Der Stoff, aus dem neue Aktien entstehen?
Zukunftsmarkt Bildung
Die meisten Finanzberater sprechen mit ihren Kunden über Rentenprobleme, Altersversorgung, Renditen und vielleicht noch ein bisschen über Steuervorteile. Doch was wäre, wenn ein Kapitalanlageprodukt all diese Punkte nicht berührt und trotzdem ein Produkt mit ungeahnten Chancen ist?
Wir schreiben das Jahr 2004. Neben der Rentenproblematik ist offensichtlich geworden, dass auch das deutsche Bildungssystem weitestgehend im Zusammenbruch befindlich ist. Wir leben in Zuständen, wie man sie eigentlich nur in Entwicklungsländern vermuten würde: Schulgebäude drohen aus Finanzmangel zu verfallen. Ganze Schulen werden geschlossen, so dass in einigen Landstrichen das nächste Gymnasium schon mehr als 50 km vom Wohnort entfernt liegt. PISA und TIMMS zeugen von einem deutschen Bildungsstandort, der seine Kinder nicht mehr richtig ausbilden kann. Auf deutschen Staatsuniversitäten besuchen ständig 200.000 Studenten ein wirtschaftsorientiertes Studium und gleichzeitig finden Unternehmen keinen geeigneten Führungsnachwuchs.
> Bildung als Wirtschaftsfaktor
Bislang kannte die Politik keine andere Lösung als die der staatlich zentralen Steuerung des Bildungssystems. Doch genau dieser Punkt beginnt sich jetzt zu ändern. Am 25. September 2003 wurde die erste deutsche Privatuniversität auf Aktienbasis gegründet. Die Private Hanseuniversität in Rostock ist die erste Universität, die selbst beherzigt, was BWL- Studenten erst an der Uni lernen sollen: betriebswirtschaftlich zu denken und zu handeln. Und obwohl keine einzige staatliche Universität auch nur ein einziges Jahr ohne Staatssubventionen überleben könnte, will die Hanseuniversität bereits nach knapp vier Jahren schwarze Zahlen schreiben. Dass die Kalkulationen durchaus Hand und Fuß haben, konnten die Initiatoren bereits unter Beweis stellen: Im Herbst letzten Jahres beurteilte eine hochkarätige Jury eines landesweiten Businessplan-Wettbewerbes die Planungen der Hanseuniversität als erstklassig und erklärten diese zum Sieger des gesamten Wettbewerbs. Der angehende Rektor und Promotor der Privatuniversität Peter L. Pedersen: „Die Hanseuniversität will mehr sein, als eine junge, deutsche Kaderschmiede, sie soll zum Vorbild für Schulen und Hochschulen werden.”
> Chancen für Anlageberater
Genau an diesem Punkt beginnt das Thema Bildung zu einem Zukunftsthema für die Finanzberatungsbranche zu werden: Allein ein einziges Gymnasium zu privatisieren, erfordert mehrere Millionen Euro an Investitionskosten. Und es gibt mehr als 40.000 staatliche Schulen in Deutschland, davon allein 5.800 Gymnasien. Hinzu kommen 350 Hochschulen - davon 90 Universitäten. Selbst wenn nur fünf Prozent aller Schulen und Hochschulen privatisiert würden, erforderte dies ein Investitionsvolumen von mehr als 30 Mrd. Euro. Für den Finanzdienstleister von morgen kann dies bedeuten, dass er seine Kunden nicht mehr - wie heute noch häufig praktiziert - mit hohen und möglichst sicheren Renditen umwirbt. Vielmehr könnte er gemeinsam mit aufgeschlossenen Eltern einen Bildungsplan für ihre Kinder erarbeiten und dazu Beteiligungen an genau den gewünschten privaten Internaten und Universitäten vorschlagen. Dass eine Beteiligung zudem auch mögliche Gewinne abwerfen wird, kann dabei fast schon als nettes Zubrot angesehen werden.
Doch so futuristisch sich der deutsche Bildungsmarkt von morgen auch anhören mag - er ist zum Teil bereits heute Realität: Ab Dezember 2003 werden sich an der Privaten Hanseuniversität KGaA, Rostock, neben institutionellen Investoren erstmals auch Privatanleger beteiligen können. Im Rahmen einer bundesweiten Roadshow durch acht Großstädte wird Universitäts-Geschäftsführer Peter L. Pedersen privaten Anlegern aufzeigen, welche Vorteile der Erwerb der ersten und bislang einzigen deutschen Universitäts-Aktie mit sich bringen kann.







