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Interview mit Alexander Bergé

Probleme und Perspektiven des Fondsgeschäfts bei Wölbern Invest

Alexander BergéAlexander Bergé

Die Trennung des Emissionshauses und der Verkauf des Kreditinstituts haben zu vielen Gerüchten und Vermutungen geführt. finanzwelt sprach mit dem Vertriebsvorstand Alexander Bergé über die Probleme und Perspektiven des Fondsgeschäfts bei Wölbern Invest.

finanzwelt: Was sagen Sie zur Vermutung, dass der Verkauf der Bank mit den bekannten Problemen im Fondsgeschäft in Verbindung steht?

Bergé: Ich bin völlig überrascht von diesem Gerücht. Das ist bei uns kein bekanntes Thema. Es gibt bei uns auch keine besonderen Probleme im Fondsgeschäft. Wir haben entgegen dem Branchentrend im I. Quartal 2009 gegenüber dem I. Quartal 2008 ein Plus von 57 % bei den Platzierungen erreicht. Die Hollandfonds 64 und 65 sind so gut gelaufen, dass wir sogar noch mehr hätten platzieren können.

finanzwelt: Fehlt Ihnen nicht die Bank als Vertriebskanal?

Bergé: Die Trennung von der Bank stellt auch vertrieblich kein Problem dar. Wir haben bisher weniger als 10 % über die Bank abgesetzt.

finanzwelt: Was macht den Erfolg des Emissionshauses aus?

Bergé: Es handelt sich um hochwertige Produkte, mit denen wir Objekte vermarkten mit Mietern, die über eine erstklassige Bonität verfügen. Wir werden uns daher auch weiterhin auf Immobilien konzentrieren.

finanzwelt: Die anderen Produktlinien sind für Sie uninteressant geworden?

Bergé: Nein, davon kann keine Rede sein. Aber was die Schiffe angeht, haben wir frühzeitig erkannt, dass der Chartermarkt schwach wird und daher in der Konsequenz die Kunden am Ende wenig Chancen haben, wirklich Geld zu verdienen mit ihrem Investment. Da muss sich erst der Markt ändern, bevor es wieder attraktive Produkte geben kann. Wir werden natürlich Private Equity, Klima- Fonds und Bio-Tech auch weiter verfolgen. Aber diese beratungsintensiven Themen ergeben aus unserer Sicht doch eher Nischenprodukte. Unsere Stärke liegt in unserer Holland-Kompetenz und dem Netzwerk, das dahinter steht. Auf dieser Basis bringen wir jetzt den Holland 66 heraus.


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