut da. Wie sehen Sie die Entwicklung?
König: Sie haben recht: In den letzten drei Jahren, wurden die Rückkaufswerte für Kapitallebensversicherungen und in der Folge auch die Kaufpreise für TEPs aufgrund der schwachen Aktienmärkte deutlich zurückgenommen. Im Augenblick besteht dadurch allerdings ein extrem günstiger Zeitpunkt, um TEPs mit guten inneren Werten und einmaliger Sicherheitsgarantie zu erwerben. Auch bei eher seitlich tendierenden Aktienmärkten lassen sich derzeit gute Renditen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsprofil erzielen.

FINANZWELT: Kommen wir zum eigentlichen Angebot. Können Sie das in wenigen Sätzen zusammenfassen?
König: Unser Fonds Britische Leben GmbH & Co. KG hat ein Kapital von 35 Millionen Euro und wird aktiv gemanagt. Wir planen den Erwerb von ca. 3.000 Policen mit mittel- bis langfristigen Laufzeiten von 10-30 verschiedenen Versicherungsgesellschaften, die sich jeweils im zweiten renditestarken Laufzeitabschnitt befinden. Der Kaufpreis der Policen liegt zwischen 5.000 und 300.000 Britischen Pfund. Der Fonds ist übrigens gewerblich geprägt, so dass die deutschen Anleger in den Vorteil der niedrigen Besteuerung aufgrund der Regelungen des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und England kommen. Bei diesem stark chancenorientierten Fonds erwarten wir für den Anleger eine Rendite in Höhe von ca. 8,7 % p.a. nach Steuern und Agio.


Das Hamburger Emissionshaus König & Cie. GmbH & Co. KG entwickelt und realisiert geschlossene Fonds in den Bereichen Zweitmarkt für Lebensversicherungen, Schifffahrt, Erneuerbare Energien und Auslandsimmobilienfonds. Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1999 wurden 41 Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,43 Milliarden Euro initiiert, für die Eigenkapital in Höhe von knapp 521,1 Millionen Euro eingeworben wurde. Das Unternehmen beschäftigt 60 Mitarbeiter. Eine jährlich erscheinende, testierte Leistungsbilanz dokumentiert den erfolgreichen Verlauf der bislang aufgelegten Fonds, die Bilanz für das Jahr 2004 erscheint im Sommer 2005. Mit der Website www.emissionshaus.com bietet König & Cie. die führende Internetplattform der Branche an.

Mit dem Fonds König & Cie. Deutsche Leben II bietet das Emissionshaus König & Cie. einen zweiten Fonds im Segment der deutschen Zweitmarkt-Policenfonds an.

Es ist geplant, dass die Fondsgesellschaft in ein breit diversifiziertes Portfolio aus 1.675 bestehenden, nicht fondsgebundenen deutschen Kapitallebens- und Rentenversicherungspolicen investiert, die über den deutschen Zweitmarkt angekauft werden sollen. Erworben werden ausschließlich Policen von renommierten deutschen Versicherungsgesellschaften. Der Fonds übernimmt die Policen im zweiten, renditestarken Laufzeitabschnitt, leistet die weiteren Prämienzahlungen für diese Policen bis zum Ende der Vertragslaufzeit und vereinnahmt die dann fälligen Ablaufleistungen.

Die Policen werden zu einem Betrag übernommen, der über dem von der Versicherungsgesellschaft genannten Rückkaufswert aber unter dem geschätzten inneren Wert der Police liegt. Der Anleger profitiert somit von dem Einkaufsvorteil des Fonds, von der Managementqualität der erfahrenen Partner und von dem bereits zu Beginn des Fonds bestehenden risikodiversifizierten Start-Up-Portfolio. Der Einkaufsvorteil führt zu einer Extrarendite, die der Fonds und damit der Anleger für sich vereinnahmen kann.

Die Sicherheit der Anlage resultiert daraus, dass der Anleger bei Auflegung des Fonds in ein zum Teil bestehendes diversifiziertes Portfolio investiert, das sich aus 314 Policen zusammensetzt. Das dem Vermögensaufbau dienende Kapital wird von den Versicherungsgesellschaften in einen Deckungsstock eingestellt, der als Sondervermögen verwaltet wird und in jedem Fall ausschließlich dem Versicherungsnehmer bzw. dem Fonds zur Verfügung steht. Dies gilt auch für den Fall, dass die Versicherungsgesellschaft insolvent wird, da das als Sondervermögen verwaltete Kapital dem Zugriff der Gläubiger entzogen wird.

Wie beim ersten Fonds mit deutschen Policen übernimmt die Münchener cash.life AG auch bei diesem Beteiligungsangebot die Beratung und den Erwerb der Policen, der nach vom Initiator vorgegebenen Kriterien erfolgt.

Anleger können sich ab einer Mindestzeichnungssumme von 10.000 Euro zuzüglich 5 % Agio an dem Fonds beteiligen. Prognostiziert wird eine nach dem internen Zinsfuß ermittelte interne Verzinsung in Höhe von ca. 6,37 % p.a. nach Steuern und Agio.

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