KI erleichtert Unternehmen die ISO-Zertifizierung

09.06.2026

Dr. Jens-Uwe Meyer, Vorstandsvorsitzender der DICIS AG. Foto: © Digis

ISO-Zertifizierungssoftware der DICIS AG senkt den Aufwand und die Kosten der Zertifizierung um mehr als 80 Prozent. Mit der DICIS AG, Leipzig, hat erstmals eine Zertifizierungsstelle die komplexen Anforderungen der drei wichtigsten ISO-Normen digitalisiert: der ISO 9001 (Qualitätsmanagement), der ISO 14001 (Umweltmanagement) und der ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagement).

Damit sinken laut DICIS-Angaben der zeitliche Aufwand und die Kosten von Unternehmen für eine ISO-Zertifizierung um über 80 Prozent. Interessierte Unternehmen können die ISO-Zertifizierungssoftware zunächst einmal 30 Tage unverbindlich testen und mit ihr kostenlos die grundlegende ISO-Dokumentation, die das Herzstück jeder erfolgreichen Zertifizierung ist, erarbeiten.

Digitale ISO-Zertifizierung erspart Zeit und Geld „Alleine das Erstellen der für eine ISO-Zertifizierung erforderlichen Ist-Analyse und des nötigen Maßnahmenplans dauerte bislang mehrere Wochen“, betont Dr. Jens-Uwe Meyer, Vorstandsvorsitzender der DICIS AG. „Durch den in die Zertifizierungssoftware integrierten KI-Assistenten wird der Aufwand auf wenige Stunden reduziert.“

Im Mittelpunkt des digitalen Zertifizierungsverfahrens steht ein KI-gestützter Assistent. Er führt die Unternehmen Schritt für Schritt durch die Anforderungen der jeweiligen ISO-Norm. Statt sich eigenständig durch umfangreiche Regelwerke und Fachliteratur arbeiten zu müssen, erhalten Nutzer eine interaktive Begleitung, die sich an der Arbeitsweise eines erfahrenen Beraters orientiert.

KI-Assistent hilft beim Erstellen der Dokumentation Der KI-Assistent erklärt die einzelnen Normanforderungen in verständlicher Sprache und stellt gezielte Fragen zur Organisation, den Prozessen und Abläufen des Unternehmens. Gleichzeitig unterstützt die Technologie beim Erstellen der erforderlichen Dokumentation.

Richtlinien, Prozesse, Ziele, Risikoanalysen und weitere Nachweise werden auf Grundlage der Nutzerangaben automatisch vorbereitet und normkonform strukturiert. Im nächsten Schritt bereitet das Expertenteam der DICIS AG die Unternehmen dann auf die Anforderungen des Zertifizierungsaudits vor. Die eigentliche Zertifizierung erfolgt in einem Online-Zertifizierungsaudit durch qualifizierte Auditoren der DICIS AG. Dabei werden die vom Unternehmen aufgebauten Prozesse, Nachweise und Managementsysteme geprüft und bewertet. Erfüllt das Unternehmen die Anforderungen der jeweiligen Norm, wird das entsprechende Zertifikat ausgestellt.

„ISO-Zertifizierungen sind gerade für kleine Unternehmen sehr wichtig,“ betont Dr. Jens-Uwe Meyer. „Der Weg zur Zertifizierung war jedoch bislang auf die Strukturen großer Unternehmen zugeschnitten. Kleine Betriebe mussten unverhältnismäßig viel Zeit, Bürokratie und Geld in diesen Prozess investieren.“ Mit dem digitalen Verfahren und der KI-gestützten Unterstützung schafft die DICIS AG, so Meyer, „erstmals einen Zugang, der den Bedürfnissen kleiner Unternehmen entspricht und ihnen die gleichen Chancen wie großen Marktteilnehmern eröffnet“.

Das digitale Zertifizierungsangebot stößt denn auch auf eine große Resonanz. Die inzwischen über 400 zertifizierten DICIS-Kunden zeigen, dass insbesondere kleine Unternehmen einen hohen Bedarf an einfachen, schnellen und bezahlbaren Zertifizierungsverfahren haben. Ihr innovatives Angebot bietet die DICIS AG inzwischen auch international an. Das Leipziger Unternehmen konnte erste Kunden in den USA, Kanada, Irland und Norwegen gewinnen.

Mit der digitalen ISO-Zertifizierung jetzt starten „Unternehmen, die mit unseren kostenlosen Tools den ersten Zertifizierungsschritt gehen, erhalten von uns bereits ein Zertifikat, das ihnen die teilweise Umsetzung der ISO-Normen bestätigt“, erläutert Dr. Meyer. Dieses können sie beispielsweise für Marketingzwecke nutzen.

Auch das Umsetzen der Maßnahmen mit Hilfe der Software ist für 30 Tage kostenlos, um es den Unternehmen so einfach wie möglich zu machen, mit der ISO-Zertifizierung zu starten. „Denn dies“, so Meyer, „ist aus unserer Sicht die Philosophie des digitalen Zeitalters: Lass‘ die Kunden eine mögliche Problemlösung einfach ausprobieren; anschließend sollen sie selbst entscheiden, ob diese etwas für sie ist.“ (fw)