Potenziale längst noch nicht ausgeschöpft
15.06.2026

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Auch bei der Halleschen Krankenversicherung gehört die bKV seit Jahren zu den stärksten Wachstumsfeldern im Haus, sagt Sascha Marquardt. „Wir verzeichnen eine kontinuierlich steigende Nachfrage sowie eine zunehmende Verbreitung über verschiedene Branchen hinweg. Insbesondere seit Einführung der Budgettarife wächst das Neugeschäft Jahr für Jahr weiter. Budgettarife werden von Unternehmen bevorzugt, weil sie flexibel einsetzbar sind und von den Mitarbeitenden intensiv genutzt werden. Gleichzeitig beobachten wir eine steigende Nachfrage nach ergänzenden Leistungen, etwa im Bereich mentale Gesundheit, Assistance-Services und Pflege“, erklärt der Leiter des Kompetenzcenters Firmenkunden der Hallesche Krankenversicherung.
Forderungen an die Politik
Auch gesamtgesellschaftlich kommt der bKV eine zu nehmend wichtige Rolle zu. Deswegen ist die Politik gefordert, dieses Thema stärker als bisher zu unterstützen. Laut SDK-Vorstand Olaf Engemann machen die steigen den Kosten im Gesundheitswesen und der zunehmende Druck auf die gesetzlichen Systeme deutlich, dass ergänzende Vorsorgelösungen immer wichtiger werden und da her auch stärker gefördert werden sollten. „Die bKV kann einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Unternehmen und Beschäftigte unterstützt und somit auch das Gesamt system entlastet. Aus unserer Sicht sollte die Politik die bKV klar als Teil einer nachhaltigen Gesundheitsvorsorge anerkennen. Dazu gehört vor allem eine verlässliche und langfristige steuerliche Förderung. Die derzeitige Einordnung über die Sachbezugsregelung wird der Bedeutung von Gesundheitsleistungen nur eingeschränkt gerecht. Gesundheit darf nicht mit kurzfristigen Konsumleistungen, wie etwa Tankgutscheinen, gleichgesetzt werden. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist die bKV ein wichtiger Baustein, um das marode Umlagesystem der GKV zu entlasten“, betont Engemann.
„Aus unserer Sicht sollte die Politik die betriebliche Krankenversicherung stärker als Teil der Lösung begreifen“, ergänzt Sascha Marquardt von der Hallesche Krankenversicherung. „Sie kann dazu beitragen, Versorgungslücken zu schließen, Prävention zu stärken und das Gesundheitssystem insgesamt zu entlasten. Wichtig sind vor allem verlässliche und langfristig stabile Rahmenbedingungen, die Unternehmen Planungssicherheit geben und Investitionen in betriebliche Gesundheitsleistungen fördern. Darüber hinaus braucht es Offenheit für innovative Versorgungsformen, etwa im Bereich digitaler Gesundheitsangebote und telemedizinischer Leistungen, sowie Impulse, um die Verbreitung der bKV insbesondere im Mittelstand weiter zu erhöhen. Die vorhandenen Strukturen bieten bereits eine gute Basis, werden aber noch nicht in vollem Umfang genutzt“, fordert Marquardt.
Blick in die Zukunft
Wie wird sich die bKV weiterentwickeln? Marketing-Leiterin Nicole Keibel von der HanseMerkur ist davon überzeugt, dass sich der positive Trend auch 2026 weiter fortsetzen wird. „Die bKV entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil moderner Vergütungssysteme und bleibt ein entscheidender Faktor für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Für die HanseMerkur erwarten wir weiteres dynamisches Wachstum – bei stabilen Beiträgen und gleichbleibend hoher Qualität. Diese Planungssicherheit macht unsere Tarife besonders attraktiv, gerade in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld“, so Keibel.
Ähnlich sieht es Sascha Marquardt von der Hallesche Krankenversicherung. „Für den deutschen Markt erwarten wir auch im Jahr 2026 eine weiterhin hohe Dynamik. Die strukturellen Treiber wie Fachkräftemangel, steigen de Gesundheitskosten und der Wunsch nach attraktiven Arbeitgeberleistungen bleiben bestehen und werden die Nachfrage weiter ankurbeln. Insbesondere im Mittelstand sehen wir noch erhebliches Potenzial. Die bKV wird sich hier zunehmend als Standard-Benefit etablieren. Für unser Unternehmen gehen wir davon aus, dass sich das Wachstum fortsetzt. Gleichzeitig werden wir unsere Lösungen kontinuierlich weiterentwickeln, insbesondere im Hinblick auf digitale Services und ergänzende Versorgungsbausteine“, blickt Marquardt auf den weiteren Jahresverlauf.
Auch für Olaf Engemann, Vorstand bei der SDK, stehen die Zeichen auf Wachstum. „Wir gehen davon aus, dass die Phase des reinen Wachstums zunehmend von einer stärkeren Differenzierung abgelöst wird. Arbeitgeber achten vermehrt auf Nachhaltigkeit, Beitragsstabilität und den tatsächlichen Nutzen der angebotenen Leistungen. Damit rücken Qualität und langfristige Wirkung stärker in den Fokus. Für die SDK erwarten wir im Jahr 2026 ein deutliches Wachstum im Firmenkundengeschäft. Der Zusammenschluss mit der Stuttgarter Versicherungsgruppe eröffnet weitere Potenziale und stärkt Reichweite sowie Marktzugang. Vor diesem Hintergrund sind wir gut positioniert, um unsere Rolle im bKV-Markt konsequent auszubauen“, erklärt Engemann.
Wie sind Sie im bKV-Markt positioniert, was ist Ihr USP?
Nicole Keibel, Leitung Marketing bei der HanseMerkur: Die HanseMerkur steht für individuell konfigurierbare und besonders flexible bKV-Lösungen. Unser modular aufgebautes System verbindet Budgettarife mit frei wählbaren Leistungsbausteinen. Arbeitgeber können Budgets von 300 bis 1.700 Euro je nach Bedarf festlegen und profitieren zusätzlich von diversen digitalen Gesundheitsservices. Die se Mischung aus Anpassungsfähigkeit, digitaler Unterstützung und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis kennzeichnet unseren USP.
Sascha Marquardt, Leiter des Kompetenzcenters Firmenkunden der Hallesche Krankenversicherung: Unser Anspruch ist es, die Entwicklung der bKV aktiv mitzugestalten und Innovationen in den Markt zu bringen. Als Pionier der Budgettarife verfolgen wir konsequent einen Ansatz, der auf Einfachheit, Flexibilität und nachhaltige Stabilität ausgerichtet ist. Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist unser Modell eines steigenden Gesundheitsbudgets bei gleichzeitig konstantem Arbeitgeberbeitrag. Wird das Budget vollständig genutzt, erhöht sich der Leistungsumfang automatisch, ohne dass zusätzliche Kosten für das Unternehmen entstehen. Dieses Prinzip verbindet hohe Nutzung mit langfristiger Planbarkeit und setzt einen bewussten Gegenakzent zu Modellen, bei denen Leistungen im Zeitverlauf an Wert verlieren können.
Olaf Engemann, Vorstand für Marketing und Vertrieb bei der SDK: Die SDK ist bereits seit rund drei Jahrzehnten auf dem Markt der bKV aktiv. Unter der Vertriebsmarke „SDK GESUNDWERKER“ bündelt die SDK ihre Expertise im Firmen kundengeschäft. Hier werden bKV-Lösungen mit Leistungen aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und ergän zenden Gesundheitsdienstleistungen verzahnt. Ein zentrales Merkmal ist die flexible Tarifarchitektur, auch bei Budgetlö sungen. Arbeitgeber können den Versicherungsschutz be darfsgerecht gestalten. Ein wesentlicher Aspekt ist das „Ver sorgungskonzept Gesundheit der Wirtschaft und Industrie“ (VGWI). Es ergänzt die bKV um vielfältige Leistungen – von Krankentagegeld über digitale Arztbesuche und Gesund heitsberatung bis hin zu Pflege- und Familienservices. (mho)

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