Die Chancen nutzen!
FINANZWELT-Vertriebstage 2007
„Wir freuen uns unglaublich, dass es unser Team mit all seiner zugegeben mehr Women- als Menpower geschafft hat, ein solch tolles Event abermals auf die Beine zu stellen. Ihr Kommen ist der Beweis dafür!“ Mit diesen Worten eröffneten Herausgeberin Dorothee Schöneich und Marc Oehme, FINANZWELT-Ressortleiter Versicherungen, die diesjährigen FINANZWELT-Vertriebstage – zwei Veranstaltungstage mit informativen Vorträgen, packenden Podiumsdiskussionen, Auszeichnungen sowie spannenden Gesprächen verbunden mit einer aufregenden Abendveranstaltung.
INTERESSANTE FACHVORTRÄGE
Schwerpunkt der Vorträge war das Thema „Rund um die Immobilie“. In diesem Sinne berichtete Alexander Kaminski, Managing Sales Director Fondsvertrieb bei Realkontor Innovative Fondskonzepte GmbH im ersten Fachvortrag der Veranstaltung über die „Chancen eines Direktinvestments“. Das Haus Realkontor mit Sitz in Gärtringen bei Stuttgart ist aktuell in zwei starken Geschäftsfeldern aktiv: Das Emissionshaus-Geschäft sowie das aktive Immobilienmanagement für die Realkontor-Handelsfonds. „Aktuell bieten wir mit unserem Realkontor Real Estate Company Invest Fonds unseren Anlegern erstmals in Deutschland eine Art der Beteiligung, die in dieser Form den konsequenten Zugang zu Immobilien-Private-Equity ermöglicht, wie es normalerweise Profis vorbehalten bleibt“, so Kaminski.
Darauf folgend stellte Klaus Fickert, geschäftsführender Gesellschafter von König und Cie. GmbH und Co. KG, das neueste Baby aus dem Hause König und Cie. vor – den Mezzanine-Opportunity US I, ein Dachfonds, der in US-amerikanische Fondsgesellschaften investiert. Herr Fickert stellte hierbei die Investitionsvorteile klar heraus: „3 Zielfonds wurden bereits gezeichnet, circa 2/3 des Investitionskapitals werden als besichertes Fremdkapital (Mezzanine) investiert, eine exzellente Sicherheits struktur durch Streuung des Kapitals auf bis zu 100 Projekte, Kapitalrückflüsse innerhalb der Gesellschaft ab dem ersten Tag und Renditeerwartung von ca. 10 % p. a. vor Steuern – bezogen auf das jeweils noch gebundene Kapital.“
Den Vortrag „Der Schlüssel zum optimalen Anlageportfolio“ stellten gemeinsam Prof. Dr. Franz-Joseph Busse, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule München, und Alexandra Wiedmann, Managing Director Sales, DCM Deutsche Capital Management AG, vor. Im letzten Jahr erreichte das Emissionshaus mit 609,7 Mio. Euro Gesamtinvestitionsvolumen eines der besten Ergebnisse seit Gründung (1986) und ist damit führender Anbieter geschlossener Fonds mit positiver Leistungsbilanz. Professor Dr. Busse erklärte u. a., wie sein Team und er es geschafft haben, einen Portfoliorechner – den „Busse-Asset-Optimizer“ – zu entwickeln, der durch Rendite-Risikokennziffern ersichtlich macht, dass durch die Beimischung von sog. Sachwertfonds das Risiko minimiert und die Rendite erhöht werden kann. Das Team hat in mühevoller Kleinarbeit die tatsächlichen Ergebnisse von ca. 8.000 geschlossenen Fonds (Sachwertfonds) der letzten 15 Jahre ausgewertet und so diese umfangreiche Datenbasis zusammengetragen.
Auf Basis dieser Erkenntnisse hat die DCM AG einen Dachfonds in 5 Assetklassen entwickelt die „DCM Vorsorge-Portfolio 1 KG“. Dieser Dachfonds plant, über die Laufzeit in ca. 15 bis 25 verschiedene geschlossene Fonds am Markt zu investieren. Hierzu werden Angebote der Initiatoren, die dem VGF (Verband geschlossener Fonds) angehören, herangezogen, um ein entsprechendes Portfolio zusammenzustellen. Es sind Einmalanlagen und Sparraten, Thesaurierung und Ausschüttungen der Erträge vorgesehen. Vielleicht Ihr Schlüssel zum optimalen Anlageportfolio im nächsten Kundengespräch?
Im Vortrag „Gewinne mit Immobilien“ referierte Otmar Knoll, Vertriebsbeauftragter der fairvesta AG, welch immenses Potenzial im Thema Immobilien steckt. So werden in den nächsten 10 Jahren Billionenvermögen an Immobilien in Deutschland vererbt. Von diesen Potenzialen profitieren die Anleger der geschlossenen Fonds von fairvesta. „Wir kaufen die Immobilien weit unter Marktpreis aus Konkursen oder Insolvenzen sowie aus Bestandsabbau bei Banken ein und veräußern sie wieder mit Gewinn“, so Knoll. Einer der Gründe für den Erfolg des Unternehmens aus dem Schwabenlande ist sicher die große Erfahrung und das gute Netzwerk von fairvesta.
Immer mehr Unternehmungen suchen neue Finanzierungswege, wie beispielsweise das Finanzierungsinstrument Venture Capital – eine Form des Fremdkapitals, die spezifisch auf die Förderung von Unternehmen eingeht, die kurz vor der Umsetzung interessanter Patente oder Entwicklungen stehen. Wie erfolgreich mit Venture Capital gearbeitet werden kann und wie sehr es notwendig ist, um Entwicklungshemmnisse von jungen aufstrebenden Unternehmen zu bewältigen, lässt sich anhand der exklusiv von der Alfred Wieder AG vertriebenen MIG FONDS sehen. „Investition an der Renditequelle“ hieß daher auch der letzte Vortrag des ersten Tags von Michael Grund, Vertriebsleiter der Alfred Wieder AG. „Wichtig für Venture Capital Experten ist die Identifizierung von Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen in Wachstumsmärkten – wie in dem medizinischen oder technologischen Bereich“, stellte Grund dabei das Erfolgsrezept der MIG Fonds dar.
Am zweiten „Vertriebstag“ startete Dirk Germandi, Vorstandsvorsitzender der Profi Partner AG, zum Thema: „Comeback der Anlageimmobilie“. In den letzten 12 Jahren hat die Profi Partner AG Immobilien im Wert von über 500 Mio. Euro in ganz Deutschland vertrieben und einen Teil davon mit der eigenen Bauträgerfirma, der GrundStein Bauträger GmbH, saniert. „Hierbei steht die Wichtigkeit des richtigen Partners und die sichere Immobilie ebenso im Vordergrund wie die verantwortungsbewusste Beratung der Vermittler, auf die im Hause Profi Partner sehr viel Wert gelegt wird“, so Germandi.
Und darauf wird auch im Hause der Prohyp GmbH stark geachtet, einer 100-%igen Tochtergesellschaft der Interhyp AG. Prohyp ist mit einem Finanzierungsvolumen von 1,3 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2006 der führende unabhängige Baufinanzierungspartner für Finanzdienstleister und freie Vermittler in Deutschland. Etwa jede zweite Baufinanzierung, die ein Vermittler für seine Kunden beschaffen will, funktioniert nicht oder verzögert sich. Wie es aber auch anders geht, erfuhren die Zuhörer im Vortrag „Perspektive Baufinanzierung“ von Marcus Rex, Geschäftsführer der Prohyp GmbH.
Im letzten Fachvortag wurde deutlich, welch gravierenden Auswirkungen die Abgeltungssteuer haben wird. Dirk Arning, Kapitalmarktexperte und Geschäftsführer von Drescher und Cie. Gesellschaft für Wirtschafts- und Finanzinformationen, berichtete in seinem Vortrag „Abgeltungssteuer – Konzept und Konsequenzen!“ wie viele Baustellen bei dieser Reform noch vorhanden sind und welche Effekte diese haben wird.
BRISANTE THEMEN BEI DEN PODIUMSDISKUSSIONEN
Ergänzend zu den Referaten wurden in zwei Podiumsdiskussionen zukunftsweisende Thematiken behandelt. In der ersten Diskussion wurde beim Thema „Pflegeversicherung“ unter der Leitung von Joachim Geiberger, Geschäftsführer von Morgen & Morgen, die Frage geklärt, wie die Pflegesituation derzeit in Deutschland aussieht, welche Versorgungslücken bestehen und wie notwendig eine rechtzeitige, private Absicherung ist. Hierzu konnten Pflegeversicherungsexperten aus verschiedenen Bereichen gewonnen werden, und alle waren sich klar darüber, dass im Bereich der privaten Pflegeabsicherung noch viel Musik steckt und dass das Thema noch viel eindringlicher an die Branche herangetragen werden muss – Zeit, dass sich was dreht!
Teilnehmer der Podiumsdiskussion Pflege:
Joachim Geiberger; Carsten Möller, Geschäftsführer maxPool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister mbH; Stephan Baumann, Bundesvorsitzender Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB); Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender MÜNCHENER VEREIN Versicherungsgruppe; Wolfgang Fuchs, Vertriebsvorstand Delta Lloyd Deutschland AG; Tobias Maack IDEAL Lebensversicherung a. G. und Marc Oehme, FINANZWELT
Bei der zweiten Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Martin Klingsporn, FINANZWELT, ging es um die Fragestellung, wem die Produkt-Ratings für Beteiligungsmodelle nützen. Im Mittelpunkt stand der Interessenkonflikt der Lieferanten von Informationen und Bewertungen. Verlage und Rating-Agenturen üben diese eine beachtliche Macht aus. Gleichzeitig sind sie aber als Wirtschaftsunternehmen an ihren eigenen Einnahmen interessiert, womit eine Anfälligkeit für Einflussnahmen entsteht. Transparenz in Bezug auf die Finanzierung dieser Informationsunternehmen wäre ein Mittel, die massiven Interessenkonflikte zumindest unter Kontrolle zu bekommen, wenn sie sich wohl auch nicht auflösen lassen werden. Die Entwicklung angemessener Transparenzstandards zeichnet sich als neue Aufgabe ab, bei der vor allem der Vertrieb gefordert sein wird.
Teilnehmer der Podiumsdiskusion Rating:
Dr. Helmut Knepel, Vorstand Feri Finance AG; Ove Franz; Hans J. Loges, Vorstand Rating Services AG; Heinz Gerlach, Direkter Anlegerschutz; Wilfried Tator, Scope Holding GmbH; Uwe Kremer, k-miVerlag GmbH; Beatrix Boutonnet, JOURNALISTENBÜRO LOIPFINGER - fondstelegramm.de; Markus Gotzi, Redaktionsbüro Der Immobilienbrief und Dr. Martin Klingsporn, FINANZWELT
NEUE GESICHTER FÜR DEN KOMPETENZBEIRAT
FINANZWELT versteht sich – mittlerweile im dreizehnten Jahr – als Interessenvertretung des Finanzvertriebes und als Fachpublikation eines gut ausgebildeten Vertriebs. Aus diesem Grunde hat FINANZWELT im Jahr 2006 den FINANZWELT-Kompetenzbeirat ins Leben gerufen. Die Aufgabe des Beirats ist der „direkte Austausch“ von Informationen und Trends zwischen Top-Vertriebsführungskräften der Finanzdienstleistungsbranche und unserem Fachmagazin zum Wohle des Marktes. Hierzu konnte FINANZWELT drei neue Experten als Mitglieder gewinnen. So hieß Dorothee Schöneich die Herren Alfred J. Kremer, geschäftsführender Gesellschafter der Multiconsult GmbH in München, Dr. Horst Steppi, Vorstand der AVA AG in Grünwald und Reinhard Schutte, Geschäftsführer der FiNUM FINANZHAUS GmbH in Essen, als neue Mitglieder im Kompetenzbeirat willkommen.
DIE ETWAS ANDERE ABENDVERANSTALUNG
Nicht mehr wegzudenken bei den Vertriebstagen ist natürlich die Abendveranstaltung am ersten Abend. Hier wurde vor allem wieder einmal deutlich, wie vereinfachend ein solches Event ist, um Kontakte auf der persönlichen Ebene zu knüpfen. Die Tagungsgäste konnten sich zunächst bei einem gemütlichen Abendessen über die Branche im Arbeitsalltag, aber auch über neue Produkte und Ideen austauschen, um später dann gesellig beim Surfsimulator, Insektenkatapult, Bunjee Run oder bei der Ballkanone über neue Möglichkeiten nachzudenken und gute, erfolgreiche Kontakte zu knüpfen.