Interview mit Rüdiger Wolff und Peter Heidecker
Statt Ladenhüter neue Konzepte
Während das Gros der Fondsanbieter unter der Last des sog. Nebenkostenerlasses stöhnt, bieten andere Anbieter bereits echte unternehmerische Beteiligungen mit hohem Renditepotential und konzeptionsbedingt auch für die Zukunft steuerlicher Sicherheit. FINANZWELT sprach mit Rüdiger Wolff, Vorstand der Rothmann und Cie. AG – im Vertrieb aktuell der Leas-Fonds V – und Peter Heidecker, Geschäftsführer von Chorus GmbH, der seinen ersten Entertainmentfonds „Arcus Entertainment” offeriert .
Kontakt:
Rothmann & Cie. AG ( www.rothmann.de )
Chorus GmbH ( www.chorus-gruppe.de )
Wolff: Die Produkte wurden zwar unabhängig voneinander konzipiert, es ist aber kein Zufall, dass beide Häuser Fonds anbieten, die nicht einzelne Objekte – wie Immobilien oder Windkraft anlagen – zum Inhalt haben. Wir möchten An legern die Möglichkeit geben, sich an lebenden Unternehmen zu beteiligen. Hier liegt nach unserer beider Einschätzung die Zukunft. Daher haben wir bei unserem aktuellen Leasfonds V zudem ein Konzept umgesetzt, das Auto-Mobilität im weitesten Sinne zum Inhalt hat. Denn auch dies ist eine Zukunftsherausforderung.
FINANZWELT: Worin unterscheidet sich Ihr Entertainmentfonds von den bisher bekannten Beteiligungsmöglichkeiten, Herr Heidecker?
Heidecker: Die Investitionen erfolgen nach dem „Last in first out Prinzip”. Anleger beteiligen sich bei Arcus Entertainment nicht an den Entwicklungs- und Produktionskosten, sondern erst an den Marketing- und Verwaltungsleistungen für ausgewählte Bühnenproduktionen und andere Live-Events. Das heißt aber auch: Die Rückflüsse für Anleger fließen bereits beim Verkauf der Eintrittskarten und bei anderen Einnahmen. Als Geschäftsführer konnten wir übrigens den renommierten Musikverleger und Kulturmanager Felix Maria Roehl und als Vorsitzenden des Fachbeirats den Anwalt Dr. Burkhard Rochlitz gewinnen, der zuvor Chefsyndikus bei Deutsche Grammophon, Polygram und Universal Deutschland war. Mit dieser Besetzung ergänzt Arcus durch ein breites Spezialwissen an Entertainment, Vermarktung und Verwaltung die häufig künstlerisch orientierten Produzenten.
FINANZWELT: Beide Fonds sind vom sogenannten Nebenkostenerlass nicht betroffen und bieten auch weiterhin sichere Steuerkonzepte?
Wolff: Bei unseren Leasingfondsangeboten nutzen wir die Möglichkeiten der Leasingerlasse, die es ermöglichen, Wirtschaftsgüter schneller ab schreiben zu können als es Unternehmen könnten, die diese zur Eigennutzung erwerben. Das hat mit sogenannten Steuervorteilen nichts zu tun und von daher trifft uns die derzeitige Diskussion nicht. Gleichwohl sind alle relevanten neuen Erkenntnisse bereits in die Konzeption eingeflossen.
Heidecker: Bei unserem Konzept werden die Marketing- und Verwaltungsaufwendungen real ausgegeben und sind somit zweifelsfrei steuerlich sofort absetzbar. Diskussionen um Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bzw. deren steuerliche Relevanz erübrigen sich da. Auf der anderen Seite zeichnet beide Fonds die hohe Ertragsstärke aus. Die Verluste als Ausgaben sind also nur nötig, um ein echtes unternehmerisches Geschäft anzukurbeln. Darum geht es doch schließlich: Sinnvolle Investitionen in wirtschaftlich wachstumsstarken und konjunkturunabhängig stabilen Märkten tätigen zu können.
(Michael Oehme)







