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Interview mit Markus Voigt

Sonnige Zeiten

Die Voigt & Coll. GmbH gehört noch zu den jungen Initiatoren am Markt. Das Kerngeschäftsfeld stellen die Solarfonds aus Südeuropa dar. Mit Geschäftsführer Markus Voigt unterhielt sich finanzwelt.

finanzwelt: Herr Voigt, wie fing alles an?

Voigt: Voigt & Coll. hat sich bereits 2006 mit dem Geschäftsfeld der Photovoltaikfonds in Südeuropa befasst. Umfangreiche Vorarbeiten führten 2007 zur Finanzierung unseres ersten 2 MW Solarparks in Spanien und zu 19 Private Placements. Parallel entwickelten wir unser hauseigenes Qualitätssicherungsprogramm Triple PQM, welches unsere Photovoltaikinvestments von der Planungsphase über die Installationsphase bis hin zum dauerhaften Betrieb der Anlagen betreut.

 

finanzwelt: Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Werdegang?

Voigt: Wir sind sogar sehr zufrieden mit der Entwicklung unseres Unternehmens. Insbesondere das Jahr 2008 war für uns sehr erfolgreich. Mit unseren SolEs-Solarfonds in Südeuropa haben wir der Krise in unserer Branche erfolgreich trotzen können und nach der Platzierung von 19 Private Placements im Jahr 2007 mit dem SolEs 20 unseren ersten Publikumsfonds in diesem Segment erfolgreich platziert. Wir haben den SolEs 20 nicht nur planmäßig zum 31.12.2008 geschlossen, sondern im Rahmen der prospektierten Erhöhungsoption sogar ca. 30 % mehr Eigenkapital platziert als geplant.

 

finanzwelt: Was verbirgt sich hinter Ihrem Qualitätsmanagementsystem für Photovoltaik- Anlagen?

Voigt: Mit unserem Triple „P" Qualitätsmanagement gewährleisten wir höchste Qualität unserer Photovoltaik-Kraftwerke in der Entwicklung, dem Bau und der anschließenden Betriebsphase. In einem mehrstufigen Monitoringverfahren, d. h. der regelmäßigen Überprüfung qualitätsrelevanter Projektschritte, werden alle erfolgskritischen Maßnahmen mit etablierten Marktstandards verglichen. Auf diese Wiese sichern wir für unsere Solarkraftwerke einen überdurchschnittlichen Ertrag bei geringem Betriebsrisiko.

 

finanzwelt: Wie sehen Ihre Planungen für das Jahr 2009 aus?

Voigt: Auch 2009 wird für uns der Schwerpunkt in der Fortführung unserer erfolgreichen Serie der SolEs-Solarfonds in Südeuropa liegen. Mit dem SolEs 21 werden wir im Februar dieses Jahres in den Vertrieb gehen. Auch dieser Fonds wird wieder in Photovoltaikparks in Spanien und Italien investieren. Zudem sind wir im Bereich der Projektentwicklung aktiv und planen die Fertigstellung erster eigener Photovoltaik- Parks für das Ende des Jahres.

 

finanzwelt: Inwiefern ist auch Ihr Unternehmen von diesem aktuell schwierigen Marktumfeld betroffen?

Voigt: Auch wir merken eine spürbare Zurückhaltung der Banken bei der Finanzierung von Photovoltaikprojekten. Trotzdem haben wir bisher noch für jedes unserer Projekte die entsprechende Fremdfinanzierung eindecken können. Im Januar haben wir noch die Finanzierungszusage für ein weiteres Photovoltaikprojekt erhalten. Für weitere Parks läuft gerade der Finanzierungsprozess, und wir sind überzeugt, auch hier eine entsprechende Zusage von unseren Partnerbanken zu erhalten, da Photovoltaikinvestments im Vergleich zu anderen Finanzierungsobjekten ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Profil aufweisen. Dieses erleichtert die Zusammenarbeit mit den Banken deutlich.

(Das Gespräch führte Marc Oehme)


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