Risikofreudige Investoren prägen den Hotelmarkt

07.02.2013

„Nach einer kurzen Verschnaufpause im dritten Quartal kauften viele Investoren in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 noch einmal kräftig ein und sorgten dafür, dass die Schwelle von einer Milliarde Euro Transaktionsvolumen auf dem Hotelinvestmentmarkt noch deutlich geknackt wurde“, sagt Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International in Deutschland.

(fw/ah) Insgesamt summierte sich das Jahresergebnis auf gut 1,1 Mrd. €, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um knapp 19 % entspricht. Verkäufe mit einem bei institutionellen Investoren im Fokus stehenden Volumen von über 10 Mio. € machten dabei mit 990 Mio. € (90 % Marktanteil) den Löwenanteil aus. Hotelportfolios waren 2011 allerdings weniger gefragt als 2010. Ihr Anteil am Investmentvolumen lag mit 15 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 40 %. Insgesamt hatten Hotelimmobilien mit dem erreichten Jahresergebnis einen Anteil von knapp 5 % am gesamten gewerblichen Immobilien-Investmentmarkt. "Ein im Jahresvergleich komplett unterschiedliches Bild ergibt sich beim Blick auf die im Jahr 2011 am Markt aktiven Käufer", sagt Andreas Trumpp. "Während 2010 Eigennutzer und Corporates sowie offene und geschlossene Immobilienfonds mehr als die Hälfte des angelegten Kapitals investierten, waren es 2011 vor allem private und risikofreudige Investoren, die den Markt prägten." Sechs der zehn größten Transaktionen des Jahres entfielen auf diese Käufergruppen. Private Anleger kauften Hotelimmobilien für rund 323 Mio. €, Investoren mit value-add bzw. opportunistischeren Anlagestrategien für knapp 260 Mio. €. Eigennutzer und Corporates landeten auf dem dritten Platz und waren mit einem Anlagevolumen von ca. 136 Mio. € schon deutlich zurückhaltender beim Ankauf von Hotels.

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