Datum: 21.07.2011
Stegemann und Matheis verstärken FiNet
Wie finanzwelt exklusiv erfuhr, gab der unabhängige Marburger Maklerpool FiNet AG heute offiziell bekannt, dass man künftig auch in Münster mit einer Dependance verstärkt tätig sein wird. Die verantwortlichen Leiter sind hierbei „alte Bekannte“, handelt es sich doch um die ehemalige erfolgreiche pma-Geschäftsführung Lambert Stegemann und Jörg Matheis, die beide künftig die Geschäftsleitung des Maklerpools verstärken werden. finanzwelt unterhielt sich hierzu mit dem bisherigen alleinigen Vorstand Markus Neudecker und seinen künftigen Kollegen.
finanzwelt: Herr Neudecker, welche Ziele verfolgen Sie mit dem Ausbau von FiNet?
Neudecker: Die Erweiterung der Geschäftsleitung ist der konsequente Schritt zur Erreichung unserer künftigen Wachstumsziele. Durch die neue Verstärkung wollen wir unsere Ziele schneller als noch vor Monaten geplant umsetzen. Zum einen wollen wir einen Pool für Mehrfachagenten gründen und uns somit gerade den institutionellen Vertrieben öffnen, die keinen Maklerstatus haben. Zum anderen werden wir uns auch stärker als bisher an kleinere und mittlere Vertriebe wenden, die auf eine umfassende Dienstleistung Wert legen - unabhängig ob als Makler oder Mehrfachagent. Und zum dritten wollen wir unsere IT-technischen Leistungen deutlich ausbauen.
finanzwelt: Wie kam es dahingehend zum Kontakt mit Ihren neuen Kollegen?
Neudecker: Sowohl Lambert Stegemann als auch Jörg Matheis waren mir ja über ihre langjährige erfolgreiche Tätigkeit bei der pma bzw. über unsere gemeinsame Initiative „Ausgezeichnete Maklerpools“ stets bekannt. Hierbei fiel damals schon auf, dass ihre Philosophie und strategische Ausrichtung, der sie bei pma gefolgt sind, sehr ähnlich waren wie unsere bei der FiNet: Sie basierte ebenfalls auf einem sehr partnerschaftlichen Umgang mit ihren Partnern. Unsere Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit ergaben dabei schnell: Wir haben gemeinsame Ziele und die gleichen Ansichten, wie wir diese Ziele erreichen möchten. Zum Wohle unserer Partner sind wir daher mehr als nur zufrieden, mit „Münster“ bzw. mit Lambert Stegemann und Jörg Matheis zusätzlich zu Marburg ein zweites großes Standbein im Westen anbieten zu können.
finanzwelt: Herr Matheis, Herr Stegemann, eine Frage, die natürlich gestellt werden muss: Schmerzte der pma-Abgang?
Matheis: Natürlich war für uns die Entwicklung nicht absehbar. Ich möchte das gar nicht weiter kommentieren, nur so viel: Wir beide haben die Zeit bei pma sehr genossen und die Arbeit und die positive Entwicklung hat uns sehr viel Freude bereitet. Natürlich ist es schwer, wenn einem so etwas von heute auf morgen genommen wird. Aber es ist an der Zeit, nach vorne zu blicken. Wir freuen uns sehr auf unsere künftige Herausforderung bei FiNet und werden diese mit ganzem Engagement angehen. Klargestellt sei an dieser Stelle: Wir wünschen den neuen Verantwortlichen von pma alles Gute und blicken ohne Ärgernis auf viele schöne Jahre zurück.
Stegemann (lacht): Dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Die Zeit bei der pma war sehr erfüllend und schön. Wir werden nun unseren Eifer in die neuen Aufgaben zu stecken. FiNet genießt einen hervorragenden Ruf im Markt, sowohl bei Maklern als auch bei Produktgebern. Da macht es Freude, für ein solches Unternehmen tätig zu werden. FiNet ist für viele Finanzdienstleister bestimmt der richtige Partner.
finanzwelt: Jetzt machen Sie mich neugierig. Was meinen Sie damit konkret?
Stegemann: Naja, unsere zuletzt gemachte Erfahrung zeigt ja doch explizit, dass es für die Kunden eines Pools besonders wichtig ist, zu verstehen, wohin die strategische Reise des Pools und seiner Eigentümer geht. FiNet ist im Besitz seiner Partner. Dies sichert nachhaltig die Ausrichtung der Strategie auf die Interessen seiner Partner, die eben auch die Eigentümer des Pools sind. Eine plötzliche Veränderung durch einen Eigentümerwechsel kann es in dieser Struktur nicht geben. Darin sehen wir eine große Stärke. Hintergrund: Seit Gründung im Jahre 1999 ist der Maklerpool im Besitz der angeschlossen Versicherungs- und Finanzmakler sowie einem Teil der derzeit über 50 Mitarbeiter. Kein Aktionär verfügt über eine Sperrminorität, Produktgeber sind nicht an der Gesellschaft beteiligt. Diese besondere Eigentümerstruktur ermöglicht es den Partnern, durch aktive Mitbestimmung Einfluss auf strategische Unternehmensentscheidungen zu nehmen und sichert die langfristige Unabhängigkeit der FiNet AG.
finanzwelt: Abschließend gefragt: Herr Neudecker hat ja bereits viele neue Ziele „ausgerufen“. Was steht konkret kurzfristig für Sie auf der Agenda?
Stegemann: Wie es der Vertrieb von uns gewohnt ist, stellen wir uns in seinen Dienst. Soll heißen: Wir werden zunächst die Vermarktung der Qualität von FiNet deutlich ausbauen und uns auch in Vermittlersegmenten positionieren, in denen FiNet bisher noch nicht vollständig vertreten ist. Wichtig ist hierbei, das Ohr am Markt zu haben, um zu erfahren, was unsere Partner von uns wünschen und was wir bis dato bieten können. Hier gilt es für uns, anzufangen.
Matheis: Flankierend hierzu werde ich mich dem Ausbau der technischen und administrativen Prozesse widmen. So werden wir in den nächsten Monaten ein webbasiertes CRM für die FiNet-Partner einführen. Und zum anderen werde mich um den Aufbau der Mehrfach-Agenten-Gesellschaft kümmern. Ich denke, langweilig wird uns sicherlich nicht.
(Das Gespräch führte Marc Oehme)








