Social-Media-Sucht bei Generation Z deutlich gestiegen

29.09.2026

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Problematische Social-Media-Nutzung nimmt unter jungen Erwachsenen deutlich zu. Nach einer Untersuchung von YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences zeigen 2026 bereits 51 Prozent der Generation Z auffällige Nutzungsmuster, nach 25 Prozent im Vorjahr. Besonders hoch ist der Anteil bei jungen Männern.

Während das Risiko einer problematischen oder pathologischen Social-Media-Nutzung in der erwachsenen Bevölkerung insgesamt nahezu stabil geblieben ist, zeigt sich bei der Generation Z eine auffällige Entwicklung. Der Anteil stieg innerhalb eines Jahres von 25 auf 51 Prozent. Besonders betroffen sind Männer dieser Altersgruppe: Bei ihnen weisen 58 Prozent entsprechende Nutzungsmuster auf, bei den Frauen sind es 40 Prozent. In anderen Generationen zeigt sich diese Entwicklung nicht. Bei den Millennials sank der Anteil von 26 auf 22 Prozent, in der Generation X von zwölf auf elf Prozent. Unter den Baby Boomern blieb er mit rund vier Prozent unverändert.

Die Studienautoren betonen allerdings, dass die Ergebnisse nicht mit einer medizinischen Diagnose gleichzusetzen sind. Auch lasse sich aus zwei Querschnittsbefragungen noch kein langfristiger Trend ableiten. Unterschiede bei Alter, Beschäftigung oder Region könnten einen Teil des Anstiegs erklären, reichten nach Angaben der Forscher jedoch nicht aus, um die Entwicklung vollständig zu erklären.

Weitere Untersuchungen sollen deshalb klären, welche Faktoren hinter dem starken Anstieg stehen und welche Folgen intensive Social-Media-Nutzung insbesondere für junge Erwachsene haben kann. (mho)