Trade Republic geht mit eigenem Lebensversicherer an den Start
16.10.2026

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Der Kampf zwischen etablierten Anbietern und jungen FinTechs um das ab 2027 geplante gesetzliche Altersvorsorgedepot (AVD) erreicht die nächste Stufe. Offenbar hat eine eigens gegründete Versicherungsgesellschaft der Digitalbank Trade Republic die offizielle Zulassung als Lebensversicherer in Liechtenstein erhalten. Für den strategischen Aufbau wurden bereits hochkarätige Branchenveteranen in den Vorstand und Verwaltungsrat berufen, wie der Versicherungsmonitor berichtet.
Die Neugründung im Ausland ist das regulatorische Fundament für eine massive Produkt- und Marketingoffensive. Vor kurzem hat der Neobroker eine Warteliste für sein AVD-Angebot eröffnet und geht mit einer aggressiven Nullkosten-Strategie auf Kundenfang. Geplant sind ein dauerhaft kostenloses Depot sowie die vollständige monatliche Erstattung der laufenden Fondskosten (TER) für ausgewählte ETFs namhafter Partner wie BlackRock, Vanguard und DWS. Trade-Republic-Gründer Christian Hecker untermauerte den Vorstoß jüngst mit scharfer Kritik an etablierten Anbietern, denen er zu teure Vorsorgeprodukte vorwarf.
Mit dem Einstieg als Lebensversicherer positioniert sich der FinTech-Riese nicht mehr nur als reine Handelsplattform, sondern als direkter, staatlich geförderter Konkurrent zur klassischen privaten Altersvorsorge. Der Markt für die private Altersvorsorge steht vor einem historischen Umbruch, bei dem kostengünstige, digitale Ökosysteme die etablierten Honorarmodelle angreifen. (mho)

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