Mit Langlebigkeit rechnen
Private Altersvorsorge
Das versicherungsmathematische Unwort Langlebigkeitsrisiko wird von der heutigen Gesellschaft immer mehr mit „Leben gefüllt“ und veranlasst zum Umdenken. Schon heute gibt es viele Anhaltspunkte einer immer älter werdenden Bevölkerungsstruktur. Die Zielgruppe der „Best Ager“ wird immer größer und die freie Marktwirtschaft spielt nach ihren Regeln. Es kommen zusehends neue Produkte und Dienstleistungen für die Generation 50+ auf den Markt, sei es in Form von Medieninhalten, Reiseangeboten oder Versicherungsprodukten.
Die Zielgruppe der heutigen „Best Ager“ besitzt jedoch eine völlig andere Charakteristik als noch vor 20 oder 30 Jahren. Sie ist körperlich und geistig wesentlich jünger und hat eine höhere Lebenserwartung. Dadurch bedingt ändern sich auch die Bedürfnisse dieser Generation. Mit dem Eintritt des Rentenalters will sich die Mehrzahl der Rentner heute nicht zur Ruhe setzen, wie es zum Großteil noch die letzte Generation getan hat, sondern die letzten teils bis zu über 20 Jahre das Leben genießen. Jetzt hat man zwar Zeit, aber ist oft nicht ausreichend finanziell abgesichert, um entweder seinen Lebensstandard zu halten oder die lang ersehnten Vorhaben in die Tat umzusetzen. Denn die Rente ist schon lange nicht mehr sicher.Die private Altersvorsorge ist kein neues Thema, hat sich aber nicht in dem Tempo durchgesetzt, wie die demographische Entwicklung in Richtung „Veraltung der Gesellschaft “ vorangeschritten ist. Viele Rentner haben nicht entsprechend vorgesorgt und lassen Szenarien der Altersarmut immer wirklicher werden. Die nachrückende Generation ist zwar sensibilisiert, jedoch noch nicht aktiv genug. Mit der Altersvorsorge verhält es sich ähnlich wie mit dem Rauchen. Solange alles in Ordnung ist, besteht kein Handlungsbedarf, wenn dann aber die ersten Beschwerden eintreten, ist es oft zu spät. Genauso kann ein Rentner nicht mehr vorsorgen.
Die Finanzwirtschaft reagiert mit immer differenzierteren und individuelleren Lösungen. Umso komplexer der Kapitalanlagemarkt wird, umso verunsicherter natürlich auch die Zielgruppe. Die Absicherungsmöglichkeiten reichen von klassischen Renten oder Lebensversicherungen über fondsgebundene Versicherungen und der betrieblichen Altersvorsorge bis hin zu Investmentfonds oder diversen Anlageprodukten der Banken. Hinzu kommen noch die Möglichkeiten von Riester und Rürup. Die Anbieter sowie die Produkte werden immer vielfältiger.
Den Überblick über alle Absicherungsformen kann selbst ein professioneller Berater kaum noch bieten. Immer mehr Spezialisten sprießen aus dem Boden. Hier liegt ein sehr großes Zukunftsgeschäft der Finanz- und Versicherungsberater. Tiefgreifendes Spartenwissen ist mehr gefragt denn je. Mit den Analyse- und Vergleichsprogrammen LVWIN und AV-WIN von MORGEN & MORGEN hat der Vermittler sowohl den gesamten Versicherungsmarkt im Blick als auch die Möglichkeit, eine tief greifende Analyse durchzuführen. Für den Berater ist es von besonderer Wichtigkeit, eine detaillierte Bedarfs- und Situationsanalyse mit dem Kunden durchzuführen. Wie risikobereit ist der Kunde, welche Absicherungshöhe zu welchem Beitrag ist für ihn zu wählen und welches Produkt bei welchem Anbieter passt zur konkreten Kundensituation? Der Kunde muss bspw. über die unterschiedlichen Rentenarten – klassisch oder fondsgebunden – mit ihren Vor- und Nachteilen aufgeklärt werden.
Ein klarer Vorteil der klassischen Rente ist die nahezu immer garantierte Rechnungsgrundlage (Zins- und Sterbetafeln), die eine lebenslange Ausbezahlung der vereinbarten Rente gewährleistet. Fondsgebundene Renten haben andere Rechnungsgrundlagen als klassische Renten. Zudem variieren sie von Anbieter zu Anbieter. Einige Anbieter rechnen für die Berechnung der lebenslang garantierten Rente aus dem angesparten Guthaben mit verminderter Rechnungsgrundlage – garantieren also nicht die komplette „dynamische“ Rente – während andere Anbieter eine Treuhänderentscheidung zulassen und somit die heute ausgewiesene „dynamische“ Rente in Zukunft, d. h. beim tatsächlichen Rentenbeginn, kürzen können.
So erwirtschaften die einzelnen Tarife – mit einer 6%-Performance der zugrunde liegenden Fonds – ein Guthaben von 79.500 bis 94.800 Euro. Daraus ergibt sich eine lebenslange – heute garantierte – Rente von 274 Euro bis hin zu „0“, wenn der Anbieter nämlich keine Rente „zusagt“. Für die Langlebigkeit ist aber neben der Garantie vor allem wichtig, wie sich die ausbezahlte Rente entwickelt. Neben der Tatsache, dass der Rentner immer älter wird, steigen inflationsbedingt auch die Preise. Für die Rente im 20. Jahr des Rentenbezugs, d. h. der Rentner wäre dann 85 Jahre alt, ist der Unterschied der einzelnen Tarife exorbitant – zwischen 580 und 380 Euro, also fast 70 %.
All diese Fakten und Unterschiede sowie vieles Weitere kann mit den MORGEN & MORGEN Vergleichsprogrammen analysiert und verglichen werden. Wichtig bei allen Abwägungen für oder gegen eine Produktgattung oder einen Anbieter ist immer die gelungene Mischung zwischen Garantie und Rendite zu finden.
(Joachim Geiberger)







