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Schiffe-Anbieter reagieren solidarisch

Am 15. Mai 2002 erfolgte die Gründung der Containership Association, einem Solidaritätsfonds der deutschen Reederschaft. Die Idee besteht darin, Schiffen, die aufgrund der Marktlage keine Beschäftigung finden können, eine finanzielle Unterstützung durch die fahrende Flotte zu gewähren. Zur Gründungsversammlung traten 32 Reedereien mit insgesamt 180 Schiffen dem Fonds bei. Ein Teil der Schiffseigentümer ist unter Vorbehalt beigetreten, der bis zum 30. Juni 2002 zu erklären ist.

Der zunächst aufgrund der seit dem Sommer 2001 „abgekühlten Marktlage” aufgelegte Solidaritätsfonds wird vermutlich zunächst keine Arbeit haben. So sagte Hermann Ebel, Vorstand der Hansa Treuhand, und Sprecher der Containership Association: „Die Marktsituation in der Containerfahrt hat sich seit Jahresbeginn deutlich verbessert. Es ist inzwischen ein erfreulicher Anstieg der Charterraten um ca. 25% festzustellen. Auch hat sich die Anzahl der Charterabschlüsse gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Deshalb wird der Fonds vorerst keine Beiträge von seinen Mitgliedern einfordern, denn alle Schiffe sind beschäftigt und die Notwendigkeit des Auflegens stellt sich aktuell nicht.” Der Anstoß zu diesem Pool ging im November von Reederei Bernhard Schulte und Reederei „Nord“ Klaus E. Oldendorff aus. Weitere sieben Reedereien schlossen sich dem Initiatorenkreis an und haben die vertraglichen Grundlagen diskutiert und erarbeitet. Erstmalig verfügt nun die deutsche Reederschaft über ein solidarisch verfasstes Instrument, um den zyklischen Marktentwicklungen zu entsprechen, indem Ungleichgewichte der Chartermärkte finanziell „abgefedert“ werden können.

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