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Mit Kapitalschutz Verlustrisiken reduzieren

Rendite = Risiko?

Höhere Renditen erzielt man um den Preis höherer Risiken. Dieses einfache Prinzip herkömmlicher Investitionen kennt jeder Anleger. Wie wichtig und dass es möglich ist, sich gegen diese Wechselwirkung von Rendite und Risiko und damit gegen Verluste zu schützen, ist noch recht wenig bekannt.

Schmerzhafte Verluste sind bei allen kursabhängigen Investitionen nie auszuschließen und es bedarf dann hoher Gewinne, um sie wieder auszugleichen. Verliert ein Anleger zum Beispiel 10 %, muss er anschließend 11 % gewinnen, um wieder gleichauf zu kommen. Um 20 % Verlust auszugleichen, benötigt er bereits 25 % Gewinn. Das große Problem dabei: Ein Verlust von 20 % ist wahrscheinlicher als ein Gewinn von 25 %. Das gilt für jeden Verlust, der durch Gewinne wieder wettgemacht werden soll. Deshalb ist es äußerst wichtig, Verluste – wenn immer möglich – zu begrenzen.

Ursache schmerzhafter Verlustrisiken sind hohe Kursschwankungen, so genannte Volatilitäten. Jeder Anleger muss sich daher fragen, ob und wie sich für sein Portfolio Volatilitäten minimieren und damit Verlustrisiken begrenzen lassen.
Die erste Variante ist in der Regel hinlänglich bekannt. Mit dem revolvierenden Kauf von Put-Optionen lässt sich bereits eine Minimierung der Verlustrisiken und eine Verringerung der Volatilität erzielen.
Für die zweite Variante stehen wirksame Instrumente zur Verfügung, mit denen sich die Volatilitäten und damit die Verlustrisiken des Gesamtportfolios erheblich minimieren und gleichzeitig Gewinnchancen zusätzlich steigern lassen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Hedgefonds. Lange Zeit war die Meinung verbreitet, sie seien hochriskant und deshalb nur etwas für Spielernaturen. Es sind aber gerade ihre hohe Flexibilität und der Einsatz unterschiedlichster Strategien, die sie ihren Namen „Hedgefonds“ zurecht tragen lassen. Sie eignen sich zum Schutz vor Verlusten, weil sie u.a. nicht nur von steigenden, sondern ebenso von fallenden Märkten profitieren können und eine große Zahl von Renditequellen bearbeiten, die herkömmliche Fonds nicht bearbeiten. Ausländische Dachhedgefonds neigen immer mehr dazu, ein Portfolio mit minimaler Volatilität aus verschiedensten Hedgefonds-Strategien zusammenzustellen. Diese können einen hohen Diversifikationsbeitrag im Gesamtportfolio leisten. Die Beimischung von Hedgefonds ins Portfolio dient somit neben neuen Gewinnchancen vor allem der Risikoabsicherung.
Selbstverständlich hängt wie bei anderen Fonds der Erfolg erheblich von der Kompetenz und Geschicklichkeit des Fondsmanagements ab. Bevor man sich für bestimmte Hedgefonds entscheidet, sollte man daher sehr genau hinsehen. Dabei stellen sich ebenfalls sehr hohe Anforderungen an Qualität und Kompetenz der Anlageberatung.

(Dr. Heinz R. Kubli)


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