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Kommentar

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Nach Schätzungen werden derzeit rund 500 Mrd. Euro – am Staat vorbei - im Ausland geparkt. Doch Steuerflucht lohnt sich bald nicht mehr, denn die EU will ab 2004 Kapitalerträge grenz- überschreitend besteuern.

Mit schmerzhaften Konsequenzen für die Bürger, die diese Möglichkeit der „Steuerumgehung” derzeit nutzen: Nach Angaben des Bundesfinanzministers wird die Quellensteuer in Luxemburg, Belgien und Österreich ab 2004 zunächst 15 Prozent betragen, nach drei Jahren auf 20 Prozent steigen und ab 2010 auf stolze 35 Prozent erhöht. Auch die Schweiz, Liechtenstein, Andorra, San Marino und Monaco würden diese Steuersätze einführen.

Eine Sonderregelung gäbe es lediglich für die britischen Kanalinseln –aber, Hand auf`s Herz, lohnt der Aufwand fürs Fremdgehen wirklich noch? Dürfte in Anbetracht der international ausgeweiteten Datennetze nicht die zusätzliche Gefahr viel zu groß sein, doch noch an irgendeiner Grenze geschnappt zu werden?

Dies könnte die Stunde der qualifizierten Finanzdienstleister sein: Bereits vor mehr als zehn Jahren habe ich eine Beitragsserie zum Thema straffreie Steuerflucht geschrieben. So gibt es durchaus legale Anlagemöglichkeiten, die helfen, die Abgabenquote zu drücken oder steuerfreie Einkünfte zu erzielen. Hinzu kommt, dass es –je nach Abgabenquote –sinnvoller sein kann, seine Steuerlast zu begleichen und in renditeorientierte Anlagen zu investieren, statt noch den letzten Steuereuro einsparen zu wollen.



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