Deutscher bAV-Preis 2026
18.03.2026

Deutscher bAV-Preis 2026 Foto: © Deutscher bAV-Preis
Die Preisträger des 13. Deutschen bAV-Preises
Um die je nach Unternehmensgröße unterschiedlichen Ausgangssituationen angemessen würdigen zu können, wird der Deutsche bAV-Preis jährlich in den Kategorien „Großunternehmen“ und „KMU“ verliehen.
Kategorie Großunternehmen
1. Platz: Dow Deutschland
Einheitliches und zukunftsfähiges bAV-System Der Dow Pension Plan ist ein bundesweit einheitliches, modulares bAV-System, das Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge intelligent miteinander verzahnt. Das Modell kombiniert Matching- Mechaniken und Opt-out-Regelungen mit kapitalmarktorientierten Renditechancen sowie der Sicherheit einer teilweisen Innenfinanzierung. Ergänzt wird das Konzept durch einen kollektiv organisierten Risikoschutz ohne Wartezeiten. Ziel ist es, Komplexität zu reduzieren und eine einheitliche Versorgung über alle Gesellschaften hinweg zu schaffen. Die sehr hohe Teilnahmequote bei Neueintritten und die positive Resonanz der Mitarbeitenden unterstreichen den Erfolg des neuen Modells. „Ein modernes Versorgungssystem, das Flexibilität, Transparenz und attraktive Arbeitgeberförderung überzeugend verbindet“, so die Jury.
2. Platz: Schaeffler AG
Moderner Pensionplan mit Kapitalmarktchancen Mit dem Schaeffler Pensionplan (SPP) hat das Unternehmen 2023 eine moderne Alters- vorsorgelösung eingeführt, die den Aufbau eines Versorgungsguthabens über Kapitalmarktanlagen ermöglicht. Im Versorgungsfall können Mitarbeitende zwischen Einmalzahlung, Raten oder einer lebenslangen Rente wählen. Im Zuge der Integration von Vitesco wurde allen ehemaligen Vitesco-Beschäftigten ein Wechselangebot mit Vergleichsrechnungen zwischen ihren bisherigen Versorgungsplänen bei Vitesco und dem SPP unterbreitet. Auch die Schaeffler-Mitarbeitenden, die 2023 noch nicht in den SPP gewechselt sind, konnten dieses Angebot nutzen. Über 70 Prozent der berechtigten Mitarbeitenden von ehemals Vitesco und weitere 18 Prozent der noch nicht gewechselten Schaeffler-Mitarbeitenden haben das Wechselangebot in Anspruch genommen. „Ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Unternehmen komplexe Transformationsprozesse in der bAV mit Blick auf die Mitarbeitenden gestalten können“, betont die Jury. Der neue Plan vereinfacht die Governance der Altersversorgung und stärkt die Finanzierungssicherheit. Mehr als zwei Drittel der Schaeffler- Belegschaft nehmen am SPP teil.
3. Platz: Commerzbank AG
bAV-Kommunikation für Young Talents Die Commerzbank setzt bei der betrieblichen Altersvorsorge auf ein speziell für Young Talents entwickeltes Kommunikationskonzept. Mit kurzen Videos, interaktiven Veranstaltungen und verständlicher Sprache ohne Fachjargon sollen Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger früh Orientierung im „Altersvorsorge-Dschungel“ erhalten. Ziel ist es, bereits zu Beginn des Berufslebens Wissen und Transparenz rund um Altersvorsorge zu schaffen. „Ein zeitgemäßer Ansatz, der komplexe Vorsorgethemen für junge Zielgruppen verständlich und attraktiv vermittelt“, betont die Jury. Gleichzeitig stärkt das Konzept die Wahrnehmung der bAV als wertvolles Benefit und trägt zu Zufriedenheit, Bindung und finanzieller Sicherheit der Mitarbeitenden bei.
Kategorie KMU
Den ersten Platz teilen sich die AWO BV Unterfranken e.V. und der Verband Baden- Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO)
1. Platz: AWO Bezirksverband Unterfranken e. V.
Sozialpartnermodell mit reiner Beitragszusage Der AWO Bezirksverband Unterfranken hat gemeinsam mit dem Sozialpartner ver.di eine betriebliche Altersversorgung als reine Beitragszusage im Sozialpartnermodell eingeführt. Der tariflich verankerte Ansatz ermöglicht vielen Beschäftigten erstmals eine spürbare arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung. Das Modell kombiniert obligatorischen Zugang, kollektive Sicherungsmechanismen und eine professionelle Kapitalanlage. „Ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Sozialpartnermodelle Vertrauen und Verlässlichkeit in der Altersvorsorge schaffen können“, betont die Jury. Gleichzeitig stärkt die neue Lösung die Arbeitgeberattraktivität und unterstreicht das Selbstverständnis der Organisation als sozial verantwortlicher Arbeitgeber.
2. Platz: WBO – Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e. V.
BusRente BW – Branchenlösung für den Mittelstand Mit der BusRente BW hat der WBO ein branchenweites Vorsorgemodell geschaffen, das mehr als 8.000 Beschäftigte aus rund 320 überwiegend familiengeführten Mitgliedsunternehmen erreicht. Das Modell zählt zu den ersten flächendeckenden Sozialpartnermodellen mit reiner Beitragszusage im deutschen Mittelstand und kombiniert chancenorientierte Kapitalanlage mit klaren Sicherungsmechanismen sowie einer haftungsfreien Arbeitgeberrolle. „Ein Meilenstein für den Mittelstand und ein starkes Signal für moderne Altersvorsorge in einer ganzen Branche“, betont die Jury. Einheitliche digitale Prozesse erleichtern die Umsetzung, stärken die Arbeitgeberattraktivität der Busunternehmen und schaffen ein hochwertiges Vorsorgeangebot für alle Beschäftigten.
3. Platz: Autohaus Eberhardt Flügel GmbH & Co. KG
Altersvorsorge und Gesundheitsbudget aus einer Hand Das Autohaus Eberhardt Flügel setzt auf ein Versorgungskonzept, das Altersvorsorge und Gesundheitsförderung miteinander verbindet. Neben einem arbeitgeberfinanzierten Beitrag zur betrieblichen Altersversorgung unterstützt das Unternehmen die Entgeltumwandlung seiner Mitarbeitenden mit einem Zuschuss von 20 Prozent. Ergänzend steht allen Beschäftigten ein jährliches Gesundheitsbudget von 600 Euro zur Verfügung, das individuell etwa für Vorsorgeuntersuchungen, Sehhilfen oder Zahnvorsorge eingesetzt werden kann. (mho)

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