Hauptnavigation & Suche:

Unternavigation:


Zurück zur Übersicht

Interview mit dem Frankonia-Vorstand Rudolf Döring

Zwischenbilanz

Beim Namen Deutsche Frankonia scheiden sich die Geister. Dies mag daran liegen, dass das Unternehmen seit 1995 unternehmerisch orientierte Kapitalanlagekonzepte gerade für die Zielgruppe der Kleinanleger aufgelegt hat und auflegt. Vor gut einem Jahr übernahm Rudolf Döring den Vorsitz des Unternehmens. FINANZWELT sprach mit ihm über den damit verbundenen Richtungswechsel.

FINANZWELT: Was sehen Sie als Ihre vorrangige Aufgabe an?
Döring: Die Unternehmensgruppe Frankonia ist schnell gewachsen und, wie häufig bei raschem Wachstum, kann daher nicht alles optimal organisiert und strukturiert werden. Hier gibt es also Effizienzverbesserungen zu realisieren. Dies mache ich so konsequent wie möglich, aber auch so behutsam wie nötig und - wie meist -, um Ihre vermutlich nächste Frage gleich vorweg zu nehmen, sind mit erheblichen Effizienzverbesserungen auch personelle Veränderungen verbunden. So kam es auch bei den einzelnen Fonds wie auch in der Holdinggesellschaft zu einigen Neu- und Umbesetzungen im Bereich der Geschäftsleitung und der Aufsichtsräte.



















FINANZWELT: Wir haben den Eindruck, dass Frankonia unter Imageproblemen leidet. Würden Sie uns da Recht geben und worin sehen Sie den Grund hierfür?
Döring: Bei der Frankonia hat man zu wenig beachtet, dass es nicht nur auf objektive Merkmale ankommt - wer bietet schon Kleinstanlegern die Möglichkeit, ich sag mal, im großen Orchester mitzuspielen -, es kommt vielleicht viel mehr darauf an, der Jury zu gefallen. Das ist wie bei einer Schönheitskonkurrenz, wenn Sie mir den Vergleich erlauben. Da wird auch nicht die Dame gewählt, die vielleicht einem selbst am Besten gefällt, sondern die Dame, die voraussichtlich nach der Mehrheit der Juroren das Rennen machen könnte.

FINANZWELT: Ist dennoch etwas dran an den Vorwürfen?
Döring: Wie schon eingangs gesagt sind im Zuge des raschen Wachstums nicht alle Entscheidungsprozesse auf der Investitionsseite optimal gelaufen, manches wird aber mehr bewusst oder unbewusst einfach nicht oder falsch gesehen. Ein Beispiel dazu: Eine - im Nachhinein beurteilt - verunglückte Investition im Nutz- und Schienenfahrzeug-Zulieferbereich wurde zunächst, vielleicht zu lange, gestützt, dann aber aus den Anlagegesellschaften heraus genommen und über die Holding aus dem Risikobereich der Anleger an einen Dritten veräußert, der allerdings die Beteiligungen nicht lange halten konnte. Nun gehen die Vorwürfe dahin, dass die Frankonia eine wesentliche Investition in die Insolvenz hat gehen lassen. Falsch! Wir haben sie eben heraus genommen bevor unter der Führung eines fremden Dritten das Unglück passierte.






FINANZWELT: Wie haben Sie die Neuausrichtung auch im Sinne einer Weiterentwicklung Ihrer bisherigen Erfahrungen eingeleitet?
Döring: Auf die personellen Veränderungen habe ich schon hingewiesen. Dann haben wir bereits im Frühjahr einen neuen Fonds - den Capital Sachwert Alliance Beteiligungsfonds 5 - konstruiert, der alle bekannten Parameter erfüllt, um der Anlegerzielgruppe etwas Besonderes zu bieten, so haben wir z.B. einen Anlagebeirat und Mittelverwendungskontrolleur installiert, wir bieten keine reinen Ratenverträge und praktisch keine gewinnunabhängigen Entnahmen, dafür aber eine Portfoliooptimierung an - glücklicherweise soweit bereits möglich unter Berücksichtigung des Bauherrenerlasses.






FINANZWELT: Was gibt es denn zum bisherigen Erfolg Ihrer vier Fonds zu sagen?
Döring: Wissen Sie, wenn ich vorhin von Effizienzverbesserung sprach, dann meinte ich damit auch, dass wir einen Track record, also eine Leistungsbilanz, erstellen müssen. Diese ist kurz vor der Fertigstellung, ich hatte sie bewusst fremd in Auftrag gegeben und nicht selbst im Hause erstellen lassen und warte täglich auf das Ergebnis. Dem möchte ich aber aus verständlichen Gründen nicht vorgreifen - aber die Leistungsbilanz wird wohl manchen Kritiker überraschen, soviel wage ich, aufgrund eigener überschlägiger Einschätzungen, schon zu sagen.

FINANZWELT: Dann haben Sie sicher auch nichts dagegen, wenn wir in der kommenden Ausgabe hierüber berichten? Wo möchten Sie denn in fünf Jahren mit der Deutschen Frankonia stehen?
Döring: Wir würden uns sogar freuen, wenn Sie in der kommenden Ausgabe auf unsere Leistungsbilanz eingehen. Denn nichts zählt mehr als Fakten. Was Ihre zweite Frage anbelangt, wird Ihnen diese ja keiner ehrlich beantworten. Deshalb müssen Sie mir gestatten, mittelbar zu antworten: Die Deutsche Frankonia stellt Qualität in Produkt und Vertrieb vor Quantität. Aus den bisherigen Erfahrungen meines Berufslebens und als Schwabe bin ich überzeugt, dass sich mittel- und langfristig auch in dieser Branche Qualität durchsetzen wird.

Zusatz-Informationen:

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe

finanzwelt für unterwegs: Die neue finanzwelt-App bringt Ihnen die wichtigsten News des Tages auf Ihr Handy.

finanzwelt-App

finanzwelt.tv

Film: Alle Filme ansehen

Abo-Bestellung

Bestellen Sie die nächste Ausgabe der finanzwelt.

Jetzt abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie ab jetzt unseren kostenlosen finanzwelt-Newsletter.

Newsletter abonnieren

Fußzeile: