Veränderung zwischen Wille, Gewohnheit und innerem Schweinehund
Motiviert-
Motivation ist die treibende Kraft, die unsere Gefühle und Handlungen bestärkt, etwas zu erreichen. Sie ist abhängig von der inneren Bereitschaft und von bestimmten Außenreizen. Motivation braucht also immer ein Wollen, ein Glauben und ein Planen – sonst ist ...
das Scheitern vorprogrammiert.Motivation leitet sich vom Wort
„Motiv“ ab. Steigern Sie Ihre Eigenmotivation
durch Klärung Ihrer Motive,
Ihrer Werte. Was ist Ihnen im Leben
wichtig? Was sind Ihre persönlichen
Bedürfnisse? Flatley, der Erfinder des
„Lord of the dance“, hat einmal gesagt:
„Wenn Du Deine Berufung zum Beruf
machst, dann arbeitest Du nicht, dann
lebst Du!“ Wer ihn einmal erleben durfte,
weiß, wovon er spricht. Was ist Ihre
Berufung, was sind Ihre Leidenschaften
und Fähigkeiten, bei denen
Sie Flow erleben?
Mit dem Sandwich-Prinzip Gewohnheiten
überwinden. Was wir heute
sind, ist das Resultat von dem, was wir
in unserer Vergangenheit gedacht und
getan haben – oder auch, was wir
unterlassen haben. Gewohnheiten erleichtern
uns das Leben, weil wir nicht
jedes Mal, bei jedem Handgriff neu
überlegen müssen, was zu tun ist – wir
tun es einfach. Aber Gewohnheiten
können auch zu Fesseln werden. Alte
Gewohnheiten lassen kaum mehr
Spielraum für neue Schritte. Gewohnheiten
entstehen mühelos, aber sie
wieder abzubauen, ist mühsam. Mit
dem Sandwich-Prinzip kann dies leichter
gelingen: Packen Sie eine neue, gewünschte
Gewohnheit zeitlich zwischen
zwei alte Gewohnheiten, die bereits
automatisiert und Ihnen angenehm
sind: Wenn zum Beispiel das morgendliche
Ritual aus den beiden Annehmlichkeiten
„Gemütlich-Cappuccino-Trinken“
und „Tageszeitungs-Lektüre“ besteht
(alte Gewohnheiten), legen Sie doch
künftig die neue Gewohnheit „Tagesplanung“
bzw. „Aktualisierung“ der
Wochenplanung dazwischen.
Den „inneren Schweinehund“ überlisten.
Um Gewohnheiten zu ändern, müssen
wir unserem Unterbewusstsein
konkrete Anweisungen geben. Mit
Formulierungen wie beispielsweise
„Ich würde gerne mit dem Rauchen aufhören!“
kann unser Unterbewusstsein
nichts anfangen. Formulieren Sie Ihre
guten Vorsätze so, als hätten Sie diese
bereits in die Tat umgesetzt: „Ich rauche
nicht mehr!“, „Ich ernähre mich
gesund!“
Teilen Sie das große Ziel in kleinere
Etappen und feiern Sie Teilerfolge.
Machen Sie sich ein Bild von dem, was
Sie unbedingt erreichen wollen. Je konkreter
und lebendiger das Bild, umso
besser. Ein Rückfall in alte Verhaltensmuster
ist kein Beinbruch. Häufig sind
mehrere Versuche nötig, um ans Ziel zu
kommen. Werten Sie Fehlversuche
nicht als Scheitern, sondern als Erfahrung,
aus der Sie lernen können.
Nur wenn Sie die volle Verantwortung
für Ihr Leben übernehmen, werden Sie
sich fortan auch selbst wirksam motivieren
können. Motivation leitet sich
von dem lateinischen Begriff movere =
(sich) be-wegen ab. Das Motiv wird im
etymologischen Wörterbuch übersetzt
mit Beweggrund, Antrieb, Leitgedanke.
Motivation ist also der Grund,
warum wir im wahrsten Sinne des
Wortes in Bewegung kommen – oder
eben auch nicht. Motivation ist das
Motiv für Aktion. Motivation ist die
Energie, die alles in Bewegung bringt.
Fünf Schritte weisen Ihnen den Weg
1. Stellen Sie sich Ihre persönliche
Wertehierarchie auf.
Welche Grundwerte bestimmten
Ihr Leben?
2. Stellen Sie sich ehrlich die
Frage: „Lebe ich im Einklang
mit meinen Werten?“ Wenn z.B.
Gesundheit und Natur zu Ihren
Grundwerten gehören sollten und Sie den ganzen Tag im
Büro sitzen und Überstunden machen müssen, so dass
Ihnen später die Energie fehlt, noch in die Natur zu gehen,
wo wollen Sie dann Ihre Lebensenergie neu laden?
3. Planen Sie Ihre Woche im Voraus, um den wichtigen
Dingen im Leben Zeit einzuräumen.
4. Reflektieren Sie Ihre Rollen im alltäglichen Leben (Vater,
Ehemann, Manager, Marketingleiter, Sportler, Freund von
xy, …). Denken Sie ganzheitlich, sowohl beruflich wie privat.
Denken Sie an die Dimensionen des Lebens (Beruf,
Partnerschaft, Familie, Freunde, Finanzen, Persönlichkeit,
Freizeit, …) um ein frühzeitiges Burnout zu verhindern.
Setzen Sie sich lang-, mittel- und kurzfristige Ziele.Welche
Prioritäten haben Sie diese Woche?
5. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wochenplanung die wichtigen
Dinge zuerst. Danach können Sie alle dringlichen
Dinge planen. Wenn Sie diese wichtigen Termine (z.B.
Fortbildung, Sport, Massage, Freunde, …) nicht miteinplanen,
werden Sie Ihre Bedürfnisse vernachlässigen.
Durch Motivation Begeisterung leben
Dass uns andere motivieren – dieses Missverständnis ist immer noch sehr weit
verbreitet.Wer auf Ansporn von außen wartet, denkt völlig falsch. Vielen Menschen
fällt es allerdings schwer, die nötige Motivation aufzubauen. Sie lassen sich leicht
demotivieren, weil überall Motivationsräuber lauern:
Das Fehlen eines klaren Ziels Negative Erfahrungen und Kritik
Versagensängste Mangelnder Selbstrespekt
Negative Selbstgespräche Misserfolg
Die Psychologie unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
Bei der intrinsischen Motivation handelt es sich um eine Antriebskraft von innen
heraus. Das heißt: Wir tun Dinge, die uns wichtig sind, unabhängig von äußeren
Bedingungen und Meinungen. Bei der extrinsischen Motivation handeln wir aufgrund
von sozialen Sachzwängen oder gesellschaftlichen Normen oder weil uns
die Angst antreibt (z. B. den Job oder den Partner zu verlieren).
Zur Person:
Slatco Sterzenbach studierte Diplomsportwissenschaften mit dem Schwerpunkt
Prävention und Rehabilitation. Seit über 20 Jahren widmet er sich dem Thema
Training und Gesundheit. Mit seiner Firma „LEBENSKRAFT“ organisiert er Healthmanagement–
Incentives für internationale Großfirmen. Exklusives Coaching für
Führungskräfte ist neben seinen Seminaren durch sein Netzwerk von Spezialisten
und Personal Trainern ein klarer USP. Unter anderem ist er der Fitness-Experte und
spezielle Berater für die neue Bewegungskampagne von McDonald’s.
Kontakt
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