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Mit Datensatzbörse

neue Kunden ersteigern

Am 11. November diesen Jahres ging Deutschlands erste Datensatzbörse online. Finanzver-mittler können hier flexibel ihren Bedarf an Neukunden decken. Gerade auf Wachstum ausgerichtete Finanzdienstleister erhalten mit diesem neuen Instrument der Kundenansprache die Möglichkeit ihre Vertriebskosten zu senken und Erfolg besser planen zu können.

Jeden Monat bestellen rd.30.000 Personen im Internet Angebote zu Versicherungen und Finanzanlagen, z.B. auf www.private-kranken-versicherung.de. Das Problem ist, diese potentiellen Neukunden an einen Vermittler zu leiten, der sowohl die nötige Fachkompetenz mitbringt, als auch in regionaler Nähe zum Kunden sitzt, um ihn persönlich beraten zu können. Die Datensatzbörse löst dieses Problem. Jeder zum Handel zugelassene Vermittler kann sich flexibel Finanzsparten und Wunsch-Regionen zuordnen, aus denen er Kundenanfragen (Datensätze) erhalten möchte.

Die Datensatzbörse übernimmt dabei nicht nur die Verteilungsfunktion, sondern auch die der Preisfindung. Über die Preise für das Ersteigern von Datensätzen entscheidet also letztlich das Gesetz von Angebot und Nachfrage. So kann es sein, dass ein Datensatz zur PKV- Vollversicherung je nach Region zwischen 20 oder auch 120 Euro kosten kann.

Der Handel mit den Datensätzen erfolgt nach dem Prinzip der holländischen Auktion. Im Laufe der Börsenhandelszeit (werktags von 9 bis 18 Uhr) fällt der Preis schrittweise vom Höchst- auf den Mindestpreis. Der erste Vermittler, der zum aktuellen Preis bietet, erhält den Zuschlag. Um nicht permanent nach neuen Datensätzen auf der Website Ausschau halten zu müssen, kann der Vermittler einen elektronischen Kaufagenten einrichten, der nach Vorgabe des Vermittlers automatisch Datensätze aus der Börse kauft.

Alles, was der Vermittler tun muss, ist, den Kaufagenten mit den relevanten Informationen zu versorgen: Gewünschte Finanz-Sparten, Postleitzahl-Region, Preis und Monatsbudget. Gekaufte Datensätze werden sofort per Email übermittelt, auf Wunsch auch kostenlos per SMS.

In der Börse werden zur Zeit Datensätze zu Personenversicherungssparten gehandelt, z. B Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit, sowie private und betriebliche Altersversorgung. Im kommenden Jahr sollen Angebotsanfragen zu Investmentfondsportfolios, Kapitalanlagen, Finanzierungen und Immobilien hinzukommen. Es ist sogar an die Möglichkeit gedacht, Sachversicherungssparten und Bestandsverträge zu handeln. Um sicher zu stellen, dass keine Datensätze minderer Qualität (z.B. alte Datensätze)verkauft werden, wird die Datensatzqualität an verschiedenen Stellen überprüft.

Die Teilnahme an der Datensatzbörse kostet 70,-Euro pro Jahr, allerdings werden diese erst nach einer dreimonatigen Testphase erhoben. Verkäufer von Datensätzen zahlen eine Einstellgebühr von Euro 1 je Datensatz und bei erfolgreichem Verkauf eine Provision von 25 % des Verkaufspreises.

Der Handel mit Datensätzen ist seit etwa 10 Jahren in Deutschland etabliert, allerdings mit zumeist starren Verpflichtungen hinsichtlich Abnahmemenge und Region. In der Daten- satzbörse bestimmt der Vermittler allein, ob, wann, in welcher Postleitzahl-Region, zu welchen Finanzsparten und auch wie viele Datensätze er kaufen will. Die hohe Flexibilität ist einer der Hauptvorteile der Datensatzbörse. Absolut neu ist auch das integrierte News- lettersystem. Da sich nicht aus jedem Datensatz sofort ein Provisionsertrag erzielen lässt, sollte langfristig mit Datensätzen gearbeitet werden.

W er z. B. sich heute gegen das abgegebene PKV Angebot entscheidet, kauft vielleicht in 6 Monaten eine BAV oder Kapitalanlage. Das Newslettersystem gibt dem Vermittler die Möglichkeit, sich durch kontinuierliche Kundenansprache mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Konkurrenten zu sichern: Durch das regelmäßige Versenden eines E-Mail-Newsletters ruft sich der Vermittler immer wieder ins Gedächtnis und empfiehlt sich als kompetenter Ansprechpartner rund ums Geld. Selbstverständlich kann er auch bestehende Kontaktadressen, zum Beispiel von Bestandskunden, in das System importieren.

Info unter www.finance-circle.de

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