Zwischenfazit zur INVESTMENTexpo 2026 in Berlin
20.05.2026

INVESTMENTexpo 2026 Foto: © finanzwelt
Die diesjährige INVESTMENTexpo 2026 setzt bereits zur Halbzeit deutliche Signale für eine vorsichtige Rückkehr institutioneller Investitionsbereitschaft im Immobilien- und Infrastrukturmarkt. Im Zoo Palast und im Waldorf Astoria Berlin treffen sich heute und morgen rund 850 Teilnehmer, darunter institutionelle Investoren, Asset Manager, Projektentwickler und Finanzierer, um über neue Kapitalallokationen, Infrastrukturstrategien und Marktchancen zu diskutieren.
INVESTMENTexpo 2026 in Berlin
Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltungstage stehen vor allem die Themen strategische Asset-Allokation, Infrastrukturinvestments, KI im Asset- und Portfoliomanagement sowie regulatorische Anforderungen für institutionelle Anleger. Besonders intensiv diskutiert werden derzeit die Auswirkungen der Zinsentwicklung auf Immobilienbewertungen und Transaktionsmärkte. Gleichzeitig zeigt sich auf den Panels eine spürbar konstruktivere Marktstimmung als noch in den Vorjahren.
Auffällig ist der starke Fokus auf Real Assets als Stabilitätsanker in volatilen Kapitalmärkten. Neben klassischen Immobiliensegmenten wie Wohnen, Büro und Logistik rücken zunehmend Rechenzentren, Energieinfrastruktur und nachhaltige Quartiersentwicklungen in den Fokus institutioneller Investoren. Auch ESG-Strategien bleiben trotz regulatorischer Komplexität ein dominierendes Thema auf der Messe.
Branchenvertreter berichten vor Ort von einer wieder steigenden Gesprächsbereitschaft zwischen Eigenkapitalgebern, Fondsmanagern und Banken. Vor allem Core- und Core-Plus-Strategien sowie Infrastrukturprojekte mit langfristig kalkulierbaren Cashflows stoßen auf großes Interesse. Gleichzeitig bleibt die Preisfindung in vielen Immobiliensegmenten herausfordernd.
Die INVESTMENTexpo 2026 bestätigt damit ihren Stellenwert als eines der wichtigsten Networking- und Diskussionsformate für institutionelle Immobilien- und Infrastrukturinvestments im deutschsprachigen Raum. Erwartet wird, dass insbesondere die morgigen Panels zu Finanzierung, Energieinfrastruktur und internationalen Investmentmärkten weitere Impulse für die zweite Jahreshälfte liefern werden. (fw)

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