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Kommentar

Der Kommentar

Beinahe täglich erreicht uns eine „vertrauliche” Meldung, wer nicht schon wieder „platt” sein soll. Ganz besonders trifft es derzeit den deutschen Blätterwald aber auch die Internetdienste, die sich die Analyse von geschlossenen Fonds nicht nur auf die Fahnen sondern den Terminus Fonds auch in den Namen geschrieben haben. Die Anspielungen reichen von Zahlungsschwierigkeiten, über Kontenpfändungen bis zum Konkurs.

Zugestanden: Die Analyse von geschlossenen Fonds kann niemals völlig wertfrei sein. Wer sich ein wenig länger im Markt bewegt wird feststellen, dass immer noch an einem Rädchen gedreht werden kann, um das Angebot besser oder schlechter dastehen zu lassen. Und unter vorgehaltener Hand wird schon einmal kolportiert, dass man auch Einfluss nehmen könne auf die ein oder andere Analyse. Schließlich geht es ja um viel Geld. Für die Anbieter von Publikationen, Analysen oder Internetportalen zeigt sich folgendes Bild: Auf der einen Seite fehlen werbliche Umsätze, die das Unternehmen und die dahinter stehende Redaktions-Crew in die Lage versetzen würde, eine „saubere” Arbeit zu machen.

Auf der anderen Seite haben Initiatoren Bedenken, Ihr Produkt könnte im Verhältnis zum Mitbewerber, der ggf. einen bessern Zugang zur Presse und zu den Analysten hat, schlechter bewertet werden. Schließlich zeigt Beispiel Hunzinger/Scharping, dass in Deutschland alles möglich zu sein scheint, wenn ein PR-Berater, der Unternehmen der Waffenidustrie zum Kunden hat, für die „Einkleidung” des Verteidigungsministers Sorge trägt. Was lernen wir daraus?

Vielleicht wäre es gerade jetzt wichtig, dass die Branche lernt, dass ein Marketingetat zum professionellen Geschäft dazugehört. Getreu dem Motto: „Ein satter Hund beisst nicht!” wird so vielleicht ein Stückweit Aggressivität aus dem Markt genommen, was allen zu Gute kommt.



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