Rückenwind im April

16.05.2024

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Der April brachte für das nicht mehr ganz so junge Jahr eine negative Premiere. Nach einem fulminanten Q1 setzte im vergangenen Monat eine (vorübergehende) Korrektur an den internationalen Aktienmärkten ein. DAX und Co. verloren, und auch jenseits des Atlantiks sowie am wiederentdeckten japanischen Markt ging es mit den Kursen abwärts. Darüber informieren der aktuelle INVESTMENT RADAR.

Zunächst richteten sich die Augen auf die Notenbanker in Washington. Das Inflationsgespenst ist noch nicht besiegt, die letzte Meile hat es in sich und die US-Zinssenkungen wurden verschoben. Ungeachtet dessen haben die Aktien der Magnificent 7 nach wie vor viel Kraft und Potenzial. Sie haben die in sie gesetzten Erwartungen mehrheitlich erfüllt. Entgegen dem allgemeinen Trend erhielt der chinesische Hang Seng Index im April Rückenwind.

Der Tanz in den Mai strafte alle Lügen, die auf eine nachhaltige Korrektur gesetzt hatten. Weltweit zogen die Kurse wieder an. Der DAX galoppierte auf einen neuen Höchststand.  Die Marktteilnehmer konzentrierten sich wieder auf gute Unternehmenszahlen. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass sich Aktien auch in einem Umfeld mit (anhaltend) höheren Zinsen und höheren Bewertungen halten, wenn die Unternehmen weiterhin solide Gewinne erwirtschaften. Apropos Zinsen: Zweijährige US-Staatsanleihen rentierten Ende April bei 5%.

Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im April auf 89,4 Punkte. Die Unternehmen sind mit ihren laufenden Geschäften zufriedener und auch die Erwartungen hellen sich auf. Zudem blieb die Inflation in Deutschland im April Schätzungen zufolge stabil. Die Verbraucherpreise stiegen wie im März um 2,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Positives Signal auch von der europäischen Wirtschaft: Die Wirtschaftsleistung im Euroraum stieg im Q1 um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal. Damit blieb das Wachstum zwar zum siebten Mal in Folge hinter dem der USA zurück, war aber so hoch wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. (ml)

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