Partnertreffen eFonds – Wenig zu lachen bei Alexander Betz

„Schwergebeutelte Emissionshäuser zeigen Flagge". Das wäre auch eine passende Überschrift für den Bericht über den Jahres-Kongress (Partnertreffen) der eFonds Group, München, Ende Juni. Das Meeting der etwa 200 wichtigsten eFonds-Vertriebspartner und führenden Köpfe der Branche ist inzwischen zum Branchentreff geworden.
eFonds-Chef Alexander Betz hatte allerdings Mühe, eine positive Stimmung zu erzeugen. Bemerkenswert waren insofern weniger die kernigen Worte des Optimismus, die die Chefs der Emissionshäuser HCI, Dr. Ralf Friedrichs, und Jamestown, Christoph Kahl, über ihre aktuellen Fonds fanden, sondern die kurze und positive Form des Präsentierens aktueller Trends von Beraterhaftungsthemen in Berlin und Brüssel. Betz bot auch Neues. Er stellte ein wirksames Tool zur Minimierung der Risiken beim Beratungsgespräch vor: den „innovativen Beratungsprozess online". Rechtsanwalt Dr. Thorsten Voß machte den Zuhörern klar, dass die BaFin dabei ist, den Vermittlern geschlossener Fonds und Investmentfonds sehr bald das süße Leben des bislang unregulierten Beraterlebens zu vermiesen. Ein wichtiges Indiz dafür ist auf der Homepage des Verbraucherschutzunternehmens (BMELV) zu entdecken. Klammheimlich wurden dort eine Checkliste und ein Beratungsprotokoll als Muster für richtige Geldanlageberatung platziert. Niemand hat davon groß Notiz genommen, aber alle Vortragenden bei den eFonds-Meetings, die sich mit Beraterhaftung auskennen, mahnten dringend, diese Protokolle ernst zu nehmen - oder wenigstens die von eFonds Group zu nutzen. Zu lachen gab es wenig in den Veranstaltungsräumen, außer über eine Bemerkung, die Betz Ulrich Oldehaver entlockte. Betz wollte in einem „Kamingespräch" von ihm wissen, ob MPC Probleme mit Banken hat. Oldehaver dazu scherzhaft: „Bei solchen Fragen denke ich an Donald Trump, der sagte mal: ‚Wenn Du bei Banken 10 Millionen Schulden hast, dann gehörst Du der Bank. Wenn Du 10 Milliarden Schulden hast, dann gehört Dir die Bank.'." „Und", daraufhin Betz, „welche Bank gehört Euch?"







