Ein europäischer Finanzdienstleister
Interview mit Michael Frahnert
Insbesondere unter der Führung von Michael Frahnert hat die OVB-Gruppe einen interessanten Imagewandel vollzogen. Sehr erfolgreich, denn das Unternehmen konnte in 2001 in beeindruckender Weise seinen Jahresüberschuss um mehr als 50 Prozent auf 10,1 Millionen Euro steigern und dieses Ergebnis im Jahr 2002 mit 9,6 Millionen Euro stabilisieren. Die Stoßrichtung ist klar: Weltweite Unsicherheiten provozieren Vorsorgebedarf und verlangen eine kompetente Beratung. Hier setzt OVB-Vorstandsvorsitzender Michael Frahnert an und prognostiziert für sein Haus ein deutliches Wachstum.
FINANZWELT sprach mit ihm über die derzeitige Positionierung des Unternehmens und die weitergehende europäische Strategie.
FINANZWELT: Offen angesprochen, hatte Ihr Unternehmen vor einigen Jahren Image-Probleme in der Öffentlichkeit. Jetzt beobachten wir, dass es ruhig geworden ist um die OVB. Aufgefallen ist uns allerdings auch, dass sich Ihr Unternehmen neu positioniert hat. Ist diese Entwicklung Teil einer Strategie?
Frahnert: Natürlich hatte die OVB auch ihre Sturm- und Drangjahre – gerade nach der Öffnung Ostdeutschlands. Zu dieser Vergangenheit stehen wir. Wenn Sie allerdings die Presse der letzten drei, vier Jahre anschauen, werden Sie feststellen, dass unser Unternehmen sehr positiv dasteht. Dies ist schon Teil einer offenen Kommunikationsstrategie. Wir haben es also geschafft, unser Image durch verschiedenste Maßnahmen zu verbessern, wozu beispielsweise auch eine hohe Kundenzufriedenheit gehört. Dies können wir mit unabhängigen Kundenbefragungen belegen.
FINANZWELT: Was hat zu dieser positiven Entwicklung beigetragen?
Frahnert: Die OVB ist über dreißig Jahre alt und demzufolge sind auch die Mitarbeiter mitgewachsen. Was dies anbelangt sind wir also längst aus dem Image des hemdsärmeligen Verkaufsteams herausgewachsen und bieten heute über zwei Millionen Kunden eine kompetente und ganzheitliche Beratung für deren unterschiedlichsten Wünsche und Ziele. Hierzu gehört auch, dass wir den überwiegenden Teil unseres Geschäftes mit hauptberuflichen Finanzdienstleistern durchführen, die sich in einem leistungsorientierten System weiterbilden. Vereinfacht gesagt bieten wir ein umfassendes Ausbildungsprogramm, das in einer Prüfung zur Qualifizierung als Certified Financial Consultant endet. Wir haben uns hierbei, was die berufliche Weiterbildung anbelangt, mit einem Institut zusammengeschlossen, das aus der Gründung einiger Professoren und des heutigen Rektors der Fachhochschule Sankt Gallen in der Schweiz entstanden ist. Voraussetzung war, dass unsere Mitarbeiter einheitlich für die Erfordernisse des gesamten europäischen Marktes ausgebildet werden können, denn wir verstehen uns als einer der ersten Allfinanzanbieter in Deutschland als europäischer Player.
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