Nachgefragt bei Nasier Ahmad Nasir, OCC Assekuradeur

10.08.2026

Nasier Ahmad Nasir wird neuer Geschäftsführer der OCC Assekuradeur GmbH. Foto: © OCC Assekuradeur

Exklusiv

Seit ersten Juli 2026 ist Nasier Ahmad Nasir Geschäftsführer Product, Sales und Marketing bei OCC Assekuradeur. Er hat die Nachfolge von Nina Schmal angetreten, die sich auf ihre übergreifenden Aufgaben innerhalb des Vorstands des Provinzial Konzerns konzentriert.

finanzwelt hat nachgefragt, was Nasier Ahmad Nasir an seiner neuen Aufgabe reizt, welche Ziele er sich für 2026 gesetzt hat und wie er die weitere Geschäftsentwicklung dieses Jahr beurteilt.

Herr Nasir, was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

Nasier Ahmad Nasir: Ich war schon immer autobegeistert. Als Kind habe ich beim Autoquartett von den besonderen Fahrzeugen geträumt, über die Jahre immer mehr über ihre Geschichte und Bedeutung gelernt und das eine oder andere davon später auch mal selbst gefahren. Diese Faszination für das Automobil als Kulturgut trifft bei OCC auf eine seltene Kombination: ein klarer Marktführer im Spezialsegment, eine Marke mit echter emotionaler Bindung und eine Community, die ihr Thema mit großer Leidenschaft lebt. Beruflich komme ich eher aus der digitalen Welt der Versicherung, zuletzt als CEO von Friday, wo es stark um den Aufbau und die Skalierung neuer Geschäftsmodelle ging. Genau das reizt mich an OCC: die teilweise über Jahrzehnte aufgebauten, besonderen fachlichen und digitalen Fähigkeiten des Unternehmens zu nutzen, um den Erfolg aus dem Klassikmarkt in weiteren Segmenten zu wiederholen. Zusammen mit meinen Kollegen im Management und dem Rückhalt des Provinzial Konzerns möchte ich so die nächste Wachstumsphase einläuten.

Welche Schwerpunkte und Ziele haben Sie sich für 2026 gesetzt?

Nasir: Da ich zur Jahresmitte gestartet bin, geht es für mich 2026 zunächst darum, gut anzukommen, das Unternehmen, das Team und die Community kennenzulernen und zu verstehen, um gemeinsam die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Als Geschäftsführer für Product, Sales und Marketing ist mir dabei wichtig, das Produkt- und Kundenerlebnis konsequent weiterzuentwickeln, z.B. mit einer einfachen, durch Kundenfeedback und KI optimierten Customer Journey, ohne die Experten- und Beratungsqualität zu verlieren, die OCC auszeichnet. Ein weiterer essenzieller Baustein für den Erfolg von OCC als Ganzes sind und bleiben unsere Vertriebspartner, denen wir als verlässlicher Spezialpartner auf Augenhöhe begegnen und für die wir fortlaufend an noch besseren Produkten und Services arbeiten. Mit ihnen wollen wir gezielt weiterwachsen, insbesondere in den südlichen Regionen sehen wir dabei großes Potenzial. Die über das Jahr 2026 hinausgehende strategische Ausrichtung erarbeiten wir zwar aktuell noch, klar ist aber, dass wir OCCs starke Position im Kerngeschäft weiter ausbauen und dabei das Potenzial in unseren neuen Geschäftsbereichen Campingfreunde und Offlane voll ausschöpfen möchten. Mit Campingfreunde sichern wir das mobile Reisen ab (vom Wohnmobil bis zum ausgebauten Camping Van) und mit Offlane die Tuning-Community mit ihren individuell modifizierten Fahrzeugen.

Wie schätzen Sie die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr ein?

Nasir: Der Bestand an Klassikern und Liebhaberfahrzeugen in Deutschland nimmt seit Jahren kontinuierlich zu: Jedes Jahr wachsen weitere Fahrzeuge in dieses Segment hinein und bleiben dort lange erhalten. Zugleich sind diese Fahrzeuge für ihre Besitzer Sachwert und Herzensangelegenheit in einem – mit einem Absicherungsbedarf, dem Standardtarife selten gerecht werden. Beides zusammen sorgt für eine strukturell wachsende und weitgehend konjunkturunabhängige Nachfrage nach immer passgenaueren Spezialdeckungen. Für OCC bin ich für das laufende Jahr entsprechend zuversichtlich: Wir sehen eine gute Entwicklung im Kerngeschäft und zusätzliche positive Impulse aus unseren weiteren Geschäftsbereichen. (mho)

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