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Zeit der Cabriolets

Deutschland köchelt bei 30 Grad im Schatten vor sich hin. Mit ein wenig Glück dürfen wir wieder einmal einen Jahrhundertsommer erleben, mit brühend heißen Tagen und langen, lauen Nächten in den Straßencafés, die überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Das ist die Zeit der Cabriolets, die in den Städten und auf den Landstraßen unisono ihre Dächer öffnen, wie Blüten, die sich der Sonne zuwenden. Und hier sind ein paar der interessantesten „Oben-ohne Automobile“ für jeden Geldbeutel.

Saab 9-3 Cabrio
Schnell, schön, sicher – so präsentiert sich die neuste offene Modellreihe des Klassikers Saab. Die Motorisierung reicht bis zum klassischen 2-Liter Turbomotor und neuerdings auch einem 2,8-Liter Sechszylinderturbo mit knapp 250 PS, der das Cabrio mit ca. 240 km/h bewegt. Die geglättete keilförmige Karosserie ist nach wie vor zeitlos, das Platzangebot gewaltig, schon die Serienausstattung lässt kaum einen Wunsch offen. Im mit Leder ausgestatteten Innenraum ist der Platz optimal ausgenutzt, die Rücksitzbank bietet tatsächlich zwei echte Sitzplätze mit Beinfreiheit. Der Saab ist eines der wenigen echten Cabrios für die ganze Familie, selbst eingebaute Kindersitze werden angeboten, es zeigt sich die typische schwedische Weltoffenheit mit Sinn für das Praktische. Sogar der Kofferraum ist bei eingefaltetem Verdeck ausreichend für das Gepäck und die Reise in den wohlverdienten langen Urlaub. So problemlos und unbeschwert wie ein schwedischer Sommer.

Jaguar XK Cabriolet:
Die Linienführung des neuen XK Cabriolet verknüpft die Tradition der Marke mit dem Jaguar-Design des 21. Jahrhunderts: rassig und formschön, dabei ebenso muskulös wie elegant. Das neue XK Cabriolet, das als erstes Modell der neuen XK Baureihe völlig eigenständig entwickelt wurde, verfügt über einen längeren Radstand als das Vorgängermodell, aber gleichzeitig über deutlich kürzere Überhänge. Mit seiner langen, dynamisch gezeichneten Motorhaube, den betonten Radhäusern mit großen Rädern und der kraftvoll wirkenden, hohen Gürtellinie erzeugt es einen kompakten, stilvoll-modernen und athletischen Eindruck. Für den adäquaten Antrieb des neuen Jaguar XK Cabriolet sorgt eine weiterentwickelte Version des 4,2-Liter-V8-Saugmotors von Jaguar mit 298 PS Leistung. Während die Höchstgeschwindigkeit des Cabriolets leider auf 250 km/h begrenzt ist, erlaubt der 4,2-Liter-V8 eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 6,3 Sekunden.

Cadillac XLR-V:
Amerikaner bauen Hochleistungsroadster? Eine ungewohnte Nachricht, aber auch ein ungewöhnliches Cabrio. Die Edelmarke Cadillac, bekannt für luxuriöse Straßenkreuzer, hat sahnigen amerikanischen Luxus in ein sportliches Paket gepackt, dem ganzen ein auf 450 PS aufgeladenes Achtzylinder-Herz eingepflanzt und ihm ein sportliches Fahrwerk mit auf den Weg gegeben. Der viereinhalb-Meter lange Wagen klebt dadurch förmlich auf dem Asphalt und sprintet in weniger als fünf Sekunden von Null auf 100 km/h. Der maximale Drehmoment liegt dabei schon bei 3.900 Umdrehungen an, man kann sich also vorstellen, was für einen Vortrieb ein leichter Druck aufs Gaspedal bewerkstelligt. Der Innenraum ist für einen Amerikaner erfreulich klar und sportlich eingerichtet, Holz und Leder machen einen edlen Eindruck. Ein mächtiges Geschoss in einer sportlichen Verpackung.

Honda S2000:
Ein richtiger Roadster ist er. Der S2000 mit seinem hochsteifen Chassis in Kombination mit der Double-Wishbone-Einzelradaufhängung aus dem Motorsport bringt immer ein Maximum an Reifenprofil in Kontakt mit der Straße, so dass selbst beim Fahren mit offenem Dach die exakte Lenkung und das präzise Handling erhalten bleibt. Und damit zeigt sich schon sein Charakter: ein kerniger, eher harter Sprinter mit Go-Kart ähnlichen Fahreigenschaften, der förmlich nach der nächsten Kurve lechzt. Das Sechsgang-Sportgetriebe mit extrem kurzen Schaltwegen, ein Sperrdifferenzial und die perfekte Fahrzeugbalance durch die Gewichtsverteilung 50:50 (vorn:hinten) garantieren höchste Agilität und pures, offenes Sportwagen-Feeling. Der Zwei-Liter Motor leistet beeindruckende 240 PS durch sehr hohe Drehzahlen, wie sonst nur ein Motorrad, und beschleunigt in 6,2 Sekunden von Null auf 100 km/h, bis bei 240 Km/h die Spitzengeschwindigkeit erreicht ist.

(Christoph Sieciechowicz)


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