Hauptnavigation & Suche:

Unternavigation:


Zurück zur Übersicht

Good Money

Partnerschaft zwischen Gleichgesinnten

Durch eine interessante Partnerschaft mit der versiko AG will sich Gerling Leben neue Kundenpotentiale erschließen. FINANZWELT sprach mit versiko-Vorstand Alfred Platow und Jürgen Schwarz, Leiter Produktmanagement bei Gerling Firmen und Privat-Service AG



FINANZWELT: Herr Platow, Sie zählen zu den Wegbereitern ökologischer Anlagen. Setzt sich ihre Lebensphilosophie jetzt durch?
Platow: Die überwiegende Mehrheit der Deutschen möchte bei Anlagen ethische und ökologische Aspekte berücksichtigt wissen. In den USA wurde dafür der Begriff "good money” geprägt. Wir investieren hierbei nach den gleichen Prämissen nur in Unternehmen, die keine umweltschädigenden Produkte herstellen und nach den Umweltschutzvorschriften arbeiten, die die Menschenrechte akzeptieren und die weder Waffen herstellen noch Glücksspiele betreiben.

Wir haben bewusst bei der Wahl des Fondsmanagements die Zusammenarbeit mit
der versiko AG gesucht, da dieser Name sowohl für Ökologie als auch für wirtschaftlichen
Erfolg der Anleger steht.


FINANZWELT: Lassen sich denn Moral und Finanzen im Sinne von Anlageerfolg vereinen?
Platow: Selbstverständlich! versiko konzentriert sich seit 25 Jahren auf nachhaltige Wirtschaftsformen. Mit großem Erfolg: So wurde unser international investierender Aktienfonds Ökovision im vergangenen Jahr von dem renommierten Ratingunternehmen Standard & Poor`s mit fünf Sternen ausgezeichnet. Dieser Fonds entwickelte sich selbst im Krisenjahr 2002 in der Drei- und Fünfjahresbetrachtung deutlich besser als der Weltmarkt.

FINANZWELT: Gibt es eine Erklärung dafür, dass sich "nachhaltige” Fonds durchschnittlich besser entwickeln?
Schwarz: Ich glaube, es lässt sich damit erklären, dass Wirtschaftsunternehmen, die besser mit Ressourcen umgehen, auch mit der Ressource Mensch nicht nur motiviertere Mitarbeiter haben, sondern innovativer sind und Einsparpotentiale schneller umsetzen. Dies macht sie mittel- bis langfristig erfolgreicher.

FINANZWELT: Gerling bietet im Rahmen der Fondsgebundenen Lebensversicherung eine breite Auswahlmöglichkeit an Einzelfonds, die der Anleger zusammen mit seinem Vermittler je nach Chancen-/Risikoaffinität auswählen kann. Warum jetzt noch zwei separate Managed-Fund-Konzepte? Hätte es nicht ausgereicht, ein oder zwei Fonds aufzunehmen, die in Richtung "Nachhaltigkeit” gehen?
Schwarz: Natürlich hätten wir zu den 36 Einzelfonds noch weitere hinzunehmen können, die in die ökologische Richtung gehen, wie Sie sagen. Das hat uns aber nicht ausgereicht, denn uns fehlte die Glaubwürdigkeit. Wir haben daher bewusst bei der Wahl des Fondsmanagements die Zusammenarbeit mit der versiko AG gesucht, da dieser Name sowohl für Ökologie als auch für wirtschaftlichen Erfolg der Anleger steht.

FINANZWELT: Wie kamen Sie auf die Bezeichnungen "Versi96” und "VersiGreen”?
Platow: Hinter "Versi96” steht ein Altersvorsorgeprodukt für Menschen, die ein langes Leben anstreben – vielleicht sogar bis 96. Investiert wird zu maximal 70 Prozent in internationale Aktienfonds und maximal 50 Prozent in Misch-, Renten- und Geldmarktfonds. Das macht deutlich, es geht um einen langfristig ausgewogenen Vermögenszuwachs. "VersiGreen” investiert bis zu 100 Prozent in internationale Aktien- und Branchenfonds und maximal 20 Prozent in Misch- oder Rentenfonds. Soll heißen: Höheres Chancenpotential aber kurzfristig auch höhere Volatilitäten.

Hinter "Versi96” steht ein Altersvorsorgeprodukt für Menschen, die ein langes Leben anstreben – vielleicht sogar bis 96.

FINANZWELT: Herr Schwarz, was steckt verkäuferisch hinter der Überlegung, ökologisch orientierte Anlagestrategien anzubieten?
Schwarz: Mit den beiden neuen Managed-Fund-Konzepten sprechen wir direkt den "Bauch” potentieller Versicherungskunden an, ohne den Kopf und das "gute Gewissen" außen vor zu lassen. Wir konnten schnell eine außergewöhnlich hohe Akzeptanz feststellen. Für unsere Vermittler bedeutet dies: das Thema ist Zugpferd für die Kundenakquise! Das ist doch gerade heute sehr wichtig.
FINANZWELT: Wie hoch ist denn der Anteil an unabhängigen Versicherungsmaklern bei Ihnen?
Schwarz: 70 Prozent des Umsatzes bei Gerling Leben wird erzielt durch unabhängige Makler, anders gesagt: wir sind mit 8000 Geschäftspartnern gemessen am Neugeschäft unter den Top 3 der Maklerversicherer in Deutschland. Dies macht vielleicht auch deutlich, dass wir in dem täglichen Wettbewerb mit anderen Assekuranzunternehmen durch innovative Produkte und ein faires Miteinander überzeugen müssen.

Als wir 1988 - seinerzeit als Equity & Law - unsere Fondsgebundene Lebensversicherung in Deutschland angeboten haben, waren wir Exoten.

FINANZWELT: Ihre Makleraffinität ist sicher auch aufgrund Ihrer Historie gewachsen? Was ist ein wichtiger Erfahrungswert?
Schwarz: Als wir 1988 - seinerzeit als Equity & Law - unsere Fondsgebundene Lebensversicherung in Deutschland angeboten haben, waren wir Exoten. Der Vertrieb hat allerdings verstanden, welches Potential hinter dieser Produktlinie steckt. Insofern, da haben Sie vollkommen Recht, haben wir eine lange Erfahrung mit Maklern und der erforderlichen Technologie. Ein besonderer Erfahrungswert ist sicher, wie wichtig eine entsprechende IT in diesem Geschäft ist. Für die Produktentwicklung, für die Kundenbetreuung, aber letztlich auch für die Maklerunterstützung. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Nur wenn die Informations-Technologie hinten steht, kann ich vorne schicke Produkte machen.

FINANZWELT: Herr Platow, abschließend noch eine Frage an Sie: Haben Sie Ihr Ziel im Sinne einer ökologischen Umgestaltung der Gesellschaft erreicht?
Platow: Wir sehen uns mitten in einem Prozess, bei dem wir Ideengeber sind und Lösungsansätze bieten. Nein, natürlich bleibt noch sehr viel zu tun. Aber gerade in der Öffnung institutioneller Marktteilnehmer wie dem Gerling-Konzern in diese Richtung sehen wir herausragende Chancen.

(Michael Oehme)


Zusatz-Informationen:

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

finanzwelt für unterwegs: Die neue finanzwelt-App bringt Ihnen die wichtigsten News des Tages auf Ihr Handy.

finanzwelt-App

finanzwelt.tv

Film: Alle Filme ansehen

Abo-Bestellung

Bestellen Sie die nächste Ausgabe der finanzwelt.

Jetzt abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie ab jetzt unseren kostenlosen finanzwelt-Newsletter.

Newsletter abonnieren

Fußzeile: