Verborgene Talente entdecken - Stärken fördern
Wissen Sie, was in Ihnen steckt?
Talente, Begabungen, Stärken, Wissen, Skills - alles Begriffe, die in unserem Wortschatz eine wichtige Rolle spielen, über deren wirkliches Potential aber doch immer noch zu wenige Menschen nachdenken. Habe ich nun eher eine künstlerische Ader oder liegt mir die technisch- naturwissenschaftliche Welt näher? Forsche ich gerne und erfinde die Welt neu oder liegen mir Menschen am Herzen? Und was mache ich dann in (m)einem Job, in dem ich so gar nichts von dem umsetzen kann, was ich gerne tue? Wissen Sie, was in Ihnen steckt? Verborgene Talente zu entdecken und die eigenen Stärken zu fördern, das ist jederzeit möglich - vorausgesetzt, Sie hören tief in sich rein und beschäftigen sich intensiv mit dem, was Sie in Ihrem Herzen fühlen und aus dem Bauch heraus wollen und nutzen so das Potential, das bislang vielleicht etwas verborgen blieb.
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Interessanterweise werden solche anfänglichen Talentunterschiede im Laufe unseres Lebens trotz gleicher Aus- und Weiterbildung eher größer als kleiner: Wer als Zweijähriger etwas weniger taumelig war als seine Altersgenossen, der überflügelt sie möglicherweise als Zehnjähriger im Schwimmen, Laufen und Turnen und erfreut vielleicht als 22jähriger Ronaldo die Welt mit einer Ballbeherrschung, die für Andere unerreichbar bleibt, wenn das Talent erkannt und konsequent entwickelt wurde.
Verschwendung menschlicher Ressourcen
Personalchefs und Führungskräfte beobachten ebenfalls dramatische Unterschiede in den Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter: 80.000 weltweit befragte Topmanager stimmten deshalb bei aller Unterschiedlichkeit in einem zentralen Punkt überein: "Letztlich geht es immer um den Schlüsselfaktor Talent. Wo er da ist, kannst du coachen und es entfalten, wo er fehlt, werden Spitzenleistungen schwer möglich sein ..."
Bei unserer kulturell bedingten Begabungs- und Talentfeindlichkeit (Schule,...) erstaunt es jedoch kaum, dass in internationalen Untersuchungen nur jeder fünfte Erwachsene aussagt, dass er an seinem Arbeitsplatz täglich die Gelegenheit hat, etwas zu tun, dass seinen individuellen Stärken entspricht. Die Verschwendung von menschlichen Ressourcen und Talenten an der falschen Stelle, die seelischen Verkrüppelungen von vielen, die ein Berufsleben lang Dinge tun, die ihre Seele verstummen lässt, sollte uns betroffen machen und aus unserer Gleichgültigkeit reißen.
Die Wiedergeburt der Stärke(n)
Unsere Wirtschaft verändert sich in Riesenschritten und die Dynamik des Wandels hat ein atemberaubendes Tempo erreicht. Die neue Wirtschaft gilt als ein Hochgeschwindigkeits-Netzwerk von Informationsprozessen. Marktteilnehmer vernetzen sich aufgrund neuer Medien und tauschen sich über den Markt aus.
Auf dem Weg zu dieser Markttransparenz haben Unternehmen noch eine drei- bis fünfjährige Schonzeit, um herauszuarbeiten und zu kommunizieren, wo sie für ihre Zielgruppe sichtbar besser sind als ihre Mitbewerber: Wer in Zukunft seinen Kunden keinen sichtbaren Nutzenvorsprung kommunizieren kann, für den wird es mit zunehmender Markttransparenz immer schwieriger, Erfolg zu haben. Sichtbar besser als Andere sind wir auf Dauer aber nur dort, wo wir im Kernbereich unserer Talente tätig sind: Dort, wo sich automatisch hohe Lerngeschwindigkeit mit Motivation, Begeisterung, Durchhaltevermögen und dem Stolz auf das eigene Können zur Spitzenleistung verbinden.
Dies gilt für Freiberufler genauso wie für mittlere oder große Unternehmen.
Es gibt unzählige Beispiele, die zeigen, dass es nie zu spät ist, eine Karriere auf der Basis unserer stärksten Stärken zu starten, weil wir dort oft in wenigen Jahren erreichen, was uns anderswo ein ganzes Berufsleben lang verwehrt bleibt. Gerade die Finanzdienstleistungsbranche bietet unzählige Möglichkeiten, wie man sich durch Spezialisierung auf bestimmte Zielgruppen oder Kundenbedürfnisse auf seine individuellen Stärken konzentrieren kann.
Ein Beispiel dazu: Ein recht erfolgreicher Versicherungsmakler gab im Jahr 50.000 Euro für Mailings aus. Eine genaue Analyse, wo seine Kunden denn überhaupt herkommen, hat jedoch ergeben, dass er 70 % von seinem Jahresumsatz über die Empfehlung durch 3 Steuerberater macht. Nach genauerer Betrachtung fanden wir auch heraus, warum dies so war. Als Versicherungsmakler war dieser Herr eher introvertiert, aber fachlich sehr genau - eben jene Eigenschaften, die oft auch Steuerberatern nachgesagt werden. Da hatten sich Zwei gesucht und gefunden. Er setzte sich in unserem Coaching zum Ziel, innerhalb von 5 Jahren die Anzahl der Steuerberater als Empfehlungsgeber von 3 auf 15 zu erhöhen, umgekehrt wurde der Etat für Mailings enorm reduziert. Nur noch 5.000 Euro wurden zur Pflege der Stammkundschaft verwendet. Und die Steuerberater kannte er ja. Hier hatte er genug Selbstvertrauen durch die bisherigen Erfolge und die innere Sicherheit, dieses Ziel auch zu erreichen. Der Erfolg war nicht zu vermeiden.
(Alexander Christiani)







