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Königsdisziplin der Kapitalanlagen

Prodomo AG bietet freien Anlageberatern die erste Hedge-Fonds-KG

So ganz ist noch nicht klar, in welcher Form deutsche Anleger künftig in Hedge Fonds investieren können. Fraglich ist zudem, ob freie Finanzdienstleister dieses Produkt überhaupt anbieten können. Fest steht: Immer mehr Anbieter von innovativen Kapitalanlagen im Bereich der Alternative Assets nutzen die Rechtsform der KG-Beteiligung, denn diese hat nicht nur Vorteile hinsichtlich der Transparenz - sie kann zudem von jedem Vermittler mit einem gültigen Gewerbeschein angeboten werden. Dies bestätigte auf den letzten FINANZWELT-Vertriebstagen der renommierte Finanzrichter Hans-Joachim Beck. Wir sprachen mit dem Fondsmanager und Geschäftsführer der Prodomo AG Michael Gross.

FINANZWELT: Herr Gross, wie kamen Sie gerade auf Hedge Fonds?
Gross: Im Prinzip flossen in diese Entscheidung viele Jahre Erfahrung als Vermittler und Bauträger sowie der Wunsch der Anleger nach Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit. So kamen wir auf einen Hedge-Dachfonds mit einer Kapitalgarantie und einem Management durch die britische Man Investments, einer Tochter der Man Group.

FINANZWELT: Gestehen Sie es uns bitte zu, dass uns Man Group recht wenig sagt. Was steht dahinter?
Gross: Zunächst die Formalitäten: Die Man Group plc. ist an der London Stock Exchange notiert. Schauen Sie selbst einmal, wie sich der Kurs und die Kapitalisierung entwickelt hat. Atemberaubend! Seit 1983 hat sich Man Investments ausschließlich auf alternative Anlagen spezialisiert. Hier ist das Unternehmen mit über 30 Milliarden Dollar verwalteter Gelder Weltmarktführer. Die Renditen lagen in den letzten 15 Jahren immer zwischen 12 und 19 Prozent pro Jahr!

FINANZWELT: Das klingt fast ein wenig unglaubwürdig.
Gross: Es ist uns schon klar, dass viele Vermittler meinen, Hedge Fonds seien "Teufelszeug”. Das ist insofern verständlich, als die Bandbreite an Hedge Fonds Strategien ziemlich unüberschaubar ist. Wir maßen uns übrigens auch nicht an, einzelne Fonds beurteilen zu können. Uns geht es ausschließlich um die Leistungsfähigkeit des Dachfondsmanagers. Trotz dieser Renditen wird das, bei den von uns ausgesuchten Fonds, investierte Kapital noch durch eine Bankgarantie gesichert. Diese Absicherung umfasst das von der KG, nach Abzug der Weichkosten investierte Kapital in Höhe von 88 % der Einlage - und das trotz der in der Vergangenheit nachweislich erzielten Erträge.

FINANZWELT: Von welcher Rendite gehen Sie denn aus?
Gross: In der Vergangenheit lag die Bandbreite bei derartigen Anlagen zwischen zehn und 18 Prozent Wertsteigerung pro Jahr, bei Man teilweise darüber. Wir prognostizieren den Worst Case mit fünf Prozent und den Best Case mit 13 Prozent pro Jahr. Letztgenannten Wert wollen wir natürlich toppen, aber selbst 10 % wären in Anbetracht der aktuellen Kapitalmarktsituation schon ein Highlight.

FINANZWELT: Noch ein paar Worte zur Verfügbarkeit?
Gross: Bereits ab dem vierten Jahr können Anleger ihre Anteile zum Kurswert abzüglich der Verwaltungskosten zurück geben. Wir werden das zwar nicht forcieren, doch für einige Anleger, die nur mittelfristig disponieren wollen, ist dies sicher eine Alternative.

(Michael Oehme)


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