„Finanzdienstleistung braucht wesentlich mehr Austausch von Nachrichten”
Der Kommentar
Ich bin der festen Überzeugung, dass sich die Parameter der Kommunikation in den letzten ein bis zwei Jahren geändert haben. Dies betrifft sowohl die Anbieterseite wie auch die Journalisten. Während der Börsenhype konnte gar nicht genug Geld für Werbung ausgegeben werden. Dementsprechend fett besetzt waren die Redaktionen. Die Berichterstattung war in vielen Fällen fast schon euphorisch. Derzeit die umgekehrte Situation: das Anzeigengeschäft ist massiv rückläufig, die Redaktionen werden ausgedünnt. Viele interessante Themen des Anlagemarktes werden nur zögerlich angefasst, weil Zeit und Know-how fehlen, besonders aber, weil der Umfang vieler Zeitungen und Zeitschriften geschwunden ist.
Jetzt, wo Anbieter und Journalisten - aus beiderseitigen Existenzgründen - näher zusammen rücken, bewahrheitet sich der faire und ehrliche Umgang miteinander. Für die Anbieter ist eine faire Berichterstattung durch keine andere „Werbemaßnahme” zu überbieten. Zu diesem Ergebnis kommt aktuell die Fachhochschule Mainz als Ergebnis einer Befragung von 1200 Unternehmen. Fair ist es dann aber auch, die Existenzgrundlage der Journalisten durch geeignete, „echte” Werbemaßnahmen - beispielsweise in Form von Anzeigen - zu unterstützen.
Ihr Michael Oehme
Das Interview „Der Ausdruck der Persönlichkeit erreicht seine Erfüllung nur durch Kommunikation” mit Dorothee Schöneich und Michael Oehme in der Unternehmerzeitschrift „Visionaire” finden Sie hier.