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(K)ein Tabuthema?

Sterbegeld-/Bestattungspolicen

Das, worüber Menschen nicht gerne reden, woran sie nicht gerne denken, wird kurzerhand zum Tabuthema erklärt. Auch wir Deutschen, die dafür bekannt sind, sich auf jede Situation sorgfältig einzustellen und vorzubereiten, lassen das unangenehme Tabuthema „Tod“ lieber außen vor! Doch „gerade“ der Tod ist nicht umsonst und kann für die Angehörigen von Verstorbenen gravierende finanzielle Folgen haben. Daher sollte ein guter Berater beizeiten, sowohl aus finanziellen Gesichtspunkten, aber auch aufgrund von sozialen Faktoren ausreichend über die Möglichkeit der „persönlichen Sterbefallvorsorge“ aufklären.

Kein angenehmes Thema – der Tod. Doch zur persönlichen Trauer stoßen oft noch finanzielle Zugänge hinzu. Denn je nach Art der Beisetzung, der Trauerfeier sowie eventuellen Folgekosten ist in kurzer Zeit eine stattliche Summe aufzubringen. Hier sind Bestattungskosten von 5.000 Euro und mehr mittlerweile die Regel und dabei sind weitere Aufwendungen, wie die Grabpflege, noch nicht berücksichtigt. Oft sind die Kosten so hoch, dass die Hinterbliebenen den letzten Wunsch des Verblichenen nicht angemessen erfüllen können. Wer meint, sich auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen verlassen zu können, der ist verlassen. Denn: Das Sterbegeld wurde ersatzlos aus dem Katalog der gesetzlichen Leistungen gestrichen. Das heißt, Angehörige müssen die Bestattungskosten aus eigener Tasche zahlen. „Eine unwürdige Bestattung, die dazu auch noch Kindern oder Verwandten Ärger bereitet, zählt zu den großen Sorgen moderner Senioren“, beschreibt Dr. Hans-Joachim Rauscher, Vertriebsvorstand NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE, die Problematik.

Trend zur frühzeitigen Absicherung. Gerade wegen der Entlastung der Angehörigen, aber auch der Sicherung einer würdigen Bestattung ist das „Sparen für den Fall der Fälle“ ein wachsender Markt. Sascha Albiez, Hauptabteilungsleiter Marketing bei der Stuttgarter Versicherung: „Laut einer aktuellen Studie von Infratest sparen bereits 27% der Senioren für die eigenen Beerdigungskosten, 15% der 50- bis 59-Jährigen und 34 % der über 60-Jährigen. 21 % der Senioren bilden zusätzlich Rücklagen zur Absicherung des Partners, 25 % der 50- bis 59-Jährigen und 18 % der über 60- Jährigen.“ Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Versicherer Sterbefallvorsorgepolicen, wie Sterbegeld- oder Bestattungsvorsorge anbieten. Die Nachfrage ist groß. Zudem treffen diese Produkte auf die „Best Ager“, also jene, die 50 Jahre und älter sind und die statistisch gesehen auf hohe Kaufkraft, überdurchschnittlich gute Zahlungsmoral, gute Vorsorgebereitschaft und starke Kundentreue verweisen können.

Die NÜRNBERGER bietet dabei mit dem Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. eine Komplettdienstleistung rund um die Bestattung an. Hierbei handelt es sich im Kern um eine Privatvorsorge mit lebenslanger Todesfallabsicherung, ganz ohne Gesundheitsprüfung. „Von schlichter Bestattung bis zur gehobenen Trauerfeier plus zusätzlichen Kapitalbedarf haben wir in unserem Angebot alle persönlichen Wünsche unseres Kunden – ganz individuell – berücksichtigt. Für die Hinterbliebenen werden alle notwendigen Formalitäten übernommen, egal bei welchem deutschen Bestattungsinstitut“, so Dr. Rauscher.

WWK 55plus heißt die neue Produktlinie für Senioren der WWK Versicherungsgruppe. Als ersten Baustein bietet das Unternehmen die WWK Bestattungs- Vorsorge an; weitere Produkte folgen im Laufe des Jahres. „Die demographische Entwicklung zeigt, dass Senioren eine permanent wachsende Zielgruppe ist und zugleich eine außerordentlich kaufkräftige“, erklärt WWK-Vertriebsvorstand Rainer Gebhart bei Vorstellung des neuen Produkts. Die WWK Lebensversicherung a.G. bietet die WWK Bestattungs-Vorsorge mit drei in der Höhe unterschiedlichen Versicherungssummen an: Das Standard-Paket mit 5.000 Euro, das Komfort-Paket mit 7.500 Euro und das Premium-Paket mit 10.000 Euro. Hierdurch wird zum einen eine Entlastung der Angehörigen ermöglicht, zum anderen kann der Kunde alle im Zusammenhang mit dem eigenen Ableben verbundenen Formalitäten bis hin zur Organisation der Beerdigung eigenverantwortlich regeln.

InterRisk hat im Rahmen der beiden NachsorgePläne jeweils 3 Leistungspakete: Personen mit Eintrittsalter 25 bis 49 Jahren können zwischen Versicherungssummen von 5.000, 8.000 und 10.000 Euro wählen, 50- bis 70- Jährige können sich für 3.000, 5.000 oder 8.000 Euro entscheiden. Beide Pläne sehen vor, dass bei Unfalltod ohne Wartezeit die dreifache Leistung fällig wird und darüber hinaus Auslandsreise- Rückholkosten bis zu 10.000 Euro inkludiert sind. Anhand einer persönlichen Checkliste, mit deren Hilfe Einzelheiten der eigenen Bestattung festgelegt werden können, nehmen so InterRisk-Versicherte ihren Angehörigen bereits zu Lebzeiten wichtige Entscheidungen ab und legen die richtige Versicherungssumme fest. Für die Bevölkerungsgruppe unserer deutsch-türkischen Mitbürger stellt die InterRisk den NachsorgePlan für 50- bis 70-Jährige einschließlich Antrag auch in türkischer Sprache zur Verfügung. Für den Vertrieb ist wichtig: Einfacher Antrag mit 3 Leistungspaketen und sofortige Policierung nach Antragseingang, da Wegfall der Gesundheitsprüfung (garantierte Annahme!).

Gleich zwei Produkte – IDEAL Sterbe- Geld sowie IDEAL BestattungsVorsorge – bietet die IDEAL Versicherungsgruppe an, die sich als reiner Seniorenversicherer erfolgreich auf dem Markt präsentiert. Die Produkte können bis zum 85. Lebensjahr ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. „Die Versicherungssumme kann individuell vereinbart werden und zusätzlich wird eine Überschussbeteiligung von derzeit 5,1 % ausgezahlt“, erläutert Stephan Schinnenburg, Vertriebsvorstand IDEAL Versicherungsgruppe. Damit die Beerdigung auch im Sinne des Verstorbenen verläuft, versichert die IDEAL BestattungsVorsorge den Kunden mit der Gewissheit, dass die festgelegte Summe auch tatsächlich für die Bestattung verwendet wird. Hierzu Schinnenburg: „Dem Bestattungsunternehmen wird ein unwiderrufliches Bezugsrecht eingeräumt, das von den Hinterbliebenen nicht verändert werden kann.“ Sinnvoll auch für diejenigen, die ihre Rente in Mallorca genießen wollen: Im Unterschied zu anderen Anbietern ist bei der IDEAL die Rückholung aus dem Ausland beitragsfrei mitversichert.

Auch bei der Stuttgarter Versicherung kann der Endverbraucher frei entscheiden, wer die Ablaufleistung bekommt. Egal, ob ein eigen bestimmtes Bestattungsinstitut, die Kinder, Enkel oder andere Personen. „Zudem kann er vor dem Leistungsfall das Bezugsrecht ändern und sich z.B. für ein anderes Bestattungsinstitut entscheiden, ohne dafür gesonderte Gebühren entrichten zu müssen“, so Sascha Albiez. Der Kunde kann bei der Stuttgarter BestattungsVorsorge 50 PLUS® zwischen vier verschiedenen Versicherungssummen von der Standardversion mit einer Versicherungssumme von 3.000 Euro bis zur Premiumpolice mit einer Versicherungssumme von 10.000 Euro wählen, die er ohne Gesundheitsprüfung bis zum 80. Lebensjahr (bei laufender Beitragszahlung) beziehungsweise bis zu einem Eintrittsalter ab 85 Jahren (bei Zahlung eines Einmalbetrages) abschließen kann.

Die PERSÖNLICHE STERBEFALLVORSORGE der AachenMünchener kann bis zu einem Eintrittsalter von 85 Jahren abgeschlossen werden. Hierbei verzichtet der Versicherer bis zu einer Versicherungssumme von 15.000 Euro in der Regel auf eine Gesundheitsprüfung. „Die Sterbefallvorsorge gehört für unsere Vertriebe zu einer ganzheitlichen Beratung. Sie rundet das Angebot und unsere Produktpalette ab", so der Pressesprecher Andreas Krosta.

Bestattungsvorsorgeversicherungen oder Sterbegeldpolicen stellen demnach sehr sinnvolle Produkte dar, die Finanzdienstleistern aufgrund der bedarfsindividuellen Differenzierungen der Policen eine sehr gute Möglichkeit des Zugangs zur vorsorgeorientierten Zielgruppe der „Best Ager“ bietet.

(MARC OEHME)


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