“Unsere Stärke liegt in unseren Mitarbeitern”
OVB Vermögensberatung
Interview mit Michael Frahnert, Vorsitzender des Vorstandes der OVB Vermögensberatung AG
Die OVB ist bestens aufgestellt: So wurden in 2002 Bruttoerlöse von 148 Millionen Euro in 12 Ländern mit mehr als 7.500 Beratern erzielt. Stolze zwei Millionen Kunden befinden sich in der Betreuung. Das Finanzunternehmen, an dem der Deutsche Ring zu nunmehr 61 Prozent beteiligt ist, kündigte im vergangenen Jahr den Börsengang für 2005 an. Das Bankhaus Trinkaus & Burkhardt bestätigte hierfür jüngst, dass dies wohl auf großes Interesse seitens der Anleger stoßen dürfte.
Frahnert: Über Jahre konnten wir eine Übergewichtung bei den Kapitalanlagen verzeichnen. Diese hat sich aufgelöst zu Gunsten von Vorsorgeformen, die großen Wert auf das Thema Absicherung legen. Dieses Thema steht europaweit an vorderster Stelle, wenngleich in unterschiedlichsten Ausprägungen, und macht zwischenzeitlich die Hälfte des Neugeschäftes aus. Aber auch beim Fondspolicenumsatz erzielen wir ein stabiles Geschäft.
FINANZWELT: Sie sehen sich als europäischer Player - was ist die dahinter stehende Story?
Frahnert: Unser Ziel ist es, der Vermögensberater mit der größten Abdeckung in ganz Europa sein zu wollen, der dem Kunden einen hohen Beratungsstand bietet. Hierzu haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit einer europäisch zugelassenen Ausbildung, die sie befähigt, aus den Produkten der 170 Partner in ganz Europa die jeweils attraktivsten für ihre Kunden auszuwählen. Diese Ausbildung hat in ganz Europa den gleichen Qualitätsstand.
FINANZWELT: Ist die europäische Ausrichtung der Grund für Ihre erneuten Wachstumserwartungen?
Frahnert: Zumindest kann man sagen, dass wir dank der europäischen Ausrichtung für 2003 ein Wachstum bei den Provisionseinnahmen und - gemessen daran - ein überdurchschnittlich hohes Gewinnwachstum erwarten. Dieses peilen wir natürlich auch für 2004 an.
FINANZWELT: Der Mitarbeiter steht bei Ihnen erkennbar an erster Stelle. Warum?
Frahnert: Gibt es denn eine Alternative? Unsere Stärke liegt in unseren Mitarbeitern. Die Professionalität unserer Mitarbeiter ist sehr hoch. Dafür sorgen wir auch durch eine konzentrierte Ausbildung über mehrere Stufen, die letztendlich geprüft wird durch das Institut Syntegra in Sankt Gallen. Diese ausgebildeten und motivierten Mitarbeiter sorgen schließlich für Wachstum hinsichtlich der Kundenzahl und der Anzahl der Mitarbeiter. Zudem ist die niedrige Fluktuationsrate für uns ein wichtiger Indikator, dass wir die richtigen Schwerpunkte setzen.
FINANZWELT: Wie würden Sie denn das gegenwärtige Marktumfeld beschreiben?
Frahnert: Wir befinden uns in einem Vorsorgemarkt, die Voraussetzungen waren noch nie so gut wie heute. Die Menschen haben verstanden, dass sie privat vorsorgen müssen. Auch das Ansehen der Berater war nach Meinung noch nie so gut wie heute. Dennoch ist das Marktumfeld schwierig, denn die Anlagefähigkeit der Kunden ist geringer geworden, es fehlt in vielen Fällen schlicht an dem nötigen Kapital, mehr für die eigene Absicherung tun zu können.







