Interview mit Matthias Adamietz
Wohnimmobilien
Matthias AdamietzInterview mit Matthias Adamietz, Vorstand der IMMOVATION AG
finanzwelt: Regelmäßig wird in Krisen der Sachwert als richtige Kapitalanlage wiederentdeckt. Derzeit ist es die Wohnimmobilie. Warum?
Adamietz: Für Anleger sind vollvermietete Wohnanlagen in bevorzugten Lagen attraktiv. Entscheidend ist eine durchschnittliche Größe und Miethöhe der Wohnungen. Gewerbeimmobilien sind gelegentlich höher rentabel, aber risikointensiver. Der deutsche Immobilienmarkt bietet genügend wirtschaftlich starke Regionen, in denen renditestarke Objekte angeboten werden. Die Platzierung anderer Assetklassen ist derzeit ins Stocken geraten. Das hat auch den Grund, dass eine Vielzahl von Produkten zu sehr von der allgemein sinkenden Wirtschaftslage betroffen sind. Das drückt auf die Rendite.
finanzwelt: Wie wird sich das Wohnimmobilienangebot in der Finanzkrise weiter entwickeln?
Adamietz: Banken bringen immer öfter Objekte an den Markt, deren Kreditnehmer die Leistungsraten nicht mehr aufbringen können. Diese Tendenz wird sich ausweiten. Hinzu kommt, dass sich auch durch Baukernfusionen der Angebotsdurchbruch verstärkt. Dadurch bieten sich Chancen auf günstigen Einkauf. Wer, wie unser Haus, heute in der Lage ist, solche Angebote bundesweit aufzuspüren, der kann zu Preisen des 8- bis 10fachen der Jahresmiete einkaufen, es bieten sich also gute bis sehr gute Chancen.
finanzwelt: Hat sich die Struktur der Investoren für Immobilien verändert?
Adamietz: Groß-Investoren mit Interesse am Erwerb ganzer Immobilienpakete sind selten geworden. Dafür ist die Zahl der Käufer, die eine einzelne Wohnanlage oder Wohnung, z. B. für ihre persönliche Altersvorsorge, erwerben möchten, in der Finanzkrise stetig gewachsen. Hier sehen wir verstärkt unsere Zielgruppe.
(Das Gespräch führte Dieter E. Jansen)







