Plenum Maritime Fund: Monatlicher Marktkommentar maritime Wirtschaft

07.02.2013

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Die durchschnittlichen Tagesraten für den Transport von Containern haben sich gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent verbessert. So lautet eine zentrale Erkenntnis von Haakon Haland, Fondsmanager des Plenum Maritime Fund. Auszug des Originalkommentars.

(fw/ah) "Im vergangenen Jahr hielt sich der Tankschiffmarkt recht wacker mit durchschnittlichen Frachtpreisen von $ 36‘000.--/Tag für Schiffe der Größe VLCC im Vergleich zu $ 30‘000.-- /Tag im Jahr 2009. Schiffe der Grösse Suezmax erzielten Raten von $ 30‘000.--/Tag in 2010 gegenüber $ 28‘000.--/Tag im Jahr davor. Im ersten Halbjahr 2010 waren die Transportpreise attraktiv, unterstützt durch den regen Import der Chinesen und durch Kapazitätsverengungen, da Schiffe als Lagereinheiten (floating storage) genutzt wurden. In der zweiten Jahreshälfte gaben die Preise aber etwas nach, als die Lagereinheiten aufgelöst und gleichzeitig fast 100 neue Tankschiffe ausgeliefert wurden. Mit Blick in die Zukunft gibt es kaum fundamentale Faktoren, welche diese Situation signifikant verändern könnten. Die Hoffnungen der Tankerbetreiber liegen auf der OPEC bzw. darauf, dass letztere die Produktion erhöhen und sich somit eine Contango-Situation am Rohölmarkt einstellt, welche die "Schiffslager" (floating storage) wieder lukrativ macht.

Die Preise auf dem Markt für Massengüter hielten sich bemerkenswert gut 2010. Obwohl leicht schwächer als 2009 hielten sich die durchschnittlichen Preise für Schiffe der Größe Capesize und Panamax bei $ 31‘200.--/Tag bzw. $ 20‘500.--/Tag. Die entsprechende Schiffsflotte wuchs übers Jahr fast 20% und trotzdem blieben die Preise für den Transport von Eisenerz und Getreide stabil. Für 2011 erwarten wir ein starkes Wachstum bei der Nachfrage nach Dry Bulk Transportkapazitäten, bei allerdings eher schwächer tendierenden Preisen aufgrund vieler neuer Schiffe, welche soeben fertiggestellt wurden und nun ihre Dienste erstmals anbieten.

Die durchschnittlichen Tagesraten für den Transport von Containern haben sich gegenüber dem Vorjahr um 30% verbessert - dies bei einer gleichzeitigen Steigerung der Volumina um 15%. Durch die extreme Drosselung der Reisegeschwindigkeit in Kombination mit einem Mangel an Containern bot sich den Schiffsbetreibern die Gelegenheit, die Frachtraten zu erhöhen und gute Erträge zu erwirtschaften. Zudem funktionierte hier das Management der Flottenkapazitäten weit besser, so dass der Markt nicht übermäßig mit neuen Schiffen überflutet wurde."

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