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Betriebliche Altersversorgung – map-report

Von Siegern und Verlierern!

Wie im Leben so üblich, gab es auch bei der Neugeschäftsentwicklung in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sowohl Gewinner wie auch Verlierer.

Der aktuelle map-report Nr. 713 mit dem Titel „Betriebliche Altersversorgung Grafikanalyse 2006-2008 (bAV-Neugeschäft, -Bestand und Perspektiven)“ macht deutlich, wie unterschiedlich sich die bAV-Entwicklung bei den 16 Unternehmensgruppen im Vergleich 2008 zum Vorjahr darstellt. Ingesamt ist das Ergebnis der befragten Unternehmen rein nach der Stückzahl Neugeschäft positiv, jedoch reicht es bei weitem nicht aus, um die jährlichen Kundenabgänge zukünftig aufzufangen. Besonders deutlich wird die Situation, wenn man sich das APE (laufende Beiträge plus 10 % der Einmalbeiträge) anschaut. Hier hat die Branche im Durchschnitt ein dickes Minus über 160 Mio. Euro zu verzeichnen.

„Neugeschäft nach Stückzahl“. Hier macht sowohl die Debeka als auch die Bayern-Versicherung prozentual den größten Schritt nach vorne. So konnte die Debeka ein Wachstum von über 40 % feststellen.

Klarer Verlierer ist die zum ERGO Konzern gehörende Victoria. Über 40 % Verlust im Vergleich zum Jahr 2007 musste das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf erfahren. Und auch beim Neugeschäft nach APE musste das Unternehmen schmerzliche Verluste hinnehmen. So sanken die Zahlen von einst 105 Mio. Euro aus dem Jahr 2007 auf nun 65 Mio. Euro um 40 Mio. Euro und bescherten somit einen Rückgang von über 38 %! Schlimm traf es Provinzial Rheinland. Die Versicherung der Sparkassen schaffte es gerade einmal, noch 9,5 Mio. Euro an Neugeschäft (23,9 Mio. Euro im Vorjahr) zu generieren – ein sattes Minus von 14,4 Mio. Euro! Aber wo Verlierer, da auch Gewinner: Eine Steigerung von über 100 % gegenüber dem Vorjahr erreichte die Öffentliche Braunschweig und liegt damit prozentual auf Platz 1! Platz 2 geht an die Bayern-Versicherung, die es von 4,8 Mio. Euro auf nunmehr 23 Mio. Euro schaffte (2007: 18,2 Mio. Euro) – ein Wachstum von über 25 %!

Ebenfalls durch die Studie deutlich wurden die Marktchancen der einzelnen Durchführungswege der bAV. Hierbei waren sich die befragten Unternehmen einig, dass sowohl die Direktversicherung als auch die Unterstützungskasse und dicht dahinter der Pensionsfonds eine wachsende Entwicklung erfahren, während Pensionszusage und Pensionskasse eine fallende Bedeutung im Rahmen des bAV-Geschäfts haben werden. Insgesamt prognostizieren die Befragten künftig ein wachsendes bAV-Neugeschäft.

(Marc Oehme)

Downloads:
Zugänge und Rückgänge bei den Versicherern an bAV-Neuverträgen 2008

Zusatz-Informationen:

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