... eigentlich unsere Leser in der Freizeit?
Schwerelos in die Tiefe
Eintauchen in die Welt der Stille und der Farbenpracht –der Korallen und Schnecken, der Moränen, Baracudas und Haie. Eintauchen in die versunkenen Schiffswracks –als Zeugen vergangener Zeit. Sie erzählen Ge schichten von Mythen und Legenden. Doch am meisten fasziniert mich der Zustand der totalen Schwerelosigkeit –der Zustand indem ich wie ein Vogel über Klippen und Korallenriffe langsam hinwegschwebe –über mir die Wellen, wie silberne Wolken und unter mir die Tiefe. Sie scheint manchmal unendlich –fast schon bedrohlich.
Doch die Welt unter Wasser hat zu viele schöne Seiten, um dabei gleich an Seeungeheuer denken zu müssen. Die harmonischen, wellenartigen Bewegungen einer Rotfeuerqualle, die Farbenpracht einer offenen Nacktschnecke im Sonnenlicht oder die Beutejagd des Hais als unerbittlichen Herrscher. Sie alle sind Teil des Reiches der Stille und der Harmonie.
Schon als Kind, lange bevor ich lesen konnte, sah ich Sendungen von Jacques Cousteau oder verfiel den Bildbänden von Hans Hass über das Leben und die Faszination der Unterwasserwelt. Damals schon nervte ich meine Eltern, irgendeinmal tauchen zu wollen.
Es vergingen aber dennoch einige Jahre bevor ich dann mit 16 Jahren zusammen mit zwei Freunden zum ersten Mal in der Tauchschule antrat. Hurraaaaa, endlich ging es ins Wasser. Nach einer Theoriestunde ab ins Schwimmbad. CMAS–Ausbildung: Ich dachte, ich bin bei der Ausbildung der „Navi Seals “(US-Kampftaucher).Ich wollte doch nur Spaßtauchen und nicht als „Minentaucher“ tätig werden, geschweige denn bei den Übungen das Schwimmbecken leer trinken –und dabei sah doch alles immer so einfach aus. Einige Übungen waren doch anspruchsvoller als erwartet. Nach bestandener Prüfung hörte ich aber auch auf, das Wasser zu trinken und verwende es seit her dann doch lieber, um darin zu tauchen.