„Müssen, dürfen und können Sie lernen?!“
Michigan State University und Wirtschaftsakademie Köln kooperieren
Seit sich bei den Finanzdienstleistern herumgesprochen hat, dass Qualifizierung benötigt wird, stellt sich nun die Frage, welche Weiterbildungsmaßnahme ist die Richtige für welchen Typ? Hierbei sind alle Maßnahmen gemeint, die zur Erfüllung der zukünftigen gesetzlichen Normen erbracht werden müssen. Zu den Normen zählen die Versicherungs-Vermittler-Richtlinien (VVR) und die Investment Service Direktive (ISD).
Lernen ist ein aktiver Vorgang, von allein geht hier gar nichts. Nur wie kann dieser aktive Vorgang beeinflusst werden, um ein effektives Ergebnis zu erzielen? Die bekannten Methoden der Stoffvermittlung mit Hilfe von Dozenten und Büchern führen beispielsweise bei der Wirtschaftsakademie zu einer Bestehensquote von über 84 %. Die Einstufung ob Kurz-(Crash) oder Lang- (Normal)Kurse ist von der persönlichen Vorbildung abhängig. Einige Bildungsträger bieten zusätzlich EDV-Unterstützung mit z. B. Multiple Choice Fragen an. Die erhoffte Lernzeitverkürzung führt dabei nicht zu besseren Ergebnissen. Gemeinsam mit der Michigan State University hat die Wirtschaftsakademie Köln nun ein interaktives Lernsystem entwickelt, welches in ähnlicher Form bei den amerikanischen Studenten seit über 10 Jahren mit Erfolg angewendet wird.
Das interaktive Lernsystem der Michigan State University und der Wirtschaftsakademie Köln bringt nun vorhandene und fehlende Punkte zusammen. Wurden bisher EDV-Fragen mit z. B. vorgegebenen Antwortmöglichkeiten erstellt, so sind hier offene Fragen mit Korrekturmöglichkeit und mehreren Versuchen, die ein Heranführen (und dabei lernen) an das richtige Ergebnis ermöglichen, eine wichtige Ergänzung. Ebenfalls können Dozenten das Lernniveau beeinflussen, auf einzelne Teilnehmer eingehen ohne diese vor der Gruppe „bloß“ stellen zu müssen. Dieses interaktive Lernen ist also eine EDV-Unterstützung für Lernende und Lehrende.
Da viele Lehrgangsteilnehmer lange nicht mehr gelernt haben, wird der Teilnehmer hier spielerisch an das Lernen wieder herangeführt. Das „Müssen“ wird zum „spielerischen Erfolg“. Alle „dürfen“ Fehler machen und dies hat keinerlei Konsequenzen, denn jeder Fehler kann mehrfach korrigiert werden. Bis zur richtigen Antwort.
(Bernd Richter)







