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Gewerbeimmobilien

Viele Gründe für Optimismus!

Die Tagespresse in diesen Zeiten ist nicht zu beneiden. Ihre Leser erst recht nicht. Nur schlechte Nachrichten und kontroverse Meinungen der Experten über die richtigen Wege aus der Krise. Im Kapitalanlagebereich ist es ähnlich. Die Profis widersprechen sich. Wie am Beispiel der Assetklasse Gewerbeimmobilie zu belegen ist.

Auf der einen Seite wird derzeit massiv vor Investitionen in die Gewerbeimmobilie gewarnt. „Gewerbeimmobilien verlieren rasch an Wert", schrieb zum Beispiel das Handelsblatt kürzlich. Artikel mit ähnlichem Inhalt waren auch in mehreren anderen Tageszeitungen zu lesen. Auf der anderen Seite zeichneten Fachleute auf einem Branchenkongress, den der WMD-Verlag, Bad Wiessee, auf Mallorca veranstaltete, ein völlig anderes Bild. Gewerbeimmobilien wurden von Branchenexperten dort als der aktuelle „Hit" unter den Anlageobjekten dargestellt. Wer liegt denn nun richtig?

finanzwelt hat im letzten Heft die Anlageklasse Wohnimmobilie portraitiert. Heute nun analysieren wir für Sie den Markt der Gewerbeimmobilien. Wenn Sie den Bericht gelesen haben, wissen Sie genau, wer Recht hat.

Folgende Fragestellungen haben wir untersucht: 

  • Welche Preisentwicklung ist 2009 auf dem Markt für Gewerbeimmobilien zu erwarten?
  • Wie sehen Angebot und Nachfrage nach Gewerbeimmobilien derzeit aus?
  • Gibt es eine ideale Fondskonstruktion für Gewerbeimmobilien?
  • Welche Renditen sind zu erwarten? Wie werden die Risiken eingeschätzt?
  • Welche Entwicklung der Gewerbeimmobilie ist in den kommenden Jahren zu erwarten?  

Lesen Sie nachfolgend die Antworten der Experten:

> Welche Preisentwicklung ist 2009 auf dem Markt für Gewerbeimmobilien zu erwarten?
„Die Marktentwicklung für die Gewerbeimmobilie zeigt bei uns eine deutlich negativere Tendenz als für die Wohnimmobilie." Diese Auffassung vertritt der Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Die Ergebnisse einer aktuellen BFW-Konjunkturumfrage haben ergeben, dass 2009 im Durchschnitt mit leicht sinkenden Preisen gerechnet werden muss. 73 % der befragten Unternehmen erwarten leicht bis stark sinkende Preise, lediglich 3 % erwarten Preissteigerungen. Die Mietentwicklung soll ähnlich verlaufen.

Auch dort wird im Durchschnitt mit leicht sinkenden Preisen gerechnet, doch der Anteil an Unternehmen, die mit konstanten Mieten rechnen, ist stärker ausgeprägt (35 %). 59 % rechnen mit leicht bis stärker sinkenden Preisen. Lediglich 6 % erwarten leichte Preissteigerungen.

Der Immobilienfinanzierer Hypoport aus Berlin geht davon aus, dass sich die Preise für Gewerbeimmobilien in diesem Jahr weiter rückläufig entwickeln werden. Hypoport erwartet, dass die veränderten Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten und die dadurch erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten potenzieller Investoren weiterhin die Marktdynamik dämpfen werden.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen die Initiatoren. „Der in den letzten drei Jahren im Vergleich zu den Mieten überproportional starke Anstieg der Preise für Büroimmobilien hat in 2008 seinen Höhepunkt erreicht. Die anhaltend geringere Nachfrage nach Immobilieninvestitionen drückt sich in einem Rückgang der Preise aus", so die Hamburger HSH Real Estate AG. Eine differenzierte Betrachtung stellt die Tübinger fairvesta AG an: „Es wird wieder mehr Wert auf die Lage gelegt und auf die Bonität der Mieter. Langfristige Mietverträge werden bei der Kaufpreisentwicklung entsprechend berücksichtigt. In diesem Bereich der Gewerbeimmobilien werden sich die Preise in 2009 halten und zum Teil sogar leicht ansteigen." Im Bürobereich und bei betreiberorientierten Gewerbeimmobilien sei dagegen mit nachlassenden Preisen zu rechnen.

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