Alle an Bord?
Schiffsfonds
Übergangsregeln sehen die Initiatoren von geschlossenen Fonds mit gemischten Gefühlen. Zum Einen bedeuten sie, dass wieder einmal steuerliche Anreize verloren gehen. Gleichzeitig liefern sie aber ein überzeugendes Verkaufsargument. In dieser Situation befinden sich - wieder einmal - die Anbieter von Schiffsfonds. Steuervorteile in der Investitionsphase und unmittelbar anschließend steuerfreie Ausschüttungen - dieses Kombimodell läuft aus.
Erweist sich die Übergangsregelung als Absatzturbo für die Schiffsfonds? Diese Frage richtete die Finanzwelt an die Initiatoren von Schiffsfonds. Nach einem Absatzrekord von 2,33 Milliarden Euro im Jahr 2003 braucht die Branche allerdings kaum einen Absatzturbo. Denn nicht Anlegergelder bilden den derzeitigen Engpass, sondern Schiffe, vor allem preisgünstige. Möglichst welche, die vor zwei Jahren zu den damaligen Preisen bestellt und jetzt abgeliefert werden.
Zu denen, die sich rechtzeitig Schiffe bestellt haben, gehört auch die Nordcapital. Das Neubauprogramm der zur Nordcapital Gruppe gehörenden Reederei E.R.Schifffahrt umfasst derzeit über 20 Containerschiffe. Hiervon werden 11 Einheiten im laufenden Jahr abgeliefert, die weiteren folgen in den Jahren 2005 bis 2007. Geschäftsführer Hans-Jürgen Kaiser-Blum betont jedoch, dass ein Neubauprogramm, wie es sich bei der E.R. Schifffahrt darstellt, sich „zuvorderst nach der Nachfrage der Liniendienste und nicht nach möglicherweise steuerbegünstigten Finanzierungen orientiert.“ Zumindest in der Containerschifffahrt sieht das Haus gute Perspektiven, um künftig attraktive Beteiligungsangebote für Privatanleger zu entwickeln. » Weiter...