Dem Fiskus ein Schnippchen schlagen
Zum Jahresende gibt es noch einige steuersichere „Problemlöser“
Dass Schiffsbeteiligungen inzwischen reine Renditeanlagen sind, ist nur die halbe Wahrheit. Zwischen 30 bis 43 Prozent Verlustzuweisungen bieten die Anbieter Dr. Peters, König & Cie, Ideenkapital, Hamburgische Seehandlung und Gebab im Schnitt. Die Option auf spätere steuerfreie Ausschüttungen inbegriffen. Auch die Anbieter von Windrädern, in den letzten Jahren gebeutelt durch fehlenden Wind, bieten neben der Aussicht auf Ökostromerträge, hohe Verlustzuweisungen. Nahezu alle Anbieter wie Voltwerk, Westfonds, Reconcept, Energiekontor, WSB oder Windwärts haben Fonds mit Verlustzuweisungen zwischen 63 und 87 Prozent im Angebot.
In diesem bereinigten Markt zeigt sich einmal mehr, dass Steuervorteile nun wirklich nicht alles sind. Der Vertrieb läuft nämlich sehr schleppend. Vielmehr muss auch die berechtigte Chance auf einen möglichst hohen Ertrag dagegen stehen. Und da tun sich die Ökoanbieter derzeit schwer, eine vernünftige Leistungsbilanz auszuweisen. Dass Medienfonds hier seit Jahren eine exponierte Rolle spielen (siehe Berichterstattung ab Seite 54), ist bekannt. Im Prinzip erwarten Fachleute wie der Fondsanalyst Stefan Loipfinger seit Jahren, dass sich deren Umsätze deutlich verringern. Diese halten sich jedoch auf einem vergleichsweise hohen Niveau von mehr als 1,5 Milliarden Euro platzierten Eigenkapital. Mehr still und heimlich hat sich aber eine Steuersparanlage etab-liert, die verschiedene Vorteile hat: der GBR-Fonds.GbR am Kommen
Vereinfacht gesagt, handelt es sich hierbei um eine Beteiligung an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die u.a. in festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit unter einem Jahr investiert. Die Gesellschaft wird nach der Einnahmen-Überschussrechnung besteuert (daher GbR-Beteiligung). Soll heißen: Die Aufwendungen für den Ankauf der Wertpapiere führen sofort zu absetzbaren Betriebsausgaben – in der Regel in der Höhe des kompletten Einsatzes. Möglich wird dies, da der Anleger zum gewerblichen Wertpapierhändler „mutiert“, ohne dass er gleichzeitig bilanzierungspflichtig wird. Zudem ist es wichtig, dass während der Laufzeit keine Gewinne entstehen. Daher schütten diese Fonds auch während der Laufzeit nicht aus. Der komplette, dann zu versteuernde Gewinn entsteht am Ende der Laufzeit. Die Steuerlast wird somit individuell planbar auf einen Wunschzeitpunkt hin vorgetragen.
Es scheint nachvollziehbar, dass es sich bei diesen Fonds um ein „bankennahes“ Produkt handelt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Anbieter wie Blue Capital, Geno Asset Finance oder LHI in diesem Geschäft engagieren. Zudem interessieren den Kunden die eigentlichen konzeptionellen Abläufe eigentlich nicht. Für ihn wird nur erkennbar, dass es sich zumeist um Rentenanlagen mit hohem Steuervorteil handelt, ohne dass er gleichzeitig die Gefahr einer unternehmerischen Beteiligung eingeht. Dies macht GbR-Fonds somit auch für den freien Anlagevertrieb interessant.
Active Select Fonds
Als erster Anbieter im Bereich der bankenunabhängigen Angebote war daher auch die Landshuter FIT GmbH mit ihrem Active Select Fonds auf dem Markt. Deren Fonds zeichnen sich gleich durch mehrere Besonderheiten aus: Zum einen sind bereits Beteiligungen ab 40 Euro im Monat möglich, der Fonds bietet also eine gute Alternative zum sonst üblichen Investmentsparplan. Dabei wurde eine Kalkulation unterstellt, die extrem sicherheitsorientiert ist. Die Risiken sind faktisch nicht höher als bei der Direktinvestition in einen Rentenfonds – nur breiter gestreut. Zum anderen liegt bereits das Ergebnis einer Betriebsprüfung vor: steuerliche Probleme bestehen keine. Daneben kann FIT auf ein Negativtestat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verweisen, wonach keine Erlaubnispflicht nach Paragraf 32 Kreditwesengesetz besteht.
Im Ergebnis können Anlageberater Active Select Fonds bedenkenlos ihren Kunden anbieten und haben somit eine interessante Alternative zur Konkurrenz am Banktresen.







