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Warum man Glücklich sein erlernen kann

Probleme in Erfolge verwandeln

Jeder von uns kann seinen Lebensweg finden und konsequent gehen. Probleme stellen keine unüberwindbaren
Hindernisse dar, sondern sind lediglich Ausdruck der Unvollständigkeit.
Das können wir jedoch ändern.
Jedes gelöste Problem bringt uns unserem Lebensziel ein Stück näher. Deshalb sollten wir Probleme nicht verdammen, sondern sie als Teil unseres Lebens akzeptieren. Wie, beschreibt der nachfolgende Artikel
von Nikolaus B. Enkelmann.

Santiago, ein Hirte aus Andalusien, hat einen Traum, der ihn einfach nicht loslässt: Am Fuß der Pyramiden wartet ein Schatz auf ihn. Zwei Seelen kämpfen nun in seiner Brust: Soll er sich auf das Wagnis einer Schatzsuche einlassen oder soll er lieber weiterhin mit seinen Schafen durch die Gegend ziehen? Mit seinem bisherigen Leben war er sehr zufrieden. Warum also sollte er alles aufs Spiel setzen? Doch der Traum verfolgt ihn, eine alte Zigeunerin und ein geheimnisvoller alter Mann machen ihm zudem Mut. Wenn man etwas wirklich fest wollte, dann würde das Universum darauf hinwirken, dass man es auch verwirklichen könne - mit dieser Erkenntnis macht Santiago sich auf den Weg. Seine Reise führt ihn nach Tanger, in die Wüste und in Oasen. Unterschiedliche Menschen begegnen ihm und begleiten ihn. Menschen, die ihm Mut machen, seinen ganz persönlichen Lebensweg zu gehen, die ihn bei der Erkundung der Geheimnisse der Welt unterstützen. Jede Erfahrung vermittelt dem Hirten Erkenntnisse über sich selbst, aber auch über die Weltenseele, die Gesetze der Natur. In einer Oase trifft er dann einen Alchimisten. Von ihm lernt er, dass es jedem Menschen gegeben ist, edler und besser zu werden als er von Natur aus ist und dass dadurch alles andere in seinem Umfeld auch edler und besser wird. Santiago begegnet der Liebe in Gestalt von Fatima und erlebt Liebe in ihrer ursprünglichsten Form. In größter Harmonie und im Einklang mit dem Universum erfährt er tiefes Glück. Die Suche nach dem Schatz hat Santiago letztendlich zu sich selbst, zu dem Schatz in seinem Inneren geführt. So erzählt uns Paulo Coetho in „Der Alchimist“.


  • Die Voraussetzungen schaffen: Dem Glück eine Chance geben



Glück ist ein weiter Begriff, deshalb sollten Sie einmal für sich selbst definieren, was für Sie Glück bedeutet. Für den einen mag das ein gut gefülltes Bankkonto sein, für viele Frauen gelten glitzernde Juwelen als sichtbarer Ausdruck von Glück; für andere ist Glück untrennbar mit einer intakten Familie, gesunden und gut geratenen Kindern verbunden. Glück kann Erfolg im Beruf bedeuten, aber auch Reichtum, Schönheit, Gesundheit, Freunde und Liebe sein - oder auch ein wenig von allem. Für die Spaßgesellschaft werden die oberflächlichen Vergnügungen - Partys ohne Ende, spektakuläre Auftritte in der Öffentlichkeit etc. - als Lebensgefühl propagiert und rangieren ebenso unter dem Begriff „Glück“ wie für andere das Lächeln eines geliebten Menschen.


  • Glück - ein Wort, zwei Bedeutungen



Wir Deutschen haben nur ein Wort für das Glück, das sowohl für „glücklich sein", also das Glücksgefühl an sich, als auch für „Glück haben", den günstigen Zufall, herhalten muss. Andere Sprachen sind da präziser, beispielsweise das Englische oder Französische. „Good luck" wünscht man dem Tennisspieler für das Match oder seinem Kind für die Mathe-Arbeit. Wer verliebt ist, fühlt „happiness", hat aber sicher auch good luck gehabt, als er den richtigen Partner traf. Auch die Franzosen haben unterschiedliche Worte für glücklich sein (bon-heur) und Glück haben (chance).


  • Glück - eine Rechenformel?



Wie wichtig Glück ist und welchen Stellenwert es in allen Lebensbereichen hat, sehen wir daran, dass es sogar Wissenschaftler gibt, die sich der Glücksökonomie verschrieben haben und die das Wohlbefinden in Euro berechnen. So hat der britische Wirtschaftswissenschaftler Andrew Oswald errechnet, dass eine harmonische Ehe einen Wert von 9.000 Euro im Monat hat. Und das ist (noch) nicht einmal steuerpflichtig! Arbeitslosigkeit wiegt schwer, nämlich 34.500 Euro im Monat (Rheinischer Merkur am 03.04. 2003). Es stellt sich die Frage, welchen Betrag die Glücksökonomen für Ihr Leben errechnen könnten. Rundum glücklich ist, wer mit sich selbst zufrieden ist (= inneres Glück), denn dann kommt automatisch auch das äußere Glück.


  • Glückspilz oder Pechvogel - angeboren oder antrainiert?



Sicher gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, die einen fröhlichen Eindruck machen, obwohl bei genauer Betrachtung ihre Situation nicht gerade rosig ist. Trotzdem verbreiten diese Menschen gute Laune, wirken zuversichtlich und sind schnell Mittelpunkt in jeder Gesellschaft. Und umgekehrt kennt jeder von uns Zeitgenossen, denen es recht gut geht, die zumindest keine großen Probleme haben, deren Job sicher, das Konto gefüllt und deren Privatleben in Ordnung ist. Und dennoch zeichnen diese Menschen sich dadurch aus, dass sie die reinsten Miesepeter sind. Überall finden sie ein Haar in der Suppe, haben an jedem etwas herumzunörgeln und verbreiten eine Atmosphäre, die zur schnellen Flucht animiert. Woran liegt das?
Weder das Glück noch Erfolg fallen vom Himmel. Beide sind das Ergebnis bewusster Planung und Handlung. Wenn in Ihrem Kopf nicht das Bewusstsein für Glück vorhanden ist, werden Sie das Glück nicht einmal erkennen, geschweige denn, es fassen.

(Nikolaus B. Enkelmann)


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