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Führender Servicedienstleister ASG setzt auf Ausbau von Systemlösungen, personell und technisch

Plattform mit persönlicher Note

Es kann sich sehen lassen, was die erst im Jahre 1997 gegründete Hofheimer AssecuranzService Gesellschaft (ASG) in den letzten Jahren aufgebaut hat. Dabei täuscht der Name ein wenig, denn ASG wickelt in nicht unerheblichem Umfang auch geschlossene Fondsbeteiligungen ab. FINANZWELT sprach mit den Gründern und Geschäftsführenden Gesellschaftern Walter Klein und Thorsten Hass über Perspektiven bei Vertriebsunterstützung und Serviceleistungen....

FINANZWELT: Die Plattform eFonds24 konnte im letzten Jahr den Umsatz glatt verdoppeln. Wie sieht es bei Ihnen aus?
Klein: Wir konnten unsere Provisionseinnahmen von 10,5 Millionen Euro im vorletzten Jahr auf 19 Millionen Euro in 2004 ausbauen. Mittlerweile haben wir rund 110.000 Verträge im Bestand. Was die Dynamik des Erfolges anbelangt, sind wir also sicher mit eFonds24 vergleichbar. Dann hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf.

FINANZWELT: Wie meinen Sie das?
Hass: Die eigentliche Abwicklung von Verträgen spielt bei uns eine untergeordnete Rolle, wenngleich sie selbstverständlich reibungslos verläuft. Wir verstehen uns dahingehend vielmehr als Servicedienstleister, indem wir eine umfassende Beratung und Unterstützung von der Unternehmensneugründung bis hin zum Vertriebsauf- und ausbau gewährleisten. Wir sind von daher eine ideale Anlaufstelle für Vermittler, die aus großen Vertrieben ausscheiden und Bedenken wegen einer eigenen Unternehmerschaft haben. Natürlich unterstützen wir auch Neueinsteiger mit entsprechenden Konzepten.

FINANZWELT: Mit wie vielen Mitarbeitern arbeiten Sie denn inzwischen zusammen?
Klein: Die Anzahl der hauptberuflichen Mitarbeiter ist von 450 zum 31.12.2003 auf 650 zum Jahresende letzten Jahres angewachsen. Wichtig ist jedoch auch zu erwähnen, dass unser Konzept – gerade im Hinblick auf das neue Angebot „finanzprofis.de“ ideal darauf ausgerichtet ist, Strukturen zu führen. „finanzprofis.de“ bietet hierzu ein Vertriebscontrolling-System mit einem permanenten Abgleich aller relevanten Daten.

FINANZWELT: Das sollten Sie ein wenig erläutern: Was leisten jeweils die Plattformen „asg24.de“ und „finanzprofis.de“?
Hass: Das ist recht einfach: „asg24.de“ ist die Serviceplattform für registrierte ASG-Vermittler zur Unterstützung im Vertrieb und bei der Akquise neuer Mitarbeiter. „finanzprofis.de“ untergliedert sich dagegen in zwei Bereiche: Zum einen die offene Kundenplattform mit Angebotsrechnern und der Möglichkeit einer bundesweiten Suche nach ASG-Vermittlern. Zum anderen finden sich hier in einem geschlossenen Benutzerkreis alle Daten aufbereitet wieder, die die tägliche Arbeit erleichtern. Hierzu zählt beispielsweise eine Darstellung des aktuellen Bearbeitungsstandes, Berichte zu Umsatz und Qualität, Auswertungen über Produkte und Sparten sowie der Zugriff auf die Daten der Vermittler.

FINANZWELT: Das werden Sie sicher nicht kostenfrei zur Verfügung stellen?
Klein: Aber fast. Die Jahrespauschale beträgt für Vermittler 120 Euro, für Büroleiter 360 Euro. Wichtig ist mittelfristig für ASG-Vermittler sicher die Tatsache, dass sich die Plattform bei vielen Anlageinteressenten durchsetzen wird und dieser mediale Weg so Neukunden und damit neues Geschäft generiert. Trotz dieser technischen Unterstützung setzen wir ausschließlich auf qualifizierte Berater – wir sind eben eine Plattform mit persönlicher Note.

FINANZWELT: Klingt recht spannend, aber setzen Sie damit nicht ein wenig hohe Hoffnungen auf die weitere Entwicklung?
Hass: Als wir im Jahre 2003 erklärten, wir würden im kommenden Jahr deutlich ausbauen, haben auch viele geschmunzelt. Fakt ist, dass wir dieses Ziel erreicht haben. Und auch im kommenden Jahr werden wir wieder ein Wachstum von 30 bis 40 Prozent haben. Davon sind wir überzeugt.

FINANZWELT: Obwohl einige Marktteilnehmer derzeit darüber schwadronieren, dass ein gehöriger Anteil von Plattformen oder Pools wieder vom Markt verschwinden wird ...
Klein: Das ist es ja gerade – wir sind in dem Sinne keine reine Abwicklungsplattform. Wir kennen aus eigenen langjährigen Erfahrungen die Anforderungen, die an Finanzdienstleister gestellt werden. Und zwar von der Pike auf bis zur Führung großer Strukturen. Das spiegelt sich in allen Serviceleistungen wider und ist auch der Grund, weshalb wir mit praktisch allen renommierten Versicherungsgesellschaften im Bereich private und gewerbliche Kunden zusammenarbeiten und zudem ausgewählte Kapitalanlageangebote renommierter Partner empfehlen. Wir meinen zu wissen, was gebraucht wird und aktualisieren dies natürlich permanent aufgrund von Rückkoppelungen aus dem Vertrieb.

FINANZWELT: Viele Versicherer setzen derzeit auf „Spezialitätenmärkte“ wie beispielsweise Seniorenproduk te. Denken Sie auch in diese Richtung?
Hass: Wir denken nicht nur, wir setzen derartige Themen bereits um. Neben unseren Premiumpartnern und Vertriebsleitern bauen wir in diesem Jahr eine weitere Vertriebsschiene auf, die sich speziell um den Seniorenmarkt kümmert. Dazu haben unsere rund 100 Büroleiter bereits damit begonnen, ein bis zwei Mitarbeiter im Alter der Zielgruppe 50plus einzustellen. Gerade der Bankensektor bietet hierzu erfahrenes Personal an.

FINANZWELT: Und was ist mit betrieblicher Altersvorsorge?
Klein: Wir setzen stark auf die bAV. Ein Versicherungsunternehmen unterstützt uns hierbei und bildet derzeit rund 118 ASG-Vertriebspartner zum geprüften bAV-Fachmann IHK aus.

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