Bei Finanzentscheidungen schlägt der Mensch die KI

05.10.2026

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Künstliche Intelligenz ist bei Finanz- und Versicherungsthemen längst angekommen. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat entsprechende Anwendungen bereits genutzt. Geht es jedoch um wichtige Finanzentscheidungen, genießt der Mensch weiterhin deutlich mehr Vertrauen. Das zeigt eine aktuelle Studie der OVB zur Finanzberatung im KI-Zeitalter.

In Deutschland verwenden 37 Prozent der Befragten KI regelmäßig oder gelegentlich für Finanz- und Versicherungsthemen, weitere 18 Prozent zumindest selten. Dabei dient die Technologie bislang vor allem der Information: 51 Prozent der KI-Nutzer wollen damit Finanzthemen besser verstehen, 49 Prozent recherchieren Produkte und 27 Prozent analysieren die eigenen Finanzen.

Bei konkreten Entscheidungen stößt KI dagegen auf Grenzen. 75 Prozent würden bei wichtigen Finanzfragen eher oder ausschließlich einem Menschen vertrauen. 43 Prozent wollen nicht allein aufgrund einer KI-Empfehlung investieren, weitere 23 Prozent nur nach Bestätigung durch einen Finanzberater. Besonders ausgeprägt ist die Zurückhaltung bei Frauen: Nur 26 Prozent würden auf Basis einer KI-Empfehlung investieren, gegenüber 42 Prozent der Männer.

Den größten Beratungsbedarf sehen die Befragten bei der Altersvorsorge (41 Prozent), gefolgt von Geldanlage und Vermögensaufbau (31 Prozent). Für die Zukunft zeichnet sich dennoch ein hybrides Beratungsmodell ab: 46 Prozent erwarten, dass die Kombination aus persönlicher Finanzberatung und KI in fünf Jahren einen zusätzlichen Mehrwert bieten kann. (mho)

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